Kinder machen verschiedene Phasen durch

Kinder machen verschiedene Phasen durch

Jedes Alter hat eine ihm gemäße Art, sich an Musik und Sport zu erfreuen. Bis zum Schulalter dauert die Entdeckerphase - genau wie wir staunen auch unsere Kinder über das rapide Wachstum ihrer Fähigkeiten. Das merken wir z.B., wenn wir gemeinsam singen: Jahr um Jahr wächst die Präzision, mit der ein Ton gehalten werden kann, im Kindergartenalter lassen sich schon anspruchsvollere musikalische Konstruktionen wie der Kanon üben. Auch im Sport lässt sich Ähnliches erleben - und faszinierend ist es immer. Denn das, was wir da tun, kann nur der Mensch: In einer Gruppe laufen, abspringen und dabei einen Ball zielgenau abwerfen, kein Tier kann das. Der Frosch fängt die Fliege im Fluge, aber Baseball ist komplizierter.
Die Lust am Wettbewerb, der Spaß am Gewinnen, das bildet sich in den ersten Schuljahren heraus. Und dann wird immer klarer, wo der Talentschwerpunkt liegt: Constanze Draper und ihre Kollegen messen Beweglichkeit und sportive Gaben in den dritten Klassen. Das ist auch die Zeit, in denen Musiklehrer den passenden Übergang von den „kleinen“ Musikinstrumenten wie Tamburin oder Glockenspiel auf die „großen“ am besten erkennen können. Für die Kunst der Klänge wie für die der Bewegung gilt bei Kindern also: Einfach ausprobieren. Klar, dass da auch mal die Furcht vor dem übervollen Terminkalender keimen kann. Aber solange der Nachwuchs mit Spaß bei der Sache ist, besteht für Eltern kaum ein Grund zur Sorge - egal, ob es um den Schwebebalken oder das Schlagzeug geht.

Musik ist Nervendünger

Große und kleine Gehirne lieben und genießen die Harmonie

  • Ins Ohr geht alles - die Augen können wir schließen, unsere Hörorgane nicht. Von Geburt an kann unser Hirn ganz automatisch alles filtern, deuten und sortieren, was die Lauscher liefern. Und ein Leben lang sucht es darin nach Mustern, Rhythmen, Harmonien und Klängen.
  • Gute Gefühle macht Musik auf jeden Fall. Das können Forscher leicht sichtbar machen. In ihren Hirn-Scannern leuchtet das limbische System, dort, wo unsere Emotionen gemacht werden, beim Hören von Harmonien hell auf. Geschmack bestimmt zwar, ob wir Klassik mögen oder AC/DC, aber es gibt viel, was uns allen gemeinsam ist: Die beruhigende Wirkung langsamer, getragener Schwingungen etwa. Mehr noch: Schon bei Kleinkindern warten spezielle Zentren im Gehirn wie Wächter darauf, Alarm zu schlagen, wenn etwas die Harmonien und die eigentlich erwarteten Klangverläufe zu stören scheint.
  • Dieser genaue Sinn fürs Musikalische ist nötig, um optimal Sprache lernen zu können. Sie ist mit der Musik eng verwandt, und wir können feinste Nuancen in der Sprachmelodie des Gegenübers erkennen - gerade als Kind. Und weil jedes Kind grundsätzlich musikalisch ist, lässt sich auch bei jedem der Sinn für Töne stärken. Besonders durchs Selber-Musizieren. Es lässt im Gehirn Netzwerke wachsen, die gleichzeitig Hören und Fingerfertigkeit verbessern - Musiker müssen komplizierte Bewegungsabläufe erlernen und sie mit ihren Sinnen kontrollieren. Dabei, erklärt der Hannoveraner Neurologie-Professor und Musikforscher Eckart Altenmüller, geht das Hirn an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Und empfindet das nicht als Last, sondern als Lust. Bei Kindern funktioniert das bestens, ihr Nervensystem ist besonders „plastisch“. Doch auch bei erwachsenen Klavieranfängern bilden sich schon nach 20 Minuten Üben neue Nervenverbindungen.

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