Lern-Roboter für Kinder im Test: familie.de testet Movi, Dash und LEGO Boost

Die Zukunft wird digital - da wollen Eltern ihre Kinder natürlich bestens darauf vorbereiten. Und wie funktioniert das am besten? Spielerisch! Den Trend zu spielerischem Lernen mit Hilfe eines Roboters haben viele Firmen erkannt. Wir haben drei der neuen Geräte getestet: den Lernroboter Movi von Fisher Price, den lustig-coolen Dash von Wonder Workshop und das neue LEGO Boost.

Lern-Roboter Movi von Fisher Price im Test

Ziel des lustigen Roboter-Gesellen ist es, Kinder zu ermuntern, sich zu bewegen und dabei gleichzeitig zuzuhören und die Grobmotorik zu trainieren. Zur Auswahl stehen sechs Spiele in drei Lern- und Bewegungsmodi. Loslegen und spielen ist beim Movi kinderleicht: Einfach den großen Knopf drücken - und schon beginnt ein neues Spiel. Eines heißt "Rotes Licht, grünes Licht". Hier wird gehüpft, gesprungen und getanzt, bis Movi "Stopp" sagt. Im Buchstabenspaß können Kinder das ABC üben und dabei ganz nebenbei noch etwas über die verschiedenen Tiere lernen. "B, Bär! Zeig deine Pfoten her! Jetzt brumm wie ein Bär!". Beim Formenspiel können Kinder durch Antworten auf die Fragen des Roboters verschiedene Formen lernen und sich mit ihm bewegen. "Ein Kreis ist rund. Folge mir und dreh dich mit mir!". Movi hat über 60 Gesichtsausdrücke parat und kann sich in alle möglichen Richtungen bewegen.

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Movi von Fisher Price


Movi: unser Testurteil

Alter: 3 bis 6 Jahre
Preis: 60 Euro UVP, zum Teil ist er aber auch für die Hälfte zu haben.
Optik / Sound / Stabilität: Movi sieht sehr freundlich, lustig und kindgerecht aus. Die klare, nicht allzu nervige Stimme lässt sich in der Lautstärke regulieren. Und robust ist Movi auch! Er ist nicht zimperlich, was den Untergrund betrifft, Hindernisse bringen ihn nicht so schnell aus dem Gleichgewicht.
Inbetriebnahme: Dank der mitgelieferten Batterien ist Movi sofort einsatzbereit. Der Computer ist selbsterklärend und es kann sofort losgespielt werden.
Fazit: Wer bei einem Lern-Roboter für diese Altersgruppe an erstes Programmieren und "richtiges" Lernen denkt, wird enttäuscht sein. Für alle anderen bringt Movi aber viel Spaß für relativ wenig Geld, denn Movi bringt die Kinder auf Trab und die Kinderaugen zum Leuchten. Wer sich schwer damit tut, zuzuhören, mitzudenken und gleichzeitig auch noch in Bewegung zu bleiben, kann das aber mit Movi gut trainieren. Der Einsatz von Movi bietet sich auch an, wenn mehrere Kinder sich nachmittags treffen oder auch als lustige Spielerei am Kindergeburtstag.

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Movi im Test


Programmierbarer Roboter Dash von Wonder Workshop im Test

Bei Dash steht spielerisches Programmieren im Fokus. Jeder Befehl bedeutet: Dash lernt etwas Neues. Er lernt fahren, leuchten, tanzen, blinzeln. Er düst durchs Kinderzimmer und interagiert mit den Kindern. Wie das funktioniert, erklären die dazugehörigen kostenlosen Apps Schritt für Schritt. Auf die kleinen Programmierer warten dann Mini-Aufgaben (Missionen), die es abzuarbeiten gilt. Per Drag&Drop werden die Befehle an die richtige Stelle geschoben - richtig "programmieren" muss hier keiner. Viele Befehle hintereinander ergeben eine Abfolge von Handlungen: Erst soll Dash losfahren. Wenn geklatscht wird, soll er erst leuchten, dann anhalten und schließlich rot blinken. Nach und nach werden die Aufgaben schwieriger, neue Funktionen werden freigeschaltet. Am lustigsten ist es, wenn der neue Mitbewohner mit Sprechen beginnt, denn mit der App lassen sich eigene Sätze aufnehmen und Dash in den Mund legen. Unser Dash hat dabei (leider) mit zunehmender Spieldauer sein Repertoire an Schimpfwörtern deutlich erweitert...

Dash wächst mit: Die App "Go" ist für den Einstieg (ab sechs Jahren), hier geht's in erster Linie um Licht und Sound. Bei "Wonder" geht es um richtige Geschichten, die Kinder ab ca. acht Jahren begeistern, und bei "Blockly" handelt es sich um eine anspruchsvolle App für freies Programmieren.

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Dash von Wonder Workshop


Dash: Unser Testurteil

Alter: geeignet ab sechs Jahren, Dash macht aber auch noch Zwölfjährigen Spaß.
Preis: 180 Euro UVP, die Preise für die Erweiterungssets liegen zwischen 30 und 100 Euro.
Optik / Sound / Stabilität: Süß schaut er aus mit seinen Kulleraugen! Der Sound ist gewöhnungsbedürftig: Die Stimme von Dash ist leider ziemlich hoch und digital. Dash bringt einiges an Gewicht auf die Waage - ungewollte Kollisionen mit dem Mobiliar überlebt er dadurch unbeschadet.
Inbetriebnahme: Der Dash wird vollständig aufgeladen geliefert und via Bluetooth mit dem Tablet verbunden. Und dann kann es auch schon losgehen! Eine Betriebsanleitung sucht man bei Dash vergeblich, im Prinzip sind die Apps selbsterklärend.
Fazit: Dash bietet viele, viele (= sehr viele!) Stunden Programmier- (und Spiel-)spaß, in denen keine Langeweile aufkommt. Selten hat sich unser Mädchen so in etwas verbissen und mit Begeisterung geknobelt, ausprobiert und sich über alles, was Dash neu gelernt hat, gefreut wie eine Mama bei den ersten Schritten des Juniors. Dash wurde schnell zum neuen Kumpel - er schaut aber auch wirklich zu knuffig aus mit seinem großen Auge mitten im Gesicht. Und, das macht ihn besonders liebenswert, er reagiert auf Geräusche und wirkt damit sehr lebendig. Unser Test mit einer Siebenjährigen hat allerdings gezeigt: Ein Elternteil sollte immer in der Nähe sein, denn so ganz selbsterklärend war das Programm dann doch nicht. Wer schon flüssig lesen kann, kann aber durchaus auch schon alleine mit Dash spielen und üben. Leider endete unser Test etwas frustrierend: An einer Stelle sind wir einfach "stecken geblieben" und trotz vieler Versuche nicht weitergekommen.

Tipp:So richtig kreativ wird das Spielen mit Dash erst, wenn mindestens zwei Kinder sich mit dem Roboter beschäftigen.

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So sieht die Dash-App aus


LEGO Boost im Test

Die Kombination aus klassischem Lego-Bauspaß mit einer Vielfalt von Bewegungs- und Sound-Funktionen macht Kinder zu kleinen Programmierern. Mit den 847 im Set enthaltenen Bauteilen lassen sich fünf völlig unterschiedliche Modelle bauen: Ein Roboter, eine Katze, ein Mehrzweck-Rover, eine (echte!) Gitarre sowie eine automatische Fertigungslinie. Vernie, der Roboter, wird gesteuert, mit der Gitarre (cooler Sound!) lassen sich Musikstücke komponieren und Frankie, die Katze, will gefüttert werden. Das Herzstück aller Modelle ist der Lego Move Hub, eine bluetooth-fähige Steuereinheit mit Motor. Im ersten Schritt wird das jeweilige Modell gebaut, dann geht es ans Programmieren. Das funktioniert über die kostenlose App. Auch hier werden einzelne Befehle mittels Wischen aneinander gereiht. Verbindet man mehrere Befehle in der App miteinander, lassen sich die Modelle so programmieren, dass sie sich bewegen, Geräusche von sich geben und vieles mehr.

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Der Roboter von LEGO Boost


LEGO Boost: Unser Testurteil

Alter: Sieben bis zwölf Jahre, aber auch ältere Kinder werden begeistert bei der Sache sein.
Preis: 160 Euro UVP
Sound / Stabilität: Der Sound der Gitarre ist erstklassig! Die Modelle sind erstaunlich stabil. Und kaputt gehen kann bei LEGO ja nichts - im Zweifel müssen eben ein paar Steinchen neu angebaut werden.
Inbetriebnahme: Erst wird gebaut, dann wird programmiert. Eine Anleitung aus Papier gibt es auch hier nicht - die App erklärt, wie die Modelle aufgebaut werden
Fazit: LEGO macht einfach Spaß! Bei LEGO Boost wird nicht nur gespielt, sondern auch gebaut. Das Tolle an LEGO Boost: Es ist auch für Kinder geeignet, die dem Lego-Alter eigentlich schon entwachsen sind. Auf die warten dann völlig neue Herausforderungen: Haben sich Kinder einmal mit dem System vertraut gemacht, können sie jedes LEGO Modell lebendig werden lassen – von LEGO City über LEGO Friends bis hin zu kreativen Eigenkreationen. Ein großes Manko ist allerdings: Die App läuft nicht auf jedem Gerät. Unser erstes Testgerät (ein zwei Jahre altes Samsung-Tablet) beispielsweise war nicht kompatibel. Deshalb: Vor dem Kauf unbedingt checken, ob Sie die App überhaupt installieren können.

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LEGO Boost im Test


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