Mehr Kindergeld ab Sommer 2019

Mit Inkrafttreten des Familienentlastungsgesetzes sparen Familien mehr Geld. Ab Sommer 2019 gibt es sogar noch eine Erhöhung. Was genau ist anders?

Das in 2018 beschlossene Familienentlastungsgesetz von Finanzminister Olaf Scholz ist seit der Jahreswende in Kraft. Seit Januar gilt: Familien sollen finanziell weiter entlastet werden.

In 2019 gibt es mehr Geld für Familien.

In 2019 gibt es mehr Geld für Familien.


Steuern sparen durch erhöhten Kinderfreibetrag

So wurde ab 1. Januar 2019 der Kinderfreibetrag für Familien von 7.428 Euro auf 7.620 Euro erhöht. Im Klartext bedeutet das: Für die Grundsicherung des Nachwuchses wird für Familien keine Einkommenssteuer auf eine Summe bis zu diesem Betrag fällig. Im Jahr 2020 soll ein weiterer Anstieg auf insgesamt 7.812 Euro folgen. Auch der Grundfreibetrag der Einkommenssteuer, von dem auch Kinderlose profitieren, steigt: In 2019 auf 9.168 Euro, ab 2020 auf 9.408 Euro.

Kindergeld-Erhöhung so hoch wie nie

Ab Juli 2019 freuen sich Familien außerdem über die Erhöhung des Kindergeldes. Die ist in diesem Jahr so hoch wie noch nie zuvor: Zehn Euro pro Kind gibt es dann monatlich mehr für die Haushaltskasse. Das bedeutet: Für das erste und das zweite Kind bekommen Familien dann monatlich 204 Euro statt der bisher 194 Euro. Für das dritte Kind gibt es statt 200 Euro ab Juli 210 Euro monatlich und für jedes weitere gibt es 235 statt 225 Euro Kindergeld. Für 2021 ist eine weitere Erhöhung um noch einmal 15 Euro geplant.

Wie bekomme ich Kindergeld?

Das einkommensunabhängige Kindergeld soll die Grundversorgung des Nachwuchses gewährleisten. Es ist eine steuerliche Ausgleichszahlung, die in der Regel von der Familienkasse gezahlt wird. Diese Zahlung muss dort immer schriftlich beantragt werden. Dafür ist die Geburtsurkunde unerlässlich. Es empfiehlt sich, die Anmeldung rechtzeitig zu tätigen, denn Zahlungen werden nur sechs Monate rückwirkend erstattet. Gezahlt wird in der Regel ab dem ersten Lebensmonat bis zum 18. Lebensjahr oder maximal bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich das Kind dann noch in der Schul- oder Berufsausbildung befindet. Ist das Kind bereits angemeldet, muss für den Erhalt der Erhöhung nichts weiter gemacht werden, die Zahlung wird automatisch angepasst.

Kritik der Opposition

Kritik an der neuen Gesetzesregelung für 2019 übt die Opposition. Denn die Ersparnis beträfe vor allem besser verdienende Familien. Familien, die auf Hartz IV angewiesen seien, hätten nichts von der Erhöhung, da jeder Euro mehr auch auf den Regelsatz angerechnet würde, hieß es.

Kinderzuschlag soll nachgebessert werden

Doch auch hier soll Entlastung kommen: Damit Familien mit wenig Einkommen möglichst gar nicht erst in Hartz IV abrutschen, können sie zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag beantragen. Dieser bereits bestehende Zuschlag soll nachgebessert werden: Neben einer Erhöhung soll auch die Bürokratie bei der Antragstellung vereinfacht werden. Die Beantragung erfolgt schriftlich.

 

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