Was tun bei tieferen Motivationsproblemen?

Häufig liegt das Problem für die Verweigerung Ihres Kindes aber auch tiefer. Viele Schüler sehen keinen Sinn im Lernen.

Die aufgewendete Anstrengung steht für sie nicht im Verhältnis zum Ergebnis - sei es aufgrund schlechter Noten oder aus mangelndem Interesse an den Themen. Fehlt der Sinn, dann fehlt auch der Gewinn beim Lernen. Diese negative Haltung Ihres Kindes können Sie sicher nicht von heute auf morgen ändern. Ein Blick in die Wissenschaft kann bei solchen tiefergehenden Ursachen weiterhelfen, denn aus der Sicht von Motivationsforschern läuft Lernen in drei Phasen ab.
1. Zuerst kommt die Grundmotivation für die Lerninhalte.

Die ist aber nur vorhanden, wenn für den Schüler eine gewisse Auswahlmöglichkeit besteht. Er sollte die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wie und wann er sich an welche seiner Aufgaben macht. Nur so kann der Schüler auch die Verantwortung für sein „Lernfeld“ übernehmen.
2. Die zweite Bedingung für eine funktionierende Selbstmotivation ist die richtige Lernmethode.

Es gibt verschiedene Arten von Lerntypen – manche lernen besser beim Zuhören und manche nur, wenn sie es aufschreiben oder aktiv mitmachen und „ausprobieren“ können. Kein Lehrer kann die geeignete Lernmethode für ein Kind vorgeben. Er sollte immer verschiedene Zugänge für den jeweiligen Stoff anbieten, da es auch keine reinen, sondern nur gemischte Lerntypen gibt. Letztlich muss jeder Schüler seine bevorzugten Methoden selbst herausfinden und diese Entscheidung auch unbeeinflusst treffen können.
3. Erst in der dritten Phase beginnt das eigentliche Lernen.

Dabei ist ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung sinnvoll. Die Anspannung besteht aus voller, ungestörter Konzentration auf die Lernmaterie, die je nach Alter nicht länger als 45 bis 90 Minuten dauern sollte. Darauf folgt eine Entspannungspause von mindestens zehn Minuten, auch um das eben Gelernte im Gedächtnis zu verankern. In dieser Zeit tut Bewegung gut, um wieder Sauerstoff ins Gehirn zu pumpen. In jedem Fall sollte die Entspannung mit einer gewissen "Belohnung" für das Kind verbunden sein.


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