Neue Studie zu Energydrinks: Sie machen Kinder hyperaktiv

Koffein- und zuckerhaltige Brausen sind für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen äußerst schädlich. Das belegt die repräsentative Studie mit deutlichen Zahlen aus 13 Bundesländern.

Für viele Jugendliche sind Energydrinks ein beliebtes Erfrischungsgetränk.

Für viele Jugendliche sind Energydrinks ein beliebtes Erfrischungsgetränk.


Fast jedes fünfte Schulkind trinkt regelmäßig Energydrinks – mit deutlichen Folgen. Wie sehr koffein- und zuckerhaltige Brausen die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schädigen, belegt eine gemeinsame Studie der Krankenkasse DAK und des Institutes für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT. Die Studienergebnisse sind repräsentativ. Befragt wurden:

  • 14 000 Jungen und Mädchen
  • der fünften bis zehnten Klasse
  • aus mehr als 900 Schulklassen
  • in 13 Bundesländern

Tägliche Energydrinks führen bei mehr als der Hälfte zu Schlafproblemen

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind mehr als zwei Energydrinks pro Tag gesundheitlich schon bedenklich, da ein zu hoher Konsum zu Herzrhythmusstörungen führen kann. "Gerade für Heranwachsende sind aufputschende Softdrinks bedenklich", warnt DAK-Chef Andreas Storm. "Sie enthalten viel Koffein, sind extrem gesüßt und stecken voller synthetischer Zusatzstoffe." Statt zu mehr Power führten die Getränke zu mehr gesundheitlichen Problemen. 

Bei den Mädchen und Jungen, die öfter Energydrinks trinken, seien die Folgen:

  1. Übergewicht
  2. Schlafstörungen
  3. Hyperaktivität

Bei den Kindern und Jugendlichen, die täglich Energydrinks konsumieren, sind die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit besonders klar ersichtlich. Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 63 Prozent, leiden unter Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Bei den befragten Jugendlichen, die keine Energydrinks trinken, betrug die Quote nur rund 40 Prozent.

Energydrinks sind beliebte Erfrischungsgetränke

Auch das ist ein deutliches Ergebnis der Studie: Für sehr viele Heranwachsende gehören Energydrinks zum normalen Alltag. Dabei sind zwei Drittel der täglichen Konsumenten Jungen. Nicht wenige konsumieren sie regelmäßig oder sogar täglich. Energydrinks trinken:

  • 19 % mindestens ein Mal im Monat
  • 6 % wöchentlich
  • 3 % täglich

Die Politik debattiert über Verkaufsbeschränkungen

Seit 2014 müssen Energydrinks mit mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter zwar den Hinweis "erhöhter Koffeingehalt" tragen und zudem die Warnung, dass das Getränk "für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen" wird. Doch vielen reicht das nicht. So gibt es politische Diskussionen darüber, ob es für die koffeinhaltigen Drinks eine Altersbeschränkung beim Verkauf geben sollte, sodass Energydrinks erst ab 16 Jahren an Jugendliche abgegeben werden dürfen. Eine Einigung darüber gibt es bislang nicht.

Quellen:
Studie zu Energydrinks bei Kindern und Jugendlichen
Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT
Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK

 

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