Hormonbehandlung mit Clomifen

Wie Clomifen wirkt, was zu beachten ist und in welchen Fällen es zum Babyglück verhelfen kann - die wichtigsten Antworten im Überblick.

Was ist Clomifen und wie wirkt es?

Bei etwa einem Drittel der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch ist der Hormonhaushalt gestört. Das hat häufig zur Folge, dass die Reifung der Eizellen nicht richtig funktioniert. Der Eisprung bleibt aus. Ein Medikament, das häufig im ersten Schritt einer Fruchtbarkeitsbehandlung eingesetzt wird, ist Clomifen.

Wenn der Eisprung ausbleibt, können Medikamente wie Clomifen helfen. (Foto: Thinkstock)

Wenn der Eisprung ausbleibt, können Medikamente wie Clomifen helfen.


Clomifen ist ein Medikament, das antiöstrogen wirkt. Was auf den ersten Blick unsinnig klingt, weil Östrogene im weiblichen Zyklus die Eizellreifung maßgeblich beeinflussen, funktioniert so: Clomifen gaukelt dem Körper vor, dass zu wenig Östrogene vorhanden sind. Die Hirnanhangsdrüse versucht diesen Mangel durch eine vermehrte Produktion von follikelstimulierenden (FSH) und luteinisierendenHormon (LH) auszugleichen. Genau diese beiden Hormone regen die Eierstockfunktion an und sorgen für die Reifung der Eibläschen und den Eisprung.

Wie läuft eine Behandlung mit Clomifen ab?

Clomifen wird häufig eingesetzt, da es relativ wenig Nebenwirkungen hat und einfach in Tablettenform eingenommen wird. Die Hormonbehandlung beginnt am 3. bis 5. Tag nach dem Einsetzen der Periode. Die folgenden 5 Tage erfolgt die Clomifen-Einnahme täglich. Ist die Einnahme abgeschlossen, findet der Eisprung normalerweise nach etwa einer Woche statt. Bleibt auch nach maximal 20 Tagen nach Einnahmestopp der Eisprung aus, wird die Behandlung im nächsten Zyklus wiederholt. Während der Behandlung wird die Follikelreifung (ab dem 8. Zyklustag) durch den Frauenarzt per Ultraschall kontrolliert. Um den Hormonhaushalt zu kontrollieren, wird zusätzlich in jedem Zyklus Blut abgenommen. Nicht immer schlägt die Therapie mit Clomifen sofort an, denn jeder Körper tickt ein bisschen anders. In der Regel wird über maximal sechs Zyklen mit Clomifen behandelt; sollte es in dem Zeitraum nicht klappen, ist es besser, es mit einer anderen Behandlungsstrategie zu versuchen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Es kann durch Clomifen zu typischen Wechseljahrbeschwerden kommen wie z. B. Hitzewallungen, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Selten tritt ein sogenanntes Überstimulations-Syndrom auf: In den Eierstöcken werden zu viele und zu große Follikel gebildet, was zur Zystenbildung führen kann. Außerdem ist im Fall einer Befruchtung das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft erhöht.

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