Die Einnistungsblutung zeigt eine Schwangerschaft an

Besonders Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, wird der Begriff Einnistungsblutung bekannt sein. Wie es zu dieser Blutung kommt, ob man sie als sicheres Schwangerschaftsanzeichen deuten kann und wie man sie von Menstruations- oder Zwischenblutungen unterscheidet.

Wird eine Schwangerschaft sehnlichst erwünscht, achtet frau auf jede körperliche Veränderung. Spannt die rechte Brust heute nicht ein wenig? Ist mir nicht ein bisschen flau im Magen? War ich sonst auch immer so müde? Und rötlichen Ausfluss habe ich auch – etwa eine Einnistungsblutung?

Einnistungsblutungen deuten auf eine Schwangerschaft hin

Kann eine Blutung eindeutig als Einnistungsblutung ausgemacht werden, darf man Ihnen gratulieren: dann sind Sie auf jeden Fall schwanger! Das Problem vieler Frauen ist aber, die Einnistungsblutung von der Periode oder Zwischenblutungen anderer Ursache zu unterscheiden. Zudem merken viele Frauen von der Einnistungsblutung gar nichts. Aber der Reihe nach. Zuerst möchten wir Ihnen kurz erklären, wie es zur Einnistungsblutung kommt.
Blutung als Folge der Einnistung

Wurde eine Eizelle erfolgreich befruchtet, wandert sie langsam zur Gebärmutter. Dort nistet sie sich, wenn alles gut geht, fünf bis sieben Tage später ein. Weil man bei der Bestimmung des Fortschritts der Schwangerschaft zum ersten Tag der letzen Periode zurück rechnet, findet das übrigens in der 4. SSW statt.
Bei der Einnistung kann es passieren, dass Blutgefäße der Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut beschädigt werden und es zu Blutungen kommt – den Einnistungs- oder Nidationsblutungen. Die können stärker oder schwächer ausfallen, das ist von Frau zu Frau verschieden. Bei den meisten Frauen ist die Blutung allerdings so schwach, dass sie gar nicht aus der Scheide austritt und deshalb nicht bemerkt wird.

Wann die Einnistungsblutung auftritt

Da sich die Eizelle fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung einnistet, kann es auch in diesem Zeitraum zur Einnistungsblutung kommen.

Sind Sie sich nicht sicher, wann es zur Befruchtung kam, nutzen aber einen Zykluskalender oder Eisprungrechner, können Sie auch den Zeitpunkt des Eisprungs als Maßstab nehmen. Einnistungsblutungen treten nämlich sieben bis maximal 14 Tage nach dem Eisprung auf. Damit fallen sie oft mit dem Zeitpunkt der nächsten Periode zusammen. Das ist vermutlich der Grund, warum viele Frauen, die nicht auf eine Schwangerschaft „hingearbeitet“ haben, anfangs ihre Periode nicht vermissen; zum erwarteten Zeitpunkt haben sie ja eine Blutung. Die Verwechslung von Einnistungsblutung und Periode hat sicher auch einiges zum Mythos „schwanger trotz Periode“ beigetragen.
Lesen Sie weiter, wie Sie die Einnistungsblutung eindeutig von der Menstruation unterscheiden können .