Auslandsadoption: Hohe Kosten, aber eine bessere Alternative?

Die Chancen, ein ausländisches Kind zu adoptieren, sind oft wesentlich höher. Welche Dokumente werden benötigt, wie viel kostet es und was müsst ihr beachten, damit die Adoption in Deutschland anerkannt wird?

Da es schwierig ist, ein deutsches Kind zu adoptieren, wenden sich viele der Adoptionswilligen an ausländische Stellen, da die Erfolgschancen hier wesentlich höher sind. Aber auch diese Variante braucht viel Geduld: Zunächst müsst ihr euch mit den dortigen Behörden auseinandersetzen und danach noch mit den heimischen.  Es kostet viel Geld und viel Zeit, denn einige der Länder möchten, dass die Eltern eine Zeitlang im Land des Adoptionskindes gelebt haben. Eine hohe Belastbarkeit ist eh beim Adoptionsprozess wichtig. Dieses gilt umso mehr für eine Auslandsadoption. All die Unterlagen, die man für eine Inlandsadoption braucht, sind auch für die Auslandsvariante wichtig. Je nach Adoptivland können noch einige andere Nachweise und Papiere dazukommen.

Auslandsadoption: Welche Papiere brauche ich?

Wie bei einer Inlandsadoption müssen zunächst Unterlagen für die Eignung als Adoptiveltern vorgelegt werden:

  • Lebenslauf
  • Einkommensnachweis
  • Gesundheitszeugnis (wird vom Hausarzt ausgestellt)
  • ggf. Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunden der eigenen Kinder, wenn vorhanden
  • Polizeiliches Führungszeugnis (ohne Eintrag!)
  • Nachweis von Wohnraum
  • Reisepässe

Haager Übereinkommen ist wichtig für Auslandsadoptionen

1993 wurde in Den Haag ein Vertrag zum Umgang mit internationaler Adoption erarbeitet und unterzeichnet. Es ist um ein Vielfaches leichter, wenn ihr ein Kind aus einem Land adoptiert, dass diesen Vertrag ratifiziert hat. Dann ist es wichtig, eine staatlich anerkannte Adoptionsagentur zu finden, auch hier hat as Bundesjustizministerium eine Liste veröffentlicht.

Diese Agenturen haben Zulassungen für die jeweiligen Länder und können über zusätzliche Voraussetzungen informieren. Manchmal gibt es Hürden für gleichgeschlechtliche Paare, sodass nur ein Partner die Adoption in dem Land durchführen kann. Andere Länder vermitteln keine Kinder an Singles oder Paare, die schon Kinder haben. Habt ihr euch an eine andere Organisation gewandt, die nicht in Deutschland anerkannt oder bekannt ist, erhöht sich das Risiko, dass die Adoption für illegal erklärt wird. Deshalb informiert euch genau und holt Erfahrungsberichte ein.

Adoption: Ein langer Atem ist gefragt

Auch wenn sich das alles sehr mühsam anhört, ist die positive Nachricht, dass über 90 Prozent aller Auslandsadoptionen klappen. Das solltet ihr euch in Zeiten, in denen ihr vielleicht im Bürokratiesumpf versinkt, vor Augen halten. Geduld ist gefragt, denn so ein Adoptionsprozess kann Jahre dauern. Aber Kinder auf Knopfdruck gibt es sowieso nicht, selbst eine Schwangerschaft dauert neun Monate.

 

 


Hat dir der Artikel " Auslandsadoption: Hohe Kosten, aber eine bessere Alternative?" gefallen? Dann freuen wir uns, wenn du uns auch einen Besuch auf unserer Facebookseite abstattest. Für originelle Bastelideen und jede Menge Inspiration schau auf unserer Pinterest-Seite vorbei.