Wie lange überleben Spermien?

Wer die Lebensdauer von Spermien unterschätzt, wird womöglich mit einer ungeplanten Schwangerschaft überrascht. Wovon hängt es ab, wie lange Spermien überleben?

Wie lange überleben Spermien?

Gute Frage: Wie lange überleben Spermien?


Die Frage "Wie lange überleben Spermien eigentlich?" stellt sich manche Frau erst, wenn sie beim Schwangerschaftstest aus allen Wolken fällt. Wer zum Zeitpunkt des Eisprungs und danach keinen Sex hatte und trotzdem schwanger wird, hat vermutlich die Lebensdauer von Spermien nicht bedacht. Ausgerechnet die Tage unmittelbar vor dem Eisprung sind oft die, an denen es mit der Zeugung klappt. Spermien können nämlich bis zu fünf Tage nach dem Sex noch fähig sein, eine reife Eizelle zu befruchten.

Die Lebensdauer von Spermien hängt vor allem von zwei Faktoren ab:

  • Der Spermienqualität
  • Der Zyklusphase der Frau

Die Spermienqualität beeinflusst deren Überlebensfähigkeit

Spermien brauchen zehn Wochen, um einsatzbereit zu sein. Zunächst reifen sie in den Hoden heran, um von dort in die Nebenhoden zu wandern und weiter zu reifen. Hier können die Spermien bis zu einem Monat lebensfähig bleiben. Entweder werden sie in dieser Zeit mit einer Ejakulation ausgeschieden und befruchten möglicherweise eine weibliche Eizelle, oder sie sterben ab, falls es nicht zu einem Samenerguss kommt. Dann reift die nächste Generation von Spermien heran.

Wie gut die Spermien eines Mannes in Form sind, das kann starken Schwankungen unterliegen, denn Lebenswandel und Ernährung, aber auch Faktoren wie Medikamenteneinnahme haben einen großen Einfluss auf die Spermienqualität. Je gesünder die Spermien, desto länger können sie auch nach dem Sex noch überleben. Wie es generell um die Qualität der Spermien bestellt ist, kann ein Mann mit Hilfe eines Spermiogramms untersuchen lassen.

Welche Zyklusphase der Frau lässt Spermien am längsten leben?

Der ideale pH-Wert, in dem sich Spermien besonders wohlfühlen, beträgt 7,5. Der Schleim am Gebärmutterhals ändert seinen pH-Wert jedoch – besonders spermienfreundlich ist es passenderweise unmittelbar zu Beginn der fruchtbaren Tage. Das hat die Natur schlau eingerichtet, um alle Ampeln in Richtung Zeugung auf grün zu stellen.

Da das Scheidenmilieu jetzt weniger sauer ist, halten die Spermien bis zu fünf Tage durch, um im geeigneten Moment hoffentlich zum Zuge zu kommen und auf eine befruchtete Eizelle zu treffen. Weniger sauer heißt nicht nur weniger schädlich. Das alkalischere Milieu des Zervixschleims zieht die Spermien magisch, ja magnetisch an, sodass sie noch besser zum Ziel sausen können.

Paare, die sich ein Baby wünschen und bereit sind, auch mal nach Terminkalender Sex zu haben, sollten darum die Tage vor dem erwarteten Eisprung unbedingt mit einplanen. Hier können große Dinger geschehen! Aber wer hingegen eine Schwangerschaft verhüten möchte und nicht auf dauerhafte Lösungen wie die Pille oder die Spirale setzt, sollte nicht nur an den fruchtbaren Tagen beispielsweise ein Kondom benutzen, sondern auch bereits ein paar Tage eher.

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