Childhood – Wie ein Fotograf in seine eigenen Kinderfotos reiste

Kleinkind

Childhood – Wie ein Fotograf in seine eigenen Kinderfotos reiste

Wer würde nicht auch gerne mal eine Reise in die eigene Kindheit unternehmen? Conor Nickerson fand dafür einen beeindruckenden Weg.

Hast du noch viele Erinnerungen an deine Kindheit? Vermutlich nicht. Die vielen schönen Kinderfotos lassen zwar einzelne Momente der frühen Lebensphasen aufblitzen, doch so richtig können sich die meisten Menschen nicht an diese Zeit erinnern. So erging es es auch Conor Nickerson. Der junge Jazzmusiker und Fotograf erinnert sich zwar daran, dass er eine glückliche Kindheit in Massachusetts (USA) hatte, die Einzelheiten aus den Kindheitsfotos kommen ihm jedoch weit entfernt vor, als seien sie Träume.

“Als ich einige alte Familienfotos durchblätterte, fragte ich mich, wie es wohl aussehen würde, wenn ich versuchen würde, mein heutiges Ich in die Bilder hereinzuarbeiten. Also sammelte ich alle alten Hüte und T-Shirts, die ich finden konnte (und tat mein Bestes, um so auszusehen, als ob ich Ende der 90er / Anfang der 2000er Jahre hingehörte) und versetzte mich in Kindheitsmomente. Das Ergebnis war, viel über Photoshop zu lernen und eine amüsante, seltsame und überraschend nachdenkliche Sammlung von Fotos, in denen ich mit mir selbst rumhing”, erklärt der heute in Montreal lebende Conor Nickerson.

Herausgekommen ist ein wunderbares Fotoprojekt namens "Childhood", in welchem er sich selbst in elf alte Kinderfotos hineinsetzte. Man sieht ihn gemeinsam mit seinem jüngeren Ich beim Geburtstag Feiern, Musizieren oder Spielen im Garten. Um die Bilder so realistisch wie möglich aussehen zu lassen und sich in die Situation hineinzufühlen, machte er die Bilder von sich selbst an der gleichen Stelle wie das Originalfoto. Dann legte das neue und das alte Bild in einem Bearbeitungsprogramm übereinander und verbrachte dann Tage und Wochen damit, die Farben und Schatten perfekt aufeinander abzustimmen, sodass das Endergebnis möglichst realistisch aussah.

Auf die Frage, was er seinem jüngeren Ich sagen würde, wenn er ihm tatsächlich gegenüberstehen würde, antwortet Nickerson: "Ich denke, wenn überhaupt, würde ich nur sagen, die Dinge nicht zu ernst zu nehmen. Das versuche ich mir jetzt immer noch zu sagen."

Mit seinen beeindruckenden Bildern erlangt Nickerson international Aufmerksamkeit. Und das, obwohl er weder ausgebildeter Fotograf, noch Grafiker ist. Die Fotokunst brachte er sich selbst mithilfe von YouTube-Videos und Ausprobieren bei.

Das gesamte Fotoprojekt gibt es hier zu sehen. Die Bilder machen Lust, die eigenen Kinderfotoalben aus dem Keller zu holen und sich selbst in die Fotos hineinzudenken.

Bildquelle:

Conor Nickerson

Galerien

Lies auch

Teste dich