Englisch lernen: Easy für kleine Kinder

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Englisch lernen: Easy für kleine Kinder

Je früher Kinder mit einer Fremdsprache in Berührung kommen, umso besser für ihr Hirn. So könnt ihr euren Nachwuchs spielerisch an die englische Sprache heranführen

Kinder können davon profitieren, so früh wie möglich eine Fremdsprache wie Englisch zu lernen.

Das Gehirn ist wie ein Muskel. Das bedeutet, es muss angeregt und trainiert werden, will es nicht erschlaffen. Für Kinder ist es überhaupt kein Problem - sie saugen wie ein großer Schwamm sämtliche Informationen auf und verarbeiten sie. Damit schaffen sie im Hirn neue Synapsen, die die Informationen von einer Zelle zur nächsten weitergeben. Eine immer größere Hirnstruktur wird aufgebaut und so erschließen sich die Kinder Stück für Stück die Welt. Diese Welt spricht aber nicht nur deutsch. Eigentlich fast gar nicht. Nein, es wird Englisch gesprochen. Deshalb ist es von Vorteil, wenn diese Sprache auch deutschen Menschen flüssig von der Zunge geht. Und mit dem Lernen kann man gar nicht früh genug anfangen.

Englisch lernen: Schon Babys können es verstehen

Elternpaare, bei denen ein Teil Englisch als Muttersprache besitzt, sind hier natürlich klar im Vorteil. Mama spricht deutsch, Papa spricht englisch oder umgekehrt. Das Kind ist nicht verwirrt, sondern weiß, dass es mit dem einen Elternteil eine andere Sprache spricht. Wobei wir wieder beim Gehirn wären. Studien haben ergeben, dass schon neun Monate alte Babys die unterschiedlichen Laute registrieren. Je älter es wird, desto mehr plappern sie nach und plaudern. Da Kinder in dem Alter sowieso alles nachplappern, wird ihnen auch die Aussprache keine Probleme bereiten - der Weg zum akzentfreien Englisch ist bereitet. Das ist also die Deluxe-Variante des Englischlernens.

Nun gibt es aber nicht so viele Elternpaare mit dieser Konstellation. Da kann man auf andere Menschen zurückgreifen. Wer es sich leisten kann, beschäftigt ein AuPair, das auf englisch mit den Kleinen säuselt. Einige haben das Glück und ihr Nachwuchs besucht einen bilingualen Kindergarten oder eine Kita. Aber wer hat das schon? Zwar ist die Nachfrage groß, aber es gibt immer noch zu wenig. Wenn ihr also möchtet, dass das Sprachpotential eurer Tochter oder eures Sohnes voll ausgeschöpft wird, müsst ihr wohl selber ran.

Warten mit dem Englischlernen bis zur Grundschule?

Es ist natürlich keine Katastrophe, wenn die Kinder die englische Sprache erst in der Schule lernen. Machte man früher erst in den weiterführenden Schule Bekanntschaft mit dem englischen th, passiert dies nun in der Grundschule. Kinder, die bereits Englisch im Kindergarten gesprochen haben, genießen hier Vorteile. Aber auch diejenigen, die von kleinauf mit Sätzen "Would you like to have a banana?" aufgewachsen sind. Hier könnt ihr, wenn ihr wollt, mit der spielerischen Förderung ansetzen.

Take it easy!

Wie bei allem sollte die kindliche Förderung nicht Stress bedeuten. Für euch nicht und erst recht nicht für den Nachwuchs. Wenn ihr eine große Affinität zur englischen Sprache besitzt, nutzt das ruhig aus und macht euch einen Spaß daraus. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Sprache spielerisch zu lernen - Grammatik wird sowieso erst ein Thema in der Schule.

Sing a Song

Neben den deutschen Liedern schmettert auch ein paar englische. Es gibt so viele schöne Kinderlieder*, die man nebenbei abspielen und mitsingen kann . Der British Council bietet jede Menge Lieder an. Neben "Backe Backe Kuchen" und anderen Kinderreime könnt ihr das ein oder andere "The wheels go round and round" einwerfen. Oder "Bruder Jakob" auf Englisch singen.

Ein Hoch auf Peppa

Einige der Gestalten, die sich im Kinderzimmer befinden, sprechen im Original Englisch und auch das könnt ihr euch zunutze machen. Dann wird die heißgeliebte Peppa-Wutz-Folge auf englisch geschaut. Euch bleibt nur zu erklären, dass der Schorsch hier George heißt, aber genauso entzückend grunzt.

Sprenkelt den Alltag mit englischen Wörtern

Dazu braucht ihr nur gemeinsam durch die Wohnung gehen und erklären, wie einzelne Gegenstände auf englisch heißen. Einige deutsche Begriffe haben sich in die englische Sprache geschmuggelt - einen Rucksack gibt es auch dort; Butter wird genauso geschrieben, aber anders ausgesprochen.

Reisen bildet

Schön ist es auch, wenn ihr in Länder fahren könnt, in denen englisch gesprochen wird. Da wird selbst der schnöde Einkauf im Supermarkt zu einem aufregenden Erlebnis. Wenn sich eure Kleinen trauen, können sie selbst ein Sandwich einkaufen. Was meint ihr, wie stolz sie dann sind. Aber nur, wenn sie wollen! Wie gesagt, nichts sollte erzwungen sein. Wenn ihr Spaß daran habt, Englisch zu sprechen, dann wird sich das wahrscheinlich auch auf euren Nachwuchs übertragen.

Abgesehen, dass sich das Gehirn anstrengt, hat das Englischlernen einen weiteren und wahrscheinlich viel wichtigeren Effekt: Die Kinder lernen andere Kulturen kennen, können besser kommunizieren und erweitern ihren Horizont. Zu sehen, dass es Menschen gibt, die eine andere Sprache sprechen, andere Gewohnheiten haben, ist ein großes Aha-Erlebnis und lässt sie hoffentlich zu toleranteren Zeitgenossen werden. Also probiert es mit dem Englisch lernen und vergesst dabei das Wichtigste nicht: Have fun!

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Bildquelle: Getty Images

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