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Experiment zeigt, wie selbstlos Kleinkinder schon sind

Helfersyndrom

Experiment zeigt, wie selbstlos Kleinkinder schon sind

Kleine Kinder sind so süß und lustig – und handeln selbstlos und uneigennützig. Genau, unsere Mäuse helfen gerne, auch wenn für sie kein Vorteil entsteht und die Person in "Not" ihnen nicht vertraut ist. Das fanden Forscher der Universität Washington in einem Experiment raus. 

Folgende Szene: Eine Frau sitzt am Tisch mit einem Kleinkind (18 Monate). Es ist Essenszeit, das Kind hat also Hunger. "Aus Versehen" lässt die Frau eine Banane fallen, die zufällig vor dem Kinderstuhl landet. Ohne Worte versucht sie wieder, an die Banane ranzukommen. Wie wird wohl das Kind reagieren? Selber greifen und essen oder der Frau helfen?

Auf diese Frage wollte das Team aus Washington eine Antwort finden und spielte das oben beschriebene Szenario mit ca. 100 Kindern im Alter von 18 Monaten durch. Das Ergebnis: Jedes dritte Kleinkind hob das Obst auf und gab es der Forscherin am Tisch wieder zurück. Wenn der Hunger nicht groß war, haben sogar mehr als die Hälfte der Minis selbstloses Handeln bewiesen.

Entscheidend, ob die Kinder geholfen haben oder nicht, war das Verhalten der Erwachsenen am Tisch. Nur wenn die Person sich aktiv darum bemühte, wieder an das Obst auf dem Boden heranzukommen, verursachte das bei den kleinen Testmenschen das Bedürfnis, zu helfen. Wenn die Großen sich aber nicht um das Malheur kümmerten, griffen die Kinder auch nicht ein.

Quelle: University of Washington

Bildquelle: M-image/iStock/Getty Images

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