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Ihr fühlt euch als schlechte Mutter? Eine Therapeutin erklärt, woran sie gute Eltern erkennt

Die super-ehrliche australische Bloggerin Constance Hall hat sich mittlerweile mit ihren aus dem Leben geprochenen Texten auch bei uns einen Namen gemacht. In einem ihrer Posts spricht sie alle von uns an, die das Gefühl haben, eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater zu sein. Sie teilt mit uns einen entscheidenden Tipp, den ihr eine Therapeutin gab und der ihr Leben veränderte: Es ist ein gutes Zeichen, wenn du genervt von deinen Kindern bist!

Es gibt diese Momente, in denen uns unsere Kinder einfach in den Wahnsinn treiben. Momente, in denen wir Eltern genervt und sauer sind. Die ganz großen, aber auch das ganz normale Alltagschaos, das uns über den Kopf wächst. Meistens fühlen wir Eltern uns dann schuldig und machen uns selbst Vorwürfe: Als gute Mutter/guter Vater dürfte ich von meinen eigenen Kindern nicht genervt sein, oder? Und meine Kinder würden nicht immer schreien und weinen?

Das Gefühl, eine schlechte Mama zu sein. Und was eine gute Mutter ausmacht!

Diese Selbstzweifel kennt auch die australische Bloggerin, Autorin und Single Mum Constance Hall. Sie selbst hat drei Kinder. In einem Facebook-Post gesteht sie, dass sie sich nicht für eine gute Mutter hält. Zu oft würde ihr der Geduldsfaden reißen. Ein Gefühl, mit dem sich wohl jede Mutter identifizieren kann. Und deswegen hat Hall diese Geschichte öffentlich gemacht.

"Ein Haushalt voller schreiender Kinder, streitender Teenager und genervter Eltern, das ist für mich ein guter Haushalt."

"Neulich traf ich mich mit einer befreundeten Kindertherapeutin zum Essen. Sie beobachtete meine Kinder eine Weile und sagte dann: "Du bist so eine gute Mutter!"

Ich fühlt mich in diesem Moment wie eine richtige Betrügerin und da platzte es aus mir heraus: "Ich fühle mich aber nicht, als wäre ich eine gute Mutter. Die Kinder treiben mich so sehr in den Wahnsinn, dass ich oft die Beherrschung verliere. Nachts schlafe ich ein und frage mich ernsthaft, wie ich nur die Geduld für den neuen Tag aufbringen soll."
Daraufhin antwortete meine Freundin etwas, das ich nicht vergessen werde …

"Babys weinen, so kommunizieren sie mit uns. Kleinkinder schreien, Kinder brüllen und Teenager beschweren sich. Und Mütter flüstern in sich hinein ‚verdammt nochmal‘ bevor sie antworten. So kommunizieren wir.

Und weißt du was Constance? Das ist viel besser als Stille.

Ein Haushalt voller schreiender Kinder, streitender Teenager und genervter Eltern, das ist für mich ein guter Haushalt. Ich mache mir um die stillen Kinder Sorgen, um die verängstigten Kleinkinder, um die Teenager, die nicht mehr nach Hause kommen und um die Eltern, die überhaupt nicht mit ihren Kindern kommunizieren.

Und deine Kinder machen dich nicht verrückt, das warst du schon davor. Deswegen hast du dich ja entscheiden, welche zu bekommen."

"Tief durchatmen. Ihr macht einen guten Job"

Mit diesen Worten schaffte es die Therapeutin, Constance’s Zweifel zu verwischen. Denn wir müssen gar nicht die Bilderbuch-Eltern sein, die jeden Tag grinsen wie ein Honigkuchenpferd und alles schönreden. Wir dürfen auch genervt von unseren Kindern sein.

Mutter sein und Vater sein ist nicht einfach und keiner erwartet Perfektion. Das Wichtigste ist es, dass wir eine Beziehung zu unseren Kindern haben – in guten, wie in schlechten Tagen.

"Tief durchatmen. Ihr macht einen guten Job", sagt Constance noch und beendet so ihren Post-Appell an uns Eltern. Das sollten wir auch viel öfter zu uns selbst sagen. Und heute fangen wir damit an!

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Wie prägt dich die Beziehung zu deiner Mutter?

Bildquelle: Getty Images/Strelciuc Dumitru

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