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Mit in der Kita essen: 10 Tipps, wie ihr euer Kind dabei unterstützt

Für Kinder kann es eine große Umstellung sein, in der Kita mitzuessen. Schließlich gibt es dort nicht nur ganz anderes Essen, sondern auch die Regeln und Abläufe sind für unsere Kleinen komplett neu. Für manche Kinder bedeutet das, dass sie plötzlich die Neugier aufs Essen und ihren Appetit entdecken. Andere brauchen etwas länger, bis sie sich daran gewöhnen. So könnt ihr es eurem Kind erleichtern, sich auf das Kitaessen einzustellen.

Mit dem Kitastart ändern sich viele Dinge in eurer täglichen Routine gleichzeitig. Klar, dass sowohl wir Eltern als auch unsere Kinder etwas Zeit brauchen, um uns an die Umstellung zu gewöhnen. Das gilt auch fürs Kita-Essen. Viele Kinder essen gerne und von Anfang an mit in der Kita – das ungewohnte Umfeld weckt bei ihnen automatisch den Sinn fürs Abenteuer und sie nehmen die neuen Regeln und Abläufe schnell an.

Manche Kinder tun sich etwas schwerer. Während die Kleinsten von daheim oft ganz andere Kost gewöhnt sind, hadern größere Kinder manchmal mit Aussehen, Zutaten und Konsistenz des neuen Essens. Schließlich kann auf persönliche Vorlieben – so wie daheim – eher seltener Rücksicht genommen werden. Und auch die Gruppendynamik spielt eine große Rolle! Das könnt ihr tun, um eurem Kind das Essen in der Kita zu erleichtern und den Druck herauszunehmen, der in solchen Situationen schnell für Kinder und Eltern entsteht.

10 Tipps, um euer Kind ans Kita-Essen heranzuführen

#1 Erst mal abwarten

Wenn die Allerkleinsten in die Kita gehen, kann es gut sein, dass sie am Anfang wenig essen. Schließlich ist alles noch so neu und aufregend! Oft ist das Kita-Essen auch das gleiche für alle Gruppen, sodass die Krippenkinder dasselbe Menü bekommen wie die Kindergartenkinder. Viele Kleine sind an die gut gewürzte Kost wenig gewöhnt. Macht euch also keine Gedanken, wenn die Umstellung etwas dauert. Dasselbe gilt auch, wenn euer Kleinkind oder Vorschüler neu in die Kita kommt oder die Einrichtung wechselt.

#2 Druck herausnehmen

Klar kann es verunsichern, wenn ihr merkt, euer Kind möchte in der Kita wenig essen. Viele Kinder haben einfach Phasen, in denen sie weniger Lust auf Kita haben. Das kann auch schnell auf den Appetit schlagen. Aber das Essverhalten und die Vorlieben ändern sich entwicklungs- und stimmungsbedingt immer wieder – das sehen wir ja auch zu Hause! Wichtig ist, dass ihr erst einmal ruhig und gelassen bleibt und auf Ursachenforschung geht. Und dass sich kein Druck um das Thema Essen aufbaut. Sonst können schnell langfristigere Probleme beim Essverhalten entstehen.

Jennifer Kober

Nicht auf Snacks verzichten

Manchmal wird bei “wählerischen” Kindern geraten, auf Zwischenmahlzeiten und “Sonderwünsche” zu verzichten, damit sie bei den Mahlzeiten so hungrig sind, dass sie alles mitessen.

Das ist aus vielen Gründen keine gute Idee. Ernährungswissenschaftler*innen sind sich mittlerweile einig, dass Kinder häufig snacken müssen, weil ihr Magen relativ klein, ihr Energiebedarf aber besonders hoch ist. Abgesehen vom Mangel, der dadurch entstehen kann, wissen wir alle, wie schrecklich Hunger ist. Besonders in bedürfnisorientierte und respektvolle Erziehungsmethoden passt dieser Ansatz also wenig.

Gleichzeitig wollen die wenigsten Eltern ihren Kindern vorleben, dass es ok ist, die Bedürfnisse anderer zu manipulieren – oder das mit sich selbst machen zu lassen.

Und: Leckere gesunde Snacks sind in Zeiten, wenn Kids wenig essen, eine besonders gute Möglichkeit, Vitamine, Nährstoffe und Kalorien wieder aufzuholen.

 

#3 Eurem Kind vertrauen

Wenn unsere Kinder plötzlich nicht essen oder sich “im Vergleich” mit anderen Kids in der Gruppe anders verhalten, bekommen wir Eltern schnell Panik, dass “etwas nicht stimmt”. Aber auch und besonders beim Essen ist es wichtig, dass wir unserem Kind vertrauen. Es soll nichts essen, was ihm nicht schmeckt oder wenn es keinen Hunger hat.

Denn langfristig ist es wichtig, dass es lernt, auf seinen Körper zu vertrauen. Bzw. es nicht durch Druck VERlernt, denn Kinder hören von Natur aus auf ihre Instinkte. Deshalb: Ruhig bleiben und keine große Sache draus machen. Wahrscheinlich alles nur ne Phase! Wir haben die häufigsten harmlosen Gründe, warum Kinder manchmal nichts essen wollen für euch.

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#4 Mit eurem Kind üben

Wenn ihr euer einjähriges Kind eingewöhnt, kann es gut sein, dass es von daheim nur Finger Food und Brust, Fläschchen bzw. Magic Cup kennt. Viele Kitas und Grippen legen aber Wert darauf, dass Kinder zum Beispiel mit Löffeln essen oder aus Bechern trinken können. Das heißt natürlich nicht, dass euer Kind das gleich beim Kitastart beherrschen muss!

Aber ihr könnt mit ihm daheim spielerisch üben, wie es diese Utensilien benutzen kann. So fühlt es sich in den Gruppensituationen im Kindergarten vielleicht sicherer – und gleichzeitig landet auch mehr vom Essen da, wo es soll.

Dasselbe gilt auch für größere Kinder, die vielleicht vom Selbernachholen oder Rollen wie Tischdienst eingeschüchtert sind. Spielt zu Hause ruhig die Situationen durch und besprecht, was eure Kinder sagen oder tun können.

#5 Neue Gerichte zu Hause ausprobieren

Ihr braucht das Kita-Essen zu Hause eigentlich nicht zu “trainieren”. Aber wenn ihr merkt, euer Kind hat Probleme, das Essen im Kindergarten zu akzeptieren oder es werden komplett andere Gerichte angeboten, als es sie von daheim kennt, könnt ihr euch gemeinsam an das neue Essen herantasten.

Gerade Kleinkinder durchlaufen (für ihre Entwicklung sehr sinnvolle!) Phasen, in denen sie nur gewohnte Zutaten und Gerichte mögen. Wenn ihr daheim immer mal Neues ausprobiert und ihm vorlebt, dass es ganz verschiedene leckere Lebensmittel und Zubereitungsarten gibt, nimmt es vielleicht auch in der Kita diese Varianten leichter an.

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#6 Über Regeln sprechen

Für manche Kinder sind die Tischregeln in der Kita schwieriger zu akzeptieren oder sie überfordern einfach etwas. Dann kann es sein, dass die Kleinen ihr Interesse am Essen verlieren. Deshalb ist es eine gute Idee, dass ihr unterschiedliche Regeln zu Hause thematisiert.

Total okay, falls ihr daheim vielleicht nicht immer am Tisch esst, zwischendurch aufgestanden, gesungen und gespielt wird. Genauso okay ist es, dass es bei anderen Leuten, z. B. im Kindergarten, ganz andere Regeln gibt. Die wir dann befolgen, weil das einfach zum Zusammenleben mit anderen dazugehört.

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#7 Extra Vesper einpacken

Als das verweigerte Kitaessen bei uns ein Thema wurde, war für unsere Erzieherinnen sowie uns Eltern klar, dass wir nicht mit Druck arbeiten wollen. Wichtig war uns vor allem, dass unser Kind zu den anderen Mahlzeiten gut versorgt ist. So kamen wir zusammen zu der Lösung, dass dann sein Vesper, zu dem es auch schon immer den größten Hunger und Appetit hat, einfach besonders reichhaltig ausfällt. Und auch daheim achten wir besonders darauf, dass keine anderen Mahlzeiten ausgelassen werden.

#8 Zu Hause auf Lieblingsgerichte setzen

Jedes Kind ist anders, aber wenn euer Kind regelmäßig wenig zu Mittag isst und das auch nicht nachholt, kann ggf. schnell ein Mangel entstehen oder es verliert an Gewicht. Während euer Kind sich also ans Kita-Essen gewöhnt oder eine wählerische Phase durchläuft, ist es wichtig, dass ihr das bei den anderen Mahlzeiten kompensiert. Das heißt nicht, dass es jeden Abend Pizza und Pudding geben muss. Aber bestimmt findet ihr einen Weg, zu jeder Mahlzeit etwas anzubieten, das eurem Kind gut schmeckt.

#9 Gruppendynamik nicht vergessen

Wenn wir uns nicht wohlfühlen, schlägt uns das schnell auf den Magen. Ähnlich ist es für unsere Kinder, wenn sie mit anderen Kindern Probleme im Kindergarten haben. Deshalb kann es ein Zeichen sein, dass etwas nicht stimmt, wenn euer Kind plötzlich nicht oder wenig isst.

Gleichzeitig bedeutet ein glückliches und ausgeglichenes Umfeld sehr oft, dass die Kinder gerne automatisch mitessen und bei Tischsprüchen, Tischdienst etc. stolz mitmachen – auch wenn das daheim vielleicht gar nicht so ihr Ding ist.

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#10 Fremd-Ess-Effekt bedenken

Wenn euer Kind “eigentlich” gerne isst, ihr aber vor dem Kitastart Bedenken habt, sind diese meist unbegründet. Bei den meisten Kindern ist es nämlich sogar so, dass sie in einer Gruppe Dinge essen, die sie daheim niemals probieren würden. Einfach, weil ihnen der Sinn nach Abenteuer steht und sie die anderen Kinder beim Essen sehen. Der sogenannte “Fremd-Ess-Effekt” überrascht oft sogar Eltern mit besonders “wählerischen” Kindern, die plötzlich im Kindergarten zu richtig abenteuerlustigen Gourmets werden.

Ihr braucht noch Ideen für gesunde Snacks für die Vesper-Dosen? Wir versorgen euch mit leckerer Inspiration:

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Bildquelle: Getty Images/Weekend Images Inc.

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