Wie Disney an den Erfolg von "Die Eiskönigin" anknüpfen will

Frozen 2 “Into the Unknown”

Wie Disney an den Erfolg von "Die Eiskönigin" anknüpfen will

Elsa, Anna und Olaf sind zurück auf der großen Leinwand. Kurz vor dem Start der Fortsetzung haben wir das Filmteam in den kalifornischen Disney Studios besucht und jede Menge Details und Hintergründe zu “Frozen 2” erfahren können.

Beim Presseauftakt in den Disney Studios in L. A. präsentierten Peter del Vecho (Producer,) Jennifer Lee (Writer und Director) und Chris Buck (Director) erste Filmausschnitte.

Es ist der wohl seit Jahren von Fans überall auf dieser Welt am meisten ersehnte Animationsfilm – “Frozen 2”, die Fortsetzung des international erfolgreichsten Animationsfilm, startet am 28. November in unseren Kinos. Schon seit Jahren fiebern Fans auf den zweiten Teil des Disneyfilms hin. So sehr, dass die Bekanntgebung des Startdatums für Ende 2019 vor zwei Jahren bereits für wahre Kontroversen sorgte. Nun steht die Premiere aber endlich kurz bevor und wir alle können uns auf der großen Leinwand zu unseren Lieblingscharakteren Elsa, Anna und Olaf nach Arendelle begeben. Oder etwa nicht?

Herbstlaub statt Eiszapfen: Hierher entführt uns Frozen 2

Lila- und orangefarbene Blätter schwirren durch einen tiefen, dicht bewachsenen Wald, der Wind rüttelt an Bäumen und Ästen, man hört leises Knacken im Gebälk, düstere Schatten und geheimnisvoller Nebel hüllen die farbenfrohe Umgebung in einen geheimnisvollen Mantel, mystische Lichter blitzen aus dunklen Ecken hervor. Ein Setting, bei dem wir alle wohl eher an Filme wie Robin Hood oder Alice im Wunderland denken, weniger an eine Eiskönigin. Doch genau auf die treffen wir im Laufe des zweiten Teils in diesem herbstlichen Setting.

Doch keine Sorge, auf das beschauliche Städtchen Arendelle müssen wir in der Fortsetzung von “Die Eiskönigin” nicht verzichten. Zu Beginn des Films treffen wir Elsa, Anna, Olaf, Christof und Sven im Schloss von Arendelle. Sie scheinen zu einer richtigen Familie zusammengewachsen zu sein, alles wirkt gemütlich und idyllisch. Doch das bleibt nicht so:  Elsa hört immer wieder eine eigenartige Stimme, eine Art Gesang, der nach ihr ruft. Der Ruf scheint aus weiter Entfernung zu kommen, irgendwo aus der Wildnis, weit entfernt von Arendelle. Sie hadert lange mit sich, schließlich hat sie gerade alles, was sie sich gewünscht hat: eine Familie. Sie ist froh, nach den Abenteuern des ersten Teils endlich angekommen zu sein und versucht daher zunächst, den Ruf des Unbekannten zu ignorieren.

Doch Elsa wäre nicht Elsa, wenn ihre Neugierde nicht siegen würde: Letztlich ist die Stimme so stark, dass sie sich gemeinsam mit Anna, Christof, Olaf und Sven auf den Weg aus Arendelle macht, um der Stimme zu folgen. Auf dem Weg begleiten die Freunde Fragen wie “Wieso hat Elsa magische Kräfte, Anna aber nicht?” oder  “Was ist mit Elsas und Annas Eltern damals passiert?”. Im neuen Abenteuer erwarten uns eine mystische Herbstwelt, unglaubliche Wesen, Märchen über Naturgewalten, waghalsige Abenteuer und natürlich große Gefühle.

Auf Spurensuche von Anna und Elsa im Norden

Zur Inspiration für die Herbstwelt, in die die Charaktere in “Die Eiskönigin 2” eintauchen, reiste das Filmteam nach Norwegen, Finnland und Island. Island präsentierte sich dem Forschertrupp als “mystisch”, Finnland als “märchenhaft”. Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung der Fortsetzung: Ihnen wurde bewusst, dass Elsa mit ihren magischen Kräften für das Mystische, Anna mit ihrer liebevollen und mutigen Art für das Märchen steht. Der Film soll beide Komponenten miteinander vereinen.

Die neue Welt war für die Macher eine große Herausforderung: Schließlich sind die Farben im ersten “Frozen”-Teil kalt und angepasst an die Winterwelt, “Die Eiskönigin 2” hingegen spielt in einer bunten, herbstlichen Welt mit tiefen Wäldern. Einen Mittelweg aus beidem zu finden, erwies sich als kompliziert. Schließlich sollten die Winterfarben nicht einfach ersetzt werden, sondern sich mit den herbstlichen Tönen vermischen. Die Designer fertigten eine Bibliothek mit verschiedenen Baum- und Busch-Kombinationen an, um die perfekte Umgebung zu schaffen. Um alles so realistisch wie möglich zu gestalten, musste jedes einzelne Blatt, dass den Waldboden bedeckt, perfekt zum Rest passen. Extreme Feinarbeit! Dabei halfen u. a. die Inspirationsreise in die nordischen Wälder und intensive Gespräche mit einem norwegischen Botaniker.

Tiefer, größer, echter

Jennifer Lee (Writer und Director), Chris Buck (Director) und Peter del Vecho (Producer) hatten nach dem Erfolg des ersten Teils das Gefühl, dass die Geschichte rund um Elsa und Anna jetzt erst richtig losgeht. Es waren noch so viele Fragen offen, wie z. B. die Frage nach Elsas magischen Kräften, woher sie kommen und weshalb Anna keine hat. Auch merkten sie, dass die Charaktere von Elsa und Anna so stark und so wirklich sind, dass sie unbedingt noch viel tiefer in sie rein blicken wollten, als im ersten Teil.

Bei der Tiefe, die “Die Eiskönigin 2” kriegen soll, ist es kein Wunder, dass Director Jennifer Lee beim Presseauftakte gleich mehrfach das Wort “episch” in den Mund nahm. “Im Mittelpunkt stehen große, essentielle Themen wie ‘Zuhause’, ‘Familie’ und ‘Geschichten’ sowie Botschaften wie ‘Gib niemals auf’, ‘Vertraue dir selbst’ und ‘Du kannst alles schaffen’”, so Lee. Der Film solle laut ihr “noch größer” werden – und zwar in jeglicher Hinsicht: tiefergehende Beziehungen, stärkere Performances sowie eine größere, noch viel realistischere Welt. Auch bei der Schöpfung neuer Charaktere scheinen die Macher des Filmes größer gedacht zu haben – im wahrsten Sinne des Wortes. So werden wir im zweiten Teil unter anderem gigantische Riesen, die aus Stein aufgebaut sind oder ein Pferd aus Wasser, den Beschützer der dunklen Meere, zu sehen bekommen.

Auch werden wir im neuen Teil wohl Näheres zu Elsas und Annas Eltern erfahren. Der Film startet direkt mit einer Szene aus der Kindheit der beiden Schwestern, in der ihr Vater ihnen eine Sage erzählt. Diese handelt von den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer, die im weiteren Verlauf des Films immer wieder auftauchen werden.

Vier Jahre Arbeit an “Die Eiskönigin 2”

Bereits seit vier Jahren wird an der Fortsetzung gearbeitet. Um an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen, sind die meisten Beteiligten aus “Frozen 1” wieder dabei, auch die Musik wurde erneut von dem Songwriter-Duo aus dem ersten Teil geschrieben, die damals einen Oscar für ihre Ohrwürmer, allen voran “Let it go”, erhielten. Und eins sei schon mal gesagt - der Song “Into the Unknown” wird wohl das neue “Let it go” werden. Denn von dem habe ich seit dem Presseauftakt Anfang September bis heute einen Ohrwurm.

Die Zeichen stehen gut, dass die “Frozen”-Fortsetzung auch dieses mal wieder ein voller Erfolg wird. Noch ein wenig müssen wir uns aber gedulden: Am 28. November läuft der Film in den Kinos an.

Bildquelle: Disney

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