Babykrankheiten: Was tun bei Schnupfen, Husten und Co.?

Tipps für Eltern

Babykrankheiten: Was tun bei Schnupfen, Husten und Co.?

Verschiedene Krankheiten machen Babys den Start ins Leben manchmal ganz schön schwer. Aber Hilfe naht: Wir haben für euch die häufigsten Babykrankheiten zusammengestellt und natürlich Tipps, wie ihr eure kleinen Patienten bestmöglich unterstützen könnt.

Was bedeutet Nestschutz?

War das Baby im Mutterleib noch weitestgehend geschützt vor Bakterien, Viren und Pilzen, muss der Körper des Neugeborenen nun lernen, sich gegen die Krankheitserreger zu wehren. Die gute Nachricht: Dein Baby ist dabei keineswegs schutzlos! Denn während der Schwangerschaft hat es von dir eine „Grundausstattung“ mit wichtigen Abwehrstoffen mitbekommen. Man nennt das Nestschutz oder auch Leih-Immunität.

Weil dein Baby noch keinen eigenen Immunschutz aufgebaut hat, bleibt der Nestschutz in den ersten sechs bis neun Monaten wirksam und bewahrt es weitgehend vor Infekten wie etwa Erkältung oder Durchfall. Aber es gibt auch bakteriell verursachte Kinderkrankheiten wie Keuchhusten oder Scharlach, gegen die der Nestschutz wirkungslos ist. Insbesondere bei Säuglingen können dann gefährliche Komplikationen entstehen.

Wie oft ist ein Kind krank?

Die meisten Infektionen verlaufen bei Babys glücklicherweise harmlos. Und haben sogar etwas Gutes: Nach jedem Kontakt mit bisher unbekannten Viren kann das körpereigene Immunsystem deines Babys die „feindlichen Angreifer“ leichter erkennen und sich künftig besser schützen. Doch bis das Immunsystem auf eigenen Beinen steht, wird es noch viele „Trainingseinheiten“ absolvieren: Bis zu zehn eher harmlose Infekte jährlich sind bei Kindern unter sechs Jahren völlig normal.

Wann muss ich mit meinem Baby zum Arzt?

Grundsätzlich gilt: Mit Babys unter sechs Monaten sollte man immer dann zum Arzt gehen, wenn sich das Verhalten des Kindes verändert oder dir seltsam vorkommt. Oder natürlich wenn das Kleine nicht trinkt oder sehr viel weint. Säuglinge sind nicht in der Lage zu äußern, wo es wehtut oder was ihnen fehlt. Im Zweifelsfall ist also fachliche Hilfe gefragt,  damit es deinem Baby ganz schnell wieder besser geht.

Wie kann ich mein krankes Baby am besten unterstützen?

Wenn Babys krank sind, brauchen sie vor allem Zuwendung, ganz viel Aufmerksamkeit und eine ausgeglichene Atmosphäre. Liebe ist halt einfach die beste Medizin! Worauf du noch achten solltest, haben wir hier für dich zusammen gefasst.

Temperaturkontrolle

Kommt dir dein Baby „irgendwie komisch“ oder krank vor, dann miss am besten gleich mal die Körpertemperatur. Am zuverlässigsten ist noch immer die Po-Messung, weil sie die Kerntemperatur des Körpers misst. Flexible Kunststoff-Thermometer mit Digitalanzeige lassen sich mit etwas Wundcreme oder Vaseline leicht einführen. Etwas ungenauer wird es mit einem Stirnthermometer. Infrarotstrahlen messen die Temperatur an der Stirn, das Ergebnis hat man innerhalb einer Sekunde. Vielleicht notierst du dir die Ergebnisse in einem Notizbuch oder deinem Handy. Dann hast du sie parat, wenn dich der Kinderarzt danach fragt.

Ruhe

Auch wenn ein wimmerndes oder schreiendes Kind deine Geduld manchmal auf die Probe stellt: Versuche entspannt zu bleiben! Vielleicht können dein Partner oder auch andere liebe Bezugspersonen dich bei der Pflege entlasten. Und wenn es bei der Hausarbeit oder dem Einkauf ist. Ebenso wichtig wie ruhige Eltern: eine möglichst dezente Geräuschkulisse und gedämpftes Licht. Das wirkt ebenfalls beruhigend auf das Baby und lässt es das Kranksein besser verkraften.

Nähe

Stelle die Wiege oder den Stubenwagen in deiner Nähe auf. So kannst du dein Baby immer wieder streicheln, ihm vorsingen oder gut zureden. Das tut dem kleinen Patienten gut. Auch die Brust ist eine ideale Beruhigungsquelle. Leg dein Baby einfach mal an – vorausgesetzt natürlich du stillst – das hilft ihm über die ersten schweren Tage. Muttermilch ist außerdem eine leicht verdauliche Schonkost.

Flüssigkeit

Kranke Babys müssen besonders viel trinken. Biete deinem Kind also immer wieder ein Fläschchen an. Die besten Durstlöscher für kleine Patienten sind Wasser und/oder ungesüßter Tee oder Muttermilch.

Klima

Damit sich dein Kind gut erholen kann, ist auch die Raumtemperatur entscheidend. Das Zimmer, in dem dein Baby schläft, sollte nicht wärmer als 18° C sein.

Hygiene

Selbst schwache Babys empfinden eine Katzenwäsche mit lauwarmem Wasser als erfrischend. Danach solltest du deinen kleinen Schatz aber immer gut abtrocknen.

Was tun, wenn das Baby fiebert?

Baby Fieber messen
Am zuverlässigsten ist auch beim Baby die Po-Messung, weil sie die Kerntemperatur des Körpers misst. GettyImages/jaochainoi

Die Temperatur eines gesunden Körpers beträgt maximal 37° C. Fieber ist eine Art zusätzliche Schutzfunktion des Körpers: Er produziert mehr Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. Solange die Temperatur bei deinem Baby also nicht stark steigt, es sich wohl fühlt und keine Begleitsymptome wie Durchfall oder Hautausschlag zeigt, handelt es sich um eine unterstützende Immunreaktion. Sensible oder familiär vorbelastete Babys können unter plötzlich ansteigendem oder hohem Fieber (ab 38,9° C) mit einem Fieberkrampf reagieren. Anzeichen dafür sind Muskelkrämpfe, Steifwerden und Ohnmacht.

Was kannst du gegen Fieber tun? Leichte Kleidung aus Baumwolle drosselt die Körpertemperatur. Biete deinem Kind außerdem viel zu trinken an. Am besten Muttermilch, ungesüßten Tee oder abgekochtes Wasser.

Fieber – Wann müsst ihr zum Arzt? Mit Säuglingen unter sechs Monaten gehst du vorsichtshalber bei Temperaturen ab 38° C zum Kinderarzt. Ältere Babys sollten bei Temperaturen ab 38,4° C untersucht werden. Nach Fieberkrämpfen und in Verbindung mit Symptomen wie Schmerz, Schlappheit, Erbrechen oder Hautausschlag ist ein Arztbesuch ebenfalls dringend notwendig.

Was tun bei Dreitagefieber?

Charakteristisch für diese heftige, aber harmlose Viruserkrankung ist, dass die Temperatur beängstigend schnell bis zu 40° C ansteigt. Bei Säuglingen kommt oft Erbrechen und Durchfall dazu. Am häufigsten betroffen sind aber Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Das Dreitagefieber ist hochansteckend. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch beträgt zwischen 3 und 15 Tagen. Nachdem das Fieber abgeklungen ist, zeigt sich ein vom Rumpf ausgehender Hautausschlag.

So hilfst du deinem Kind bei Dreitagefieber: Achte darauf, dass dein Baby genug trinkt. Wadenwickel helfen gegen das hohe Fieber. Bleibe mit deinem Kind so lange zu Hause, bis der Ausschlag erscheint und die Diagnose somit gesichert ist.

Dreitagefieber – Wann müsst ihr zum Arzt? Auf jeden Fall bei einem Fieberkrampf. Mit Säuglingen bei erhöhter Temperatur und mit älteren Babys, wenn das Fieber länger als zwei Tage andauert.

Was tun bei Nesselfieber?

Das Nesselfieber (auch Nesselsucht genannt) ist eine relativ häufige, unangenehme, aber weitgehend harmlose Hautveränderung. Schubweise entstehen dabei stark juckende Quaddeln von unterschiedlicher Größe und Dichte. Manchmal wird die Krankheit von Fieber, Bauchschmerzen und Atemproblemen begleitet.
Ursachen für das Nesselfieber können Infekte oder Allergien gegen Nahrungs- oder Arzneimittel, aber auch gegen tierische oder pflanzliche Stoffe sein.

So hilfst du deinem Kind bei Nesselfieber: Ziehe deinem Baby möglichst lockere Kleidung an und senke die Raumtemperatur. Kühles Abwaschen oder Umschläge mit Kamille lindern den Juckreiz und beruhigen die Haut.

Nesselfieber – Wann müsst ihr zum Arzt? Bei Fieber und unstillbarem Juckreiz. Bei Atembeschwerden sofort den Notarzt rufen.

Babykrankheiten: Was tun bei Soor (Candidose)?

Soor ist eine Infektion der Haut und der Schleimhäute durch Hefepilze, mit denen sich Babys schon im Geburtskanal anstecken können. Rechtzeitig behandelt ist diese Krankheit aber in der Regel harmlos.

Mundsoor zeigt sich durch weißlichen, festsitzenden Belag auf der Mundschleimhaut und der Zunge. Betroffen sind  vor allem Babys in den ersten beiden Lebensmonaten. Die Infektion kann beim Trinken Probleme bereiten.

Windelsoor zeigt sich vor allem in den ersten sechs Lebensmonaten. Gerötete Haut, rötliche Pusteln, Knötchen, Schuppungen und offenen Hautstellen im Windelbereich können Anzeichen dieser Erkrankung sein.

So hilfst du deinem Kind bei Soor: Bei Mundsoor kannst du die Schleimhaut mit Myrrhe-Tinktur (gibt es in der Apotheke) einpinseln. Medikamentös wird Soor mit einem das Pilzwachstum hemmenden Antimykotikum behandelt. Babys können ihre Mütter beim Stillen übrigens anstecken. Deshalb solltest du deine Brustwarzen vor und nach den Mahlzeiten mit dem Antimykotikum abreiben. Flaschensauger müsst ihr nach jeder Mahlzeit gründlich auskochen und nach Ende der Behandlung austauschen. Bei Windelsoor lässt du dein Baby am besten möglichst oft ohne Windel strampeln, das beruhigt die Haut.

Soor – Wann müsst ihr zum Arzt? Mit Mundsoor sofort. Bei Soor im Windelbereich könnt ihr erst einmal beobachten. Breitet sich die Infektion aber weiter aus und wird nicht besser, solltet ihr nach zwei Tagen einen Termin vereinbaren.

Babykrankheiten: Was tun bei Keuchhusten (Pertussis)?

Die auch als Stickhusten bekannte bakterielle Infektion zählt zu den klassischen Kinderkrankheiten. Leider sind auch Neugeborene und Säuglinge betroffen, weil der Nestschutz hier nicht wirksam ist. Anzeichen für Keuchhusten sind Niesen und ein stoßend-stakkatoartiger, keuchender Husten. Diese Symptome fehlen bei Babys unter sechs Monaten. Für sie sind die Atempausen besonders bedrohlich und gefährlich.

Gegen Keuchhusten vorbeugen: Eine Impfung ist der einzig wirksame Schutz vor dem Keuchhusten. Sie kann den Ausbruch der Krankheit nicht völlig verhindern, aber sie schützt vor einem schweren Verlauf. Die Grund-Immunisierung erfolgt mit anderen Standardimpfungen ab dem 3. Monat.

So hilfst du deinem Kind bei Keuchhusten: Versuche während eines Hustenanfalls ruhig zu bleiben. Panik macht die Atemnot nämlich nur noch schlimmer. Setze dein Kind am besten aufrecht und leicht nach vorn gebeugt hin. Das erleichtert das Husten.

Keuchhusten – Wann müsst ihr zum Arzt? Wenn dein Kind nicht geimpft ist und du weißt,  dass es Kontakt hatte zu einem Infizierten, solltest du gleich zum Arzt gehen. Außerdem ist ein Arztbesuch bei den ersten Krankheitsanzeichen erforderlich.

Babykrankheiten: Was tun bei Ohrenschmerzen?

Wenn ein Baby ständig weint und sich am Ohr zupft, könnte es Ohrenschmerzen haben. Bildquelle: GettyImages/Tom Merton

Wenn Babys sich ständig am Ohr zupfen, weinen, wenig trinken und/oder fiebern, können Ohrenschmerzen die Ursache dafür sein. Bei kleinen Kindern kommen Ohrenschmerzen recht häufig vor, besonders als Folge eines Schnupfens. Manchmal verursacht auch eine Verstopfung mit Ohrenschmalz die Schmerzen.

So hilfst du deinem Kind bei Ohrschmerzen: Reinige immer nur die Hörmuschel mit klarem Wasser und führe keine Wattestäbchen ins Ohr ein. So beugst du einer Verstopfung mit Ohrenschmalz vor. Eine Mittelohrentzündung kann man zwar kaum verhindern. Sie kann aber in Rücksprache mit dem Arzt auch medikamentös behandeln: Paracetamol-Zäpfchen lindern Schmerzen, Nasentropfen machen die Nase frei.

Ohrenschmerzen – Wann müsst ihr zum Arzt? Wenn sich dein Kind nach einem Tag immer noch an die Ohren greift und weint, sind die Schmerzen wohl nicht besser geworden. Dann solltest du einen Termin vereinbaren.

Babykrankheiten: Was tun bei Bindehautentzündung?

Bildquelle: GettyImages/Georgiy Datsenko
Bindehautentzündung kommt bei Babys leider sehr häufig vor. Meistens kannst du diese Erkrankung aber gut selbst behandeln. Bildquelle: GettyImages/Georgiy Detsenko

Fast ein Drittel aller Säuglinge hat in den Wochen nach der Geburt eine Bindehautentzündung. Ursache ist meist ein verstopfter Tränenkanal. Da er sich in den ersten Lebensmonaten von selbst öffnet, ist eine Behandlung aber nur selten erforderlich.

So hilfst du deinem Kind bei Bindehautentzündung: Entferne die gelben Verkrustungen ums Augenlid mit einem feuchten, lauwarmen Tuch. Vergiss aber nicht, dir vorher die Hände zu waschen. Verwende zum Reinigen keine Kamille, sie reizt die Augenschleimhäute zusätzlich. Abgekühlter Schwarzer Tee oder Muttermilch wirken entzündungshemmend und reinigend. Gib mehrmals am Tag einige Tropfen davon in das Auge deines Babys.

Bindehautentzündung – Wann müsst ihr zum Arzt? Wenn ständig Tränen im Auge stehen, bei „verklebten“, geröteten oder geschwollenen Augen oder wenn du den Eindruck hast, dass die Augen deines Kindes wehtun, solltet ihr zum Arzt gehen. Sind Bakterien die Ursache eines Infekts, muss die Bindehautentzündung nämlich mit antibiotischen Augentropfen behandelt werden.

Babykrankheiten: Was hilft bei Erkältung?

Bei verschnupften Babys, die beim Trinken nur schwer Luft bekommen, solltest du den Nasenschleim mit einem Saugballon (Apotheke) entfernen. Aber bitte saug nicht zu kräftig und zu oft, weil sonst die Nasenschleimhaut anschwillt. Auch eine physiologische Kochsalzlösung sorgt für eine freie Nase. Die Salzlösung kannst du einfach mit der Pipette einträufeln. Nasentropfen mit Wirkstoff solltest du nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt und nicht länger als eine Woche anwenden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Schleimhaut geschädigt wird.

Wann müsst ihr zum Arzt bei Erkältung? Bekommt dein Kind hohes Fieber, Atemnot, Schluckbeschwerden oder Hautausschlag, solltet ihr die Kinderarztpraxis ansteuern. Und natürlich auch, wenn sich die Erkältungsbeschwerden deutlich verschlimmern.

Wie könnt ihr einer Erkältung vorbeugen: In der Schnupfensaison kann regelmäßiges Händewaschen einer Ansteckung vorbeugen. Durch gemäßigten Klimawechsel bringst du außerdem das Abwehrsystem deines Babys  auf Trab. Pack deinen kleinen Schatz warm ein und gehe viel draußen spazieren. Der Körper wird so leichter mit Infekten fertig.

Babykrankheiten: Was tun bei Halsschmerzen?

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Ist der Hals deines Kindes nach zwei Tagen immer noch gerötet und es fühlt sich unwohl, solltet ihr zum Kinderarzt gehen. Bildquelle: gettyImages/naumoid

Halsschmerzen entstehen durch Entzündungen im Rachenraum, bei Kindern unter zwei Jahren meist durch Viren ausgelöst. Sind jedoch – was extrem selten vorkommt – Bakterien die Ursache, muss die Entzündung medikamentös behandelt werden, um gefährliche Spätfolgen wie rheumatisches Fieber zu verhindern.

So hilfst du deinem Kind bei Halsschmerzen: Zur Luftbefeuchtung eine Schüssel mit Wasser aufstellen (geriebenen Thymian oder Salbei zusetzen). Biete deinem Kind auch immer wieder ein Getränk an. Warme Halswickel können die Schmerzen ebenfalls lindern.

Wann müsst ihr zum Arzt? Bei starken Halsschmerzen oder wenn die Beschwerden nach zwei Tagen nicht besser werden, solltest du einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren.

Babykrankheiten: Was tun bei Verstopfung?

Der Stuhlgang ist bei Säuglingen noch unregelmäßig: Er kommt zu unterschiedlichen Zeiten, sieht unterschiedlich aus und ist mal breiig, dann wieder fester. Wenn also bei deinem voll gestillten Säugling die Windel drei oder gar vier Tage leer bleibt, so handelt es sich meist um eine harmlose „Scheinverstopfung“. Eine echte Verstopfung mit hartem Stuhl droht erst mit der Beikost. Weitere Anzeichen, die auftreten können sind Bauchweh, Appetitlosigkeit und Unwohlsein.

Wie kannst du deinem Kind bei Verstopfung helfen? Laktulose (aus der Apotheke) verflüssigt den Stuhl: Gib 1 TL davon in den nächsten Tee oder die nächste Flaschenmahlzeit. Ist der folgende Stuhl noch immer hart, steigere die Dosis auf 2 TL bei der nächsten Flasche. Genauso lässt sich der Stuhl auch mit Pflaumen- oder Birnensaft regulieren (Faustregel: 1 EL pro Lebensjahr). Beikostkinder gibst du bei Verstopfung am besten ballaststoffreiche Getreidebreie oder rühre 1 TL Keimöl in den Babybrei.

Verstopfung – Wann müsst ihr zum Arzt? Bei „echter“ Verstopfung und anhaltendem Weinen, müsst ihr umgehend zum Arzt. Muss sich dein Kind übergeben, solltet ihr sofort ins Krankenhaus.

Babykrankheiten: Was hilft bei 3-Monats-Koliken?

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Manche Babys mit 3-Monats-Kolliken können im sogenannten Fliegergriff entspannen. Bildquelle: GettyImages/Ondrooo

Sichere Anzeichen dafür, dass dein Kind 3-Monats-Koliken hat, sind unerklärliche Weinanfälle meist in den Abendstunden und kurz nach dem Trinken. Die Kleinen lassen sich dann auch nur schwer und nur für ganze kurze Zeit beruhigen. Schätzungsweise jedes fünfte Baby hat heftige 3-Monats-Koliken. Die Ursache ist aber unklar. Es scheint sich um eine Anpassungsstörung an die hektische Umwelt zu handeln. Einziger Lichtblick: Die quälenden Koliken hören in der Regel nach den ersten drei bis vier Lebensmonaten wieder auf.

Wie kannst du deinem Kind bei 3-Monats-Koliken helfen? Ein geregelter Tagesablauf und eine unaufgeregte Atmosphäre sorgen für ein stressfreies Umfeld. Das wirkt beruhigend und entspannend auf das Baby und lindert die Beschwerden. Außerdem tut es dem Kleinen gut, wenn du ihm im Uhrzeigersinn über den Bauch streichelst –  eventuell mit etwas Fenchel- oder Kümmelöl. Fencheltee verabreicht als Getränk sorgt ebenfalls für Entspannung im Bauch. Schnuller geben, eng in ein Tuch wickeln, im Tuch auf dem Rücken oder das Kind in der Fliegerstellung tragen – all das könnte für dein Kind das Richtige sein.  Probier einfach aus, was deinem Kind gut tut.

Babykrankheiten: Was tun bei einem Magen-Darm-Infekt?

Ein Magen-Darm-Infekt wird meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Das größte Problem: Weil der Körper bei Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit verliert, droht Austrocknung. Besonders gefährlich ist das bei Rota-Viren, die vor allem bei Babys und Kleinkindern weit verbreitetet sind.

Wie hilfst du deinem Kind bei einem Magen-Darm-Infekt? Solange dein Baby einen Brechreiz hat, gib ihm nichts zu essen. Achte aber darauf, dass es viel trinkt. Ideal sind Kamille- und Fencheltee, denn sie liefern Flüssigkeit und beruhigen die Darmschleimhaut. Bei reinen Darminfekten ernährst du dein Baby wie gewohnt weiter. Muttermilch enthält übrigens sogar Wirkstoffe gegen Durchfall. Ein wunder Po braucht aber besondere Pflege: Wechsel häufig die Windel und lass dein Baby möglichst oft „unverpackt“ strampeln. Zinkoxidhaltige Salbe beruhigt außerdem Entzündungen.

Magen-Darm-Infekt – Wann müsst ihr zum Arzt? Tritt neben Erbrechen oder Durchfall Fieber auf, solltet ihr unbedingt zum Arzt. Und natürlich, wenn dein Kind schlecht oder gar nicht trinkt. Dann droht eine lebensbedrohliche Austrocknung. Säuglinge unter sechs Monaten sollten schon bei den ersten Anzeichen eines Magen-Darm-Infekts vom Arzt untersucht werden. Übrigens: Einem Magen-Darm-Infekt könnt ihr durch gründliches Händewaschen vorbeugen. Achtet auch bei der Zubereitung von Babykost auf besondere Hygiene.

Bildquelle: GettyImages/Radist

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