Kinder im Internet: Wie Sie Ihr Kind vor Risiken schützen

Kleinkind

Kinder im Internet: Wie Sie Ihr Kind vor Risiken schützen

Kinder gehen heutzutage beinahe selbstverständlich mit dem Internet um. So können Eltern ihre Kinder vor Risiken im Internet schützen.

Laut Bitkom-Studie ist fast jedes Kind ab zehn Jahren regelmäßig online. Die traurige Kehrseite: Jedes sechste Mädchen wurde im Internet schon einmal sexuell belästigt.

Wofür Kinder das Internet gebrauchen können: Online lernen heute Standard

Laut der aktuellen Studie "Jugend 2.0" des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) nutzen 98 Prozent der zehn- bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen dasInternet. 76 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen surfen für die Schule oder Ausbildung im Internet. Das Lernen mit dem Internet gehört in vielen Familien und Schulen inzwischen fast zum Alltag: Laut neuesten Untersuchungen sind heute mehr als 75 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen online und rund die Hälfte der sechs- bis neunjährigen Kinder sowie rund zwei Drittel der Zehn- bis Zwölfjährigen suchen mindestens einmal wöchentlich im Internet nach Informationen für die Schule. Dank Internet können sich Kinder bei Recherchen für Hausaufgaben und Referate auf dem neuesten Stand der Dinge bringen. Ein unschätzbarer Vorteil, besonders in einer Zeit, in der sich das Wissen in enormer Geschwindigkeit vergrößert.

Internet-Tipps für Kinder: Hier können Kinder nach Herzenslust surfen

Unbekümmertes Surfen ist auf ausgewiesenen Kinderseiten möglich.

Internet-Tipps für Kinder: Hier können Kinder nach Herzenslust surfen

www.blinde-kuh.de ist eine der bekanntesten Suchmaschinen für Kinder, die hier frei nach Stichworten oder in vorgegebenen Bereichen wie Spielen und Lernen nach kindgerecht aufbereiteten Angeboten suchen können.
www.helles-koepfchen.de ist ebenfalls eine Suchmaschine für Kinder. Darüber hinaus finden Kinder hier Spiele, Wissenswertes und kindgerecht aufbereitete Nachrichten
www.kidsville.de ist eine wahre Fundgrube. Hier können Kinder ab sechs Jahren malen, Geburtstagsgrüße versenden, Umfragen starten, eigene Möbelstücke für ihr Traumhaus entwerfen und in der Internauten-Schule ein Diplom für die fachkundige Internetbenutzung erwerben.
www.lernhelfer.de/schuelerlexikon ist ein kostenloses Online-Schülerlexikon des Duden-Verlags. Mit über 250000 Suchwörtern und mehr als 10000 Themenbeiträgen ein umfangreiches Nachschlagewerk.
www.wasistwas.de ist die an die bekannte Buchreihe „Was ist was“ angelehnte Wissensseite des Tessloff Verlags im Internet. Geschichte, Natur und Tiere, Technik, Sport und Kultur - die ganze Welt des Wissens auf einen Klick.

Kind vor Gefahren im Internet schützen: 10 Regeln

Mit schlauen Regeln können sie ihr Kind vor Gefahren im Internet schützen.

Kind vor Gefahren im Internet schützen: 10 Regeln

Mit diesen 10 Regeln können Eltern ihr Kind beim Umgang mit dem Internet unterstützen (nach der „Schau hin!“- Initiative des Bundesfamilienministeriums): Internetkenntnisse: Unterstützen Sie die positive Einstellung Ihres Kindes zum Internet. Surfen Sie selbst, um Ihrem Kind interessante, möglichst werbefreie Seiten zeigen zu können. Den Umgang mit dem Internet sollten Eltern grundsätzlich mit ihren Kindern gemeinsam erlernen.Gemeinsam surfen: Begleiten Sie Ihr Kind beim Surfen. Dies bedeutet nicht, dass Sie es durchgängig beaufsichtigen oder kontrollieren müssen. In Rufweite zu sein, genügt, um dem Kind gegebenenfalls Hilfestellung zu geben. Aber: Kinder, die noch nicht richtig lesen und schreiben können, sollten nicht allein ins Internet gehen.Über Probleme sprechen: Verabreden Sie mit Ihrem Kind, dass es Ihnen die Dinge im Internet zeigt, die ihm seltsam vorkommen oder Angst machen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gute und schlechte Angebote im Netz und melden Sie problematische Seiten an www.jugendschutz.net Zeitplan: Vereinbaren Sie feste Surf-Zeiten. Erklären Sie Ihrem Kind, dass das Surfen Geld kostet und es deshalb sparsam und dosiert mit dem Medium umgehen sollte. Bei älteren Kindern kann sich eine Flatrate lohnen.Kindgerechte Schutzsoftware: Installieren Sie auf dem Computer eine kindgerechte Startseite (z.B. www.seitenstark.de) und eine Filtersoftware entsprechend dem Alter Ihres Kindes.Adressenverzeichnis anlegen: Erstellen Sie mit Ihrem Kind ein eigenes Verzeichnis mit Lesezeichen bzw. Favoriten, das gemeinsam gepflegt und erweitert werden kann. So kann Ihr Kind seine Lieblingsseiten direkt anwählen und muss nicht wahllos im Netz herumsuchen.E-Mail-Konto einrichten: Richten Sie Ihrem Kind eine E-Mail-Adresse ein, bei der sein wirklicher Name nicht erkennbar ist. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es seine E-Mail-Adresse nicht achtlos weitergeben darf, da sonst „Junk-Mails“ (Werbung und sonstiger Datenmüll) in seinem Postfach landen.Persönliche Daten: Machen Sie Ihr Kind mit den Sicherheitsregeln im Internet vertraut. Dazu gehört, dass es persönliche Daten über sich und die Familie nicht online weitergeben darf. Kinder müssen wissen, dass sie sich niemals allein mit einem anonymen „Cyberfreund“ treffen dürfen.Downloads und Bestellungen: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es Sie fragen muss, bevor es etwas herunterlädt oder an Gewinnspielen teilnimmt. Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Kind keine Kreditkartenummern zugänglich machen, die einen Einkauf per Mausklick ermöglichen.Erfahrungsaustausch: Erkundigen Sie sich über den Internet-Einsatz in der Schule. Sprechen Sie auch mit anderen Eltern über deren Erfahrungen mit „Kindern im Internet“.

Kinder lernen in der Schule verstärkt mit dem Internet umzugehen

Kinder sollten in Familie und Schule einen vernünftigen Umgang mit dem Internet lernen.

Kinder lernen in der Schule verstärkt mit dem Internet umzugehen Dazu müssen Mütter und Väter keineswegs Experten sein, sie sollten sich aber mit den wichtigsten Anwendungsbereichen und Funktionen des Internet auskennen und über grundlegende Kenntnisse der Netzstruktur verfügen. Vorteil: Kinder, die den Umgang mit dem weltweiten Datennetz im geschützten Raum der Familie lernen, können nicht nur sinnvoll mit den Inhalten umgehen und die Qualität der Informationen einschätzen, sondern sind auch sensibilisiert für Gefahren, die im Netz lauern. Dass viele Kinder heute mit ersten Computer- und Interneterfahrungen in die Grundschule kommen, kann Hans Georg Britz-Mauch bestätigen. Ohnehin hat seine Schule in punkto neue Medien die Nase weit vorn: Mit zwei Computerräumen (je fünf PCs, Laserdrucker, Scanner), zwei Terminals in jedem Klassenraum, drei Notebooks mit WLAN, zwei Apple iMacs für Videobearbeitung und -schnitt (alle vernetzt), digitalen Foto-/ Videokameras und Beamer gehört die Karoline-Kaspar- Schule zu den rund 40 Schulen in Baden-Württemberg, die am Modellversuch „Mulitmedia in Grundschulen“ teilnehmen. Werden die Schüler der ersten und zweiten Klassen mit den Grundlagen des Umgangs mit Computern vertraut gemacht (Handhabung der Maus, Begreifen von Symbolen, Funktion von Kennworten, Gebrauch von Lernprogrammen etc.) geht es in den beiden darauffolgenden Schuljahren um den Erwerb technischer Kenntnisse, gezieltes Navigieren, das Erkennen von Vernetzungen sowie die Nutzung des Internet fürs Lernen und die Informationsbeschaffung im täglichen Leben. Von einer Internet-Revolution in deutschen Klassenzimmern zu sprechen, hält Dr. Christine Feil vom Deutschen Jugendinstitut indes für übertrieben trotz vielversprechender Ansätze und einer gewissen Aufbruchstimmung. Zu bedenken gibt sie, dass eine fundierte Bildung immer noch die beste Voraussetzung für einen vernünftigen und klugen Umgang auch mit dem Internet ist.

Internet regt Kinder zum entdeckenden Lernen an

Entdecken und Lernen: Surfen für und in der Schule.

Internet regt Kinder zum entdeckenden Lernen an

Dennoch sieht Hans Georg Britz-Mauch, Lehrer und Multimediabeauftragter an der Karoline-Kaspar- Schule, im Internet nur eine Ergänzung zum herkömmlichen Lehrangebot: „Bei uns wird das Internet hauptsächlich zur Recherche im Fach Sachkunde eingesetzt. Geht es zum Beispiel um Waldtiere im Winter, besorgen sich die Kinder entsprechende Informationen im Netz.“ Auch bei der Projektarbeit leistet das Internet gute Dienste. „Das macht den Kindern richtig Spaß, wenn sie ihre Plakate und Präsentationen zu frei gewählten Themen wie Formel 1‘ oder Die sieben Weltwunder mit Texten und Bildern aus dem Internet ausstatten können“, sagt Britz-Mauch. Genau im Bereich der freien Arbeitsformen sehen auch Medienpädagogen wie Hartmut Mitzlaff den größten Nutzen des Computers in der Grundschule: „Im Wochenplanunterricht, in der Freiarbeit und in projektorientierten Arbeitsformen regt der Computer wie kein anderes Medium zum entdeckenden Lernen an.“ Weil sich Kinder die Informationen im weltweiten Datennetz frei erarbeiten können, stellt es nach Ansicht von Prof. Stefan Aufenanger ein ideales Hilfsmittel dar, um individuelles und konstruktives Lernen zu fördern. „Lernen wird als aktiver und selbstgesteuerter Prozess erfahren“, sagt der Erziehungswissenschaftler und rät Eltern, die Medienkompetenz ihrer Kinder frühzeitig zu stärken.

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