Mit Kind im Freibad: 10 Tipps

Kleinkind

Mit Kind im Freibad: 10 Tipps

Kaum sind die sommerlichen Temperaturen bei uns angekommen, zieht es viele Familien ins Freibad. Aber mit Kindern ist der Besuch nicht selten eine ganz schön stressige Herausforderung – Hitze, Trubel und Rutschgefahr. Mit diesen zehn Tipps wird der Freibadbesuch auch mit Kind zu einem entspannten Ausflug.

Die Sonnenstrahlen kitzeln beim Aufwachen die Nase, das Thermometer überschreitet die 25 Grad Marke, gefrühstückt wird draußen – und dann? Ab ins Freibad! Für Eltern kann sich der Schwimmbad-Besuch auf einem hohen Stresslevel abspielen, schließlich ist das kühle Nass nicht immer ungefährlich, vor allem für Kleinkinder: Eingeatmetes Wasser, nasser, rutschiger Boden und großes Getümmel können einige Gefahren mit sich bringen. Doch keine Panik –  wenn du ein paar Dinge beachtest, kann nicht mehr viel schiefgehen. 

Tipp 1: Mittagshitze meiden

Um dein Kind vor zu viel UV-Strahlung zu schützen, solltest du am besten früh morgens oder am späten Nachmittag das Freibad besuchen. Die Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr kann schnell zu Sonnenbrand oder -stich führen. Vor allem Vormittags ist der Trubel meist noch nicht so groß.

Tipp 2: Ein schattiges Plätzchen suchen

Kinderhaut ist besonders empfindlich und an einem Tag im Freibad ist sie oft und lange den heißen Sonnenstrahlen ausgesetzt. Um dein Kind zu schützen, solltest du deine Handtücher daher unbedingt im Schatten ausbreiten. Am besten suchst du dafür eine möglichst große schattige Fläche aus, schließlich wandert die Sonne den Tag über. So musst du nicht mehrmals umziehen. Ein dunkles Tuch kann zusätzlichen Schutz vor der Sonne bieten.

Tipp 3: Sonnencreme nicht vergessen

Auch wenn du dir und deinem Kind einen Platz im Schatten gesichert hast, solltest du dein Kind unbedingt mit Sonnencreme schützen. Da Kinderhaut besonders empfindlich ist, wähle eine Kindersonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor aus. Außerdem sollte sie wasserfest sein. Und nicht vergessen: Immer wieder nachcremen.

Tipp 4: Kopfbedeckung

Die heiße Sonne ist für Kinder besonders anstrengend. Damit das Herumtoben in der Sonne dennoch problemlos möglich ist, setze deinem Kind einen Sonnenhut oder ein Cap auf.

Tipp 5: Badeschuhe bieten Halt

Gerade in der Nähe des Pools ist der Boden im Freibad oft nass und rutschig. Damit dein Kind hier nicht ins Schlittern gerät, ist es sinnvoll, ihm Badeschuhe anzuziehen. Sie geben optimalen Halt und dürfen auch im Schwimmbecken getragen werden.

Tipp 6: Schwimmhilfen anlegen

Solange dein Kind noch keinen Schwimmkurs besucht hat, solltest du ihm unbedingt Schwimmflügel anlegen. Sie bieten zwar keine hundertprozentige Sicherheit, helfen aber, den Kopf über Wasser zu halten und erleichtern so die ersten Kontakte mit dem kühlen Nass. Schwimmtiere oder Ringe sehen vielleicht spaßiger aus, bieten aber weniger Sicherheit. Hier besteht Abrutschgefahr. Wenn dein Kind sehr quirlig ist und du Sorge hast, es in der Menge zu verlieren, kannst du auf die Schwimmflügel sogar noch deine Telefonnummer notieren –  für alle Fälle.

Tipp 7: Wassertemperatur beachten

Bevor es ab ins Wasser geht, solltest du die Wassertemperatur überprüfen. Achte darauf, dass der Unterschied zwischen Wassertemperatur und Außentemperatur nicht zu groß ist. Einen großen Unterschied kann der Körper von Kleinkindern nicht gut ausgleichen, was zu Reaktionen wie beispielsweise Durchfall führen kann. Babys sollten auch nur kurz ins Wasser. Mit steigendem Alter kann dann auch die Badezeit steigen. Achte auf jeden Fall darauf, dass deinem Kind nicht kalt wird. Nach dem Baden unbedingt Windel oder Badesachen ausziehen und das Kind warm einmummeln.

Tipp 8: Nur unter Aufsicht schwimmen

Egal, ob dein Kind schon erste Schwimmerfahrungen gesammelt hat oder nicht: Behalte dein Kind im Wasser immer im Auge. Auch Schwimmflügel, ein Schwimmring oder eine Poolnudel geben dir keine Garantie, dass beim Schwimmen nicht doch mal etwas schiefgeht. Gerade wenn im Wasser viel los ist, besteht die Gefahr, dass dein Kind zu viel Spritzwasser einatmet. Deshalb behalte es immer im Blick.

Tipp 9: Du bist die Aufsichtsperson

Das Kind schwimmt im Wasser, der Bademeister steht am Beckenrand: Wie verlockend einfach mal für einen Moment die Augen zu schließen oder im Roman weiterzulesen, den du schon seit Tagen nicht mehr anrühren konntest. Dieser Verlockung solltest du aber lieber widerstehen. Auch ein Bademeister sieht nicht alles, vor allem, wenn das Freibad stark gefüllt ist. Passiert tatsächlich etwas, läuft es nicht so ab, wie du es vielleicht mit großer Dramatik in Hollywoodfilmen schon einmal gesehen hast: Das Kind schreit nicht laut oder zappelt hektisch im Wasser. Kinder ertrinken leise. Aufgrund des überproportional großen Kopfes verlieren sie leicht das Gleichgewicht und fallen in das Becken. Dabei geraten sie in eine Schockstarre und schaffen es nicht, auf sich aufmerksam zu machen. Deshalb solltest du immer mindestens ein Auge auf deinem Kind haben.

Tipp 10: Die Notfall-Apotheke

Kleine Unfälle sind mit kleinen Kindern nicht zu vermeiden und gewiss auch klein kein Weltuntergang. Um bei kleinen Wunden und Schürfungen vorbereitet zu sein, packe eine kleine Notfallapotheke ein: Pflaster, Desinfektionsspray, Insektenschutzspray und ein kühlendes Gel bei Insektenstichen, Feuchttücher und das Plüschtier zum Trost solltest du auch wenn möglich parat haben.

Bildquelle:

Getty Images

Galerien

Lies auch

Teste dich