Schlechte Noten nach dem Übertritt: Was tun?

Kleinkind

Schlechte Noten nach dem Übertritt: Was tun?

Der Übertritt an die weiterführende Schule ist gerade geschafft, und dann das: Mit den ersten Schulaufgaben sacken die Noten Ihres Kindes plötzlich in den Keller. In der Grundschule gab es doch auch nie Probleme! Ist das Kind für die gewählte Schulform etwa nicht geeignet?

Übertritt bedeutet Systemwechsel

Kein Panik, wenn die Noten absacken!

Der Übertritt an eine weiterführende Schule ist immer auch ein krasser Systemwechsel. Der gewohnte Trott der Grundschule wird getauscht gegen eine völlig neue Umgebung mit ganz anderen Regeln. Ihr Kind muss sich in einem unbekannten Gebäude zurechtfinden, hat lauter fremde Klassenkameraden und auf dem Schulhof gehört es wieder zu den Kleinen. Wer auf der Grundschule gewohnt war, immer zu den Besten zu gehören, muss sich jetzt mit allen Besten aus anderen vierten Klassen messen.
Auch sonst ist die Kuschelphase in der Schule vorbei: Viele neue Fächer, jedes wird unterrichtet von einem anderen Lehrer. Das Lernpensum steigt deutlich, Unterrichtsstil und Lehrmethoden sind fremd und die alte Klassenlehrerin als „Mama-Ersatz“ fehlt auch. Zudem verstehen sich die Fachlehrer in Gymnasium oder Realschule eher als Lehrkräfte denn als Ansprechpartner für die persönlichen Nöte. In erster Linie geben die Noten den Ton an, und die Schüler spüren natürlich diesen Druck, sich im neuen Schulumfeld zu bewähren. Dazu kommt: Nicht alle Grundschulen bereiten ihre Schüler gut auf den Übertritt vor, auch das kann zu einem anfänglichen Abfall des Notenspiegels führen.

Kein Grund zur Panik!

Mit dem Übertritt werden die Karten also erst mal neu gemischt, ein Schulwechsel kann Ihr Kind durchaus so verunsichern, dass das Leistungsniveau erst mal absinkt. Geben Sie ihm ein halbes Jahr Zeit für die Eingewöhnungsphase. Die weiterführende Schule kann mit ihrem System dem Kind auch ganz andere Chancen eröffnen. Nach vier Jahren Grundschule, wo der Stundenplan hauptsächlich von Lesen, Rechnen und Schreiben bestimmt war, bedeuten neue Fächer auch neues Glück. Denn mit der differenzierten Ausrichtung auf Naturwissenschaften, Sprachen und musisch-künstlerische Fächer kann Ihr Kind seine Fähigkeiten ausloten und entdecken. Wer in Sprachen nicht punktet, kann dafür in den Naturwissenschaften glänzen. Bleiben Sie gelassen, machen Sie Ihrem Kind Mut, sprechen Sie ihm Selbstvertrauen zu und bieten Sie ihm Hilfe an. Zusätzlichen Stress und Druck von zu Hause kann Ihr Kind gerade in der ersten Zeit nach dem Übertritt nicht brauchen. Wichtig ist, mit geeigneten Maßnahmen auf den Leistungsabfall zu reagieren.

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