Studie: Kinder lieben Zeitschriften ... Eltern auch!

Von wegen Print ist tot

Studie: Kinder lieben Zeitschriften ... Eltern auch!

Wer hätte das gedacht: Auch in Zeiten von Smartphone, Tablet und eReader sind Zeitschriften noch immer superbeliebt bei den Kids. Richtig gelesen. Und ja, wir meinen Heftchen aus gutem alten Papier!

Lesen ist in: 74 % der 6 bis 13-Jährigen lesen mindestens eine Zeitschrift pro Woche.

Die Kinder-Medien-Studie 2019* zeigt deutlich, dass man Kinder zwischen 6 und 13 Jahren auch heute noch mit einer Zeitschrift eine große Freude machen kann. 74 % dieser Altersgruppe lesen mindestens eines der von den Verlagshäusern angebotenen und in der Studie abgefragten 46 Kindermagazinen.

Kinder lesen mehr, nicht weniger

Es zeichnet sich deutlich der Trend ab, dass unsere Kinder auch in diesen digitalen Zeiten mehrmals die Woche zu einer Zeitschrift greifen und lesen: Die Nutzung von Zeitschriften, Comics und Büchern hat sich gegenüber 2017 um weitere 5 % gesteigert und liegt jetzt bei guten 76 %.

Von der ersten bis zur letzten Seite

Unsere Kinder lieben ihre Zeitschriften sogar so sehr, dass 90 % von ihnen die Heftchen von der ersten bis zur letzten Seite aufsaugen und dabei nicht ein Wort auslassen. Und selbst wenn das Magazin ausgelesen ist, blättern die jungen Leser noch gerne darin und lesen ihre Lieblingspassagen ein zweites oder gar drittes Mal. Warum? Ganz einfach: 91 % der befragten Mädchen und Jungs haben einfach Spaß bei ihrer Lektüre und freuen sich daran, dass sie durch das Lesen etwas lernen können.

Nur ich und mein Heft

Und im Gegenteil zum Trend bei den Erwachsenen, die meist multimedial unterwegs sind und beim Lesen nebenher oft noch ein andere Medium nutzen, wollen sich unsere Kinder voll und ganz auf ihren Lesespaß konzentrieren: 81 % wollen während des Lesens ihrer Magazine nebenbei nichts anderes lesen, hören oder schauen. Nur ich und meine Zeitschrift, lautet das Credo der Kids!

Scheinbar lieben Kinder auch den haptischen Umgang mit Papier, denn 75 % der 4- bis 13-Jährigen lesen ihre Zeitschrift in der klassischen Printausgabe, nur 8 % lesen hin und wieder auch die digitale Version.

Kinder und Eltern lesen gemeinsam

Und wenn die Kinder mit ihrer Lektüre durch sind, ist noch lange nicht Schluss. Denn dann sind die Eltern an der Reihe. 95 % der Eltern der 4- bis 5-jährigen Leser begleiten ihre Kinder beim Lesen, was nur logisch ist, schließlich können die wenigsten Kinder in diesem Alter schon lesen. Je älter die Kinder werden, desto selbstständiger gehen sie mit ihren Zeitschriften um, sodass der Mitlese-Anteil der Eltern mit ansteigendem Alter des Kindes sinkt. Bei den 6- bis 9-Jährigen lesen nur noch 80 % der Eltern mit und bei den 10 bis 13 Jahre alten Kindern im Schnitt nur noch 66 %.

Die abgefragten Zeitschriften werden im Schnitt also auch von 6,3 Millionen Eltern gelesen. Das liegt daran, dass Eltern Kinderzeitschriften für hochwertiger und sinnvoller erachten als Inhalte im Fernsehen, Radio oder Internet. Die Begründungen hierfür sind so einfach wie nachvollziehbar: 89 % der Eltern finden es gut, dass Magazine wiederholt genutzt werden können und auch genutzt werden und 86 % sehen es positiv, dass ihre Kinder die Printmedien in ihrem eigenen Tempo entdecken können. 84 % gehen davon aus, dass ihre Kinder aus Kinderzeitschriften etwas lernen und 77 % finden, dass die Heftchen komplexe Inhalte für Kinder verständlich aufbereiten. Außerdem halten 74 % der Eltern das Lesen von Zeitschriften für eine sinnvolle Betätigung.

Und was lesen Kinder heutzutage am liebsten?

Auf den Spitzenplätzen der Beliebtheit liegen bei den Kindern Zeitschriften, die auch wir Eltern schon kannten – vielleicht lesen auch deshalb so viele Eltern gerne mit oder schmökern gar die ausgelesenen Heftchen ihrer Kinder. Bei den 6- bis 13-Jährigen nehmen  „Disney Lustiges Taschenbuch“, „Micky Maus Comics“ und „Just Kick-it“ die Plätze auf dem Siegerpodest ein. Bei den jüngeren Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren führen „Benjamin Blümchen“, „Bussi Bär“ und „Winnie Puuh“ das Ranking an.
Bis auf “Just Kickit” alles Titel, die es schon in der Kindheit von uns Eltern gab – wenn nicht als Zeitschrift, dann wenigstens als Hörspiel oder Comic in Zeitungen.

Quelle:
*Kinder Medien Studie 2019

Bildquelle: Getty Images

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