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WELT-MENINGITIS-TAG AM 24. APRIL 2021

Welt-Meningitis-Tag am 24. April 2021

Bakterielle Hirnhautentzündung trifft häufig die Kleinsten – so kannst du dein Baby schützen

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Lars war noch ein Baby, als seine Mutter ihn ins Krankenhaus brachte. Er zitterte ununterbrochen und war blau angelaufen. Die Ärzte vermuteten eine Meningokokken-Meningitis, die sich rasch bestätigte. Der kleine Junge überlebte die bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis) nur knapp, ist seitdem auf beiden Ohren taub. Tatsächlich treffen Meningokokken-Erkrankungen leider am häufigsten Babys und Kleinkinder. Der Welt-Meningitis-Tag am 24. April 2021 macht daher auf einen frühzeitigen und umfassenden Impfschutz aufmerksam.

Meningokokken sind als Auslöser einer Meningitis zum Glück selten. Die Erkrankung kann jedoch jeden treffen und innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden.(1) Aufgrund ihres noch nicht ganz ausgereiften Immunsystems sind Babys und Kleinkinder besonders gefährdet, an den Bakterien zu erkranken.(2)

Eltern können ihre Kleinen schon sehr früh schützen

Dass man Kinder gegen Meningokokken impfen kann, wissen viele Eltern. Die Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C wird standardmäßig im Impfplan der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder im Alter von zwölf Monaten empfohlen.(3) Doch damit sind die Kleinen noch nicht umfassend gegen Meningokokken-Bakterien geschützt, denn es gibt verschiedene Meningokokken-Gruppen. Meningokokken B sind mit mehr als 60 Prozent aktuell für die meisten Erkrankungen in Deutschland verantwortlich, gefolgt von Y und C.(4)

„Für einen bestmöglichen Schutz sollten Eltern ihre Kinder- und Jugendärztin bzw. ihren -arzt auch auf die zusätzlich mögliche Meningokokken-B-Impfung und die Kombinationsimpfung gegen ACWY ansprechen – idealerweise schon bei der U3-Untersuchung“, rät Kinder- und Jugendarzt Dr. von Landwüst, mit dem wir weiter unten noch ein ausführliches Interview führen. Viele Krankenkassen erstatten die Impfungen auf Anfrage vollständig oder teilweise. Nachfragen lohnt sich!

Babys und Kleinkinder erkranken am häufigsten an Meningokokken. Bild: GlaxoSmithKline
Babys und Kleinkinder erkranken am häufigsten an Meningokokken. Bild: GlaxoSmithKline

Unspezifische und grippeähnliche Symptome erschweren die Diagnose

Eine Meningokokken-Erkrankung beginnt meist mit ungenauen und
grippeähnlichen Symptomen.(5) Es können Fieber, Erbrechen, Schläfrigkeit, Krämpfe sowie bei Babys eine vorgewölbte oder harte Fontanelle – das ist die Spalte zwischen den Schädelplatten – auftreten.(6) Gerade bei Babys, die noch nicht sprechen können, sind diese unspezifischen Symptome nur schwer auszumachen und oftmals trügerisch mild. Auch Lars war zunächst nur ungewöhnlich schläfrig. Erst als er nicht mehr aufhörte zu zittern und blau anlief, fuhr seine Mutter direkt mit ihm ins Krankenhaus.

In Deutschland stehen drei Meningokokken-Impfungen zur Verfügung (B, C, ACWY). Bild: GlaxoSmithKline
In Deutschland stehen drei Meningokokken-Impfungen zur Verfügung (B, C, ACWY). Bild: GlaxoSmithKline

Schwere Folgen bei Meningokokken-Erkrankungen möglich

Bei einem Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sollte das Kind, so wie Lars, sofort ins nächste Krankenhaus gebracht werden. Je früher mit einer Antibiotikatherapie begonnen wird, desto wahrscheinlicher können Folgeschäden vermieden werden. Trotzdem kommt es bei 10-20 Prozent aller Betroffenen einer Meningokokken-Meningitis im Anschluss zu Komplikationen wie Krampfanfällen oder Taubheit, bei Kindern gegebenenfalls auch zu Entwicklungsstörungen.(7)

Lars wurde im Krankenhaus schnell behandelt, doch es dauerte, bis ein Antibiotikum anschlug. Durch die Meningitis wurde er beidseitig taub. „Trotzdem hatte er Glück, die schwere Erkrankung zu überleben“, erklärt seine Mutter. Bis zu 10 Prozent aller Patienten versterben trotz intensivmedizinischer Behandlung.(8) Die Kinder- und Jugendärztin bzw. der -arzt kann Eltern frühzeitig über einen bestmöglichen Schutz vor Meningokokken aufklären und sie beraten.

Welt-Meningitis-Tag 2021: Bakterielle Hirnhautentzündung trifft häufig die Kleinsten

Impfungen können schwerwiegende Krankheiten verhindern und Leben retten. Daher ist es wichtig, Impftermine einzuhalten – auch während der Corona-Pandemie. Warum Schutzimpfungen vor allem bei den Kleinen wichtig sind, erklärt uns der Kinder- und Jugendarzt Dr. Stephan von Landwüst im Interview.

„Vorbeugen ist besser als heilen“ – warum die Durchimpfungsrate bei Kindern so wichtig ist. Experten-Interview mit Dr. von Landwüst

Warum ist es aktuell so wichtig darauf hinzuweisen, Impfungen zeitgerecht durchzuführen, um die Durchimpfungsrate bei Kindern aufrechtzuerhalten?

Wir sehen in der Corona-Krise, dass Eltern Termine bei der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt zu vermeiden suchen und Vorsorgeuntersuchungen nicht einhalten. Die Gesundheit der Kinder darf aber in der Pandemie nicht vergessen werden, es ist für sie sowieso schon nicht leicht – Kitas und Schulen sind zeitweise geschlossen, der Sozialkontakt ist stark eingeschränkt und sie sehen ihre Freundinnen und Freunde kaum. Das alles sind Maßnahmen, die verständlich und notwendig sind, um die Corona-Zahlen einzudämmen. Es bleibt aber wichtig, Kindern schwere Krankheiten und Leid zu ersparen und da kommen Schutzimpfungen ins Spiel.

Die Gesundheit der Kinder darf in der Pandemie nicht vergessen werden, gibt Kinder- und Jugendarzt Dr. von Landwüst zu bedenken. Bild: GlaxoSmithKline
Die Gesundheit der Kinder darf in der Pandemie nicht vergessen werden, gibt Kinder- und Jugendarzt Dr. von Landwüst zu bedenken. Bild: GlaxoSmithKline

Welche Schutzimpfungen sind für Kinder wichtig?

Im Rahmen der U-Untersuchungen stehen für Kinder in den ersten Lebensmonaten und -jahren mehrere Impfungen an, die von der
Ständigen Impfkommission standardmäßig empfohlen werden. Dazu zählt die 6‐fach‐Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung und Hepatitis B. Außerdem sieht der Standard-Impfplan Impfungen gegen Rotaviren, Pneumokokken, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Meningokokken C vor. Gegen Meningokokken-Erkrankungen sind zudem zwei zusätzlich mögliche Impfungen gegen die Meningokokken-Gruppen B und ACWY in Kombination verfügbar.

“Die Gesundheit der Kinder darf in der Pandemie nicht vergessen werden. (…) Da Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren besonders gefährdet sind, ist es unerlässlich, Impfprogramme auch während der Pandemie fortzuführen und Impftermine einzuhalten.”

Dr. Stephan von Landwüst

Worin liegt die Gefahr, wenn die Durchimpfungsrate bei Kindern sinkt?

Durch Impfungen können Infektionskrankheiten verhindert und bei einer hohen Impfquote mit einsetzender Herdenimmunität sogar ausgerottet werden. Wichtig ist daher, dass alle Impfungen bei Kindern weiterhin zeitgerecht durchgeführt und die Impfserien abgeschlossen werden, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Die WHO und UNICEF haben im letzten Jahr Alarm geschlagen, da aufgrund der Covid-19-Pandemie weltweit mindestens 30 Impfprogramme gegen Masern vorübergehend ausgesetzt wurden – womit sich das Risiko von Krankheitsausbrüchen in der Bevölkerung erhöht. Da Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren besonders gefährdet sind, ist es jedoch unerlässlich, Impfprogramme auch während der Pandemie fortzuführen und Impftermine einzuhalten. Nur so können Kinder frühzeitig und umfassend gegen Erkrankungen geschützt werden.

Frühzeitige Impfungen können Kinder vor den Erregern gefährlicher Krankheiten schützen. Daher sollte man keine Impftermine ausfallen lassen. Bild: GlaxoSmithKline
Frühzeitige Impfungen können Kinder vor den Erregern gefährlicher Krankheiten schützen. Daher sollte man keine Impftermine ausfallen lassen. Bild: GlaxoSmithKline

Was möchten Sie als Kinder- und Jugendarzt Eltern mit auf
den Weg geben?

Impfungen zählen zu den größten Errungenschaften der Medizin, die es
Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, Gesundheit zu erhalten und Leid zu
verhindern – nach dem Prinzip „vorbeugen ist besser als heilen“. Solange es ansteckende Krankheiten gibt, haben wir zum Glück durch Impfungen die Möglichkeit, uns und vor allem unsere Kinder bestmöglich zu schützen.

Ich kann nur an alle Eltern appellieren, keine Impftermine ausfallen zu lassen oder zu verschieben. Insbesondere die Vorsorgen durch U-Untersuchungen im ersten Lebensjahr erlauben keinen Aufschub, sondern sollten zeitgerecht durchgeführt werden. Frühzeitige Impfungen können Kinder vor den Erregern gefährlicher Krankheiten schützen.

“Eltern sollten frühzeitig ihre Kinderärztin oder ihren Kinderarzt auf Meningokokken-Impfungen ansprechen. Neben der Standardimpfung gegen Gruppe C sind zusätzlich Impfungen gegen Gruppe B und ACWY möglich.”

Dr. Stephan von Landwüst

Auch bei eher seltenen Erkrankungen, wie zum Beispiel durch Meningokokken, sind die Impftermine sehr wichtig. Denn eine Meningokokken-Erkrankung kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen und eine Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung hervorrufen. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, daran zu erkranken. Daher sollten Eltern frühzeitig ihre Kinderärztin oder ihren Kinderarzt auf Meningokokken-Impfungen ansprechen. Neben der Standardimpfung gegen Gruppe C sind zusätzlich Impfungen gegen Gruppe B und ACWY möglich.

Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch!

Solange es ansteckende Krankheiten gibt, haben wir zum Glück durch Impfungen die Möglichkeit, uns und vor allem unsere Kinder bestmöglich zu schützen. Bild: GlaxoSmithKline
Solange es ansteckende Krankheiten gibt, haben wir zum Glück durch Impfungen die Möglichkeit, uns und vor allem unsere Kinder bestmöglich zu schützen. Bild: GlaxoSmithKline

Weitere Infos zu Meningokokken-Erkrankungen und Schutzimpfungen findest du unter www.meningitis-bewegt.de.


Medizinische Freigabenummern:

NP-DE-MNX-PRSR-200009; 01/21
NP-DE-MNX-PRSR-200010; 01/21


Quellen:

1 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32Bnccl. Januar 2021
2 Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen”. Verfügbar unter: https://bit.ly/2X7aroA.
Januar 2021.
3 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 34/2020“. Verfügbar unter https://bit.ly/3jhaiJ0. Januar 2021.
4 RKI: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokokken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; 2019; Januar 2021.
5 Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen”. Verfügbar unter:
https://bit.ly/32GK5uR. Januar 2021.
6 RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/2X9spqp. Januar 2021.
7 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32LssKA. Januar 2021.
8 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 43/2016“. Verfügbar unter: https://bit.ly/36Vwpzq. Januar 2021.

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline (GSK)

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