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Corona: Schulen werden für mangelhafte Hygiene kritisiert

Händewaschen!

Corona: Schulen werden für mangelhafte Hygiene kritisiert

Seit Wochen wird von allen Seiten gepredigt, wie wichtig eine gute Hygiene ist, um sich vor Corona zu schützen. Jetzt beschwert sich der Bundeselternrat: An vielen Schulen herrschen mangelhafte Hygienebedingungen.

„Händewaschen nicht vergessen!" Vor allem in Zeiten von Corona erinnern Eltern ihre Kids nochmal besonders häufig an eine gründliche Hygiene. Doch was, wenn der Nachwuchs seine Hände brav waschen möchte, es aber durch fehlende Seife gar nicht möglich ist? Genau darüber beschwert sich gerade der Bundeselternrat. Wie der Spiegel berichtet, kritisieren Eltern die mangelhaften Hygienebedingungen an Schulen.

Zu wenige Toiletten, zu wenig Seife

Stephan Wassmuth, Vorsitzender des Bundeselternrats, kritisiert, dass die Klos deutscher Schulen oft nicht den Hygienestandards und -anforderungen genügen. Es fehlen Seife und Papierhandtücher bzw. Handtrockner, auch seien viele Toiletten schlicht geschlossen, die wenigen Toiletten werden nur selten gereinigt.

Der Bundeselternrat fordert deshalb nun ein schnelles Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Hygiene an den Schulen. Konkret fordern sie den Einsatz von zusätzlichem Reinigungspersonal, eine tägliche Reinigung der Sanitäranlagen, Türgriffe und Handläufe in allen Schulen sowie Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel in ausreichendem Maß. Und das dauerhaft und nicht nur in der aktuellen Corona Zeit.

Stempelaktion für saubere Hände

Stimmen die Hygienebedingungen, muss sich der Nachwuchs natürlich trotzdem der Wichtigkeit von ausgiebigem Händewaschen mit warmem Wasser und Seife bewusst sein. Um das zu trainieren, hat sich eine Lehrerin aus Helena, einer Stadt im US-Bundesstaat Montana, eine tolle Challenge überlegt: Am Morgen bekommen ihre Drittklässler einen Stempel auf die Hand. Ist er durch regelmäßiges, gründliches Händewaschen am Ende des Tages weg, bekommen die Kleinen eine Belohnung. Eine clevere Maßnahme, oder?

Schließungen nur an Schulen nötig, die von Corona betroffen sind

Was neben besseren Hygienebedingungen noch getan werden kann, um die Verbreitung vom Coronavirus zu verlangsamen, wird weiter diskutiert. Vom Vorschlag, alle Schulen für zwei Wochen zu schließen, den ein Virologe letzte Woche machte, hält der Bundeselternrat derzeit nicht viel. Das sei nur dann nötig, wenn Schulen konkret von Corona betroffen seien. Es gebe auch so schon viel zu viel Unterrichtsausfall.

 

Bildquelle: Getty Images/ChiccoDodiFC

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