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Corona-Maßnahme: Wo sind ab Montag Schulen und Kitas geschlossen?

Corona-Maßnahme: Wo sind ab Montag Schulen und Kitas geschlossen?

Corona-Virus

Nachdem das Saarland heute morgen verkündete, ab Montag die Schulen, Kitas und Kindergärten wegen des Corona-Virus zu schließen, ziehen nun weitere Bundesländer nach.

Vier Wochen Osterferien? Schulkinder werden sich freuen – wären da nicht die dramatischen Umstände, die die landesweiten Schulschließungen verursacht haben. Der Corona-Virus bringt das öffentliche Leben immer weiter zum Stillstand. Als erstes Bundesland beschloss nun das Saarland heute morgen, seine Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien in vier Wochen dicht zu machen. Die Maßnahme gilt ab Montag. Kurz darauf verkündete Bayern die gleiche Nachricht. Weitere Bundesländer haben im Laufe des Vormittags nachgezogen.

Wegen Corona: Wo bleiben ab Montag die Schulen geschlossen?

Auch in weiteren Bundesländern wird es heute Beratungen über landesweite Schulschließungen geben. Bei der gestrigen Kultusministerkonferenz waren landes- oder gar bundesweite Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Schulschließungen ab Montag gelten bislang für folgende Bundesländer:

  • Saarland
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg (ab Dienstag)
  • Hamburg
  • Thüringen (ab Dienstag)

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden andere Bundesländer im Laufe des Tages nachziehen.

Auswirkungen auf die Abiturprüfungen

In den meisten Bundesländern stehen in den nächsten Wochen die schriftlichen Abi-Prüfungen an. Wie die Prüfungspläne sich verändern, wenn nun die Schulen dicht gemacht werden, ist noch unklar. Auf der Kultusministerkonferenz hieß es gestern jedoch, dass die Prüfungen grundsätzlich stattfinden sollen. Wenn Prüfungen nicht am ursprünglichen Tag stattfinden könnten, würden sie nachgeholt.

Das sollten Eltern wissen

  • Wie es bislang aussieht, soll es keine alternativen Betreuungsangebote für Kinder geben. In Österreich z. B. können trotz Schulschließungen Kinder unter 14 Jahren bei Bedarf in den Schulen betreut werden, um Eltern das Arbeiten zu ermöglichen. Laut bayrischem Kultusministerium würde das gemeinsame Betreuen der Kinder jedoch den Sinn der Schließungen konterkarieren.
  • Werden Klassenfahrten abgesagt, werdet ihr nicht auf den Kosten sitzen bleiben: Die Stornierungskosten werden laut Spiegel wohl von den Bundesländern übernommen.
  • Die Schulschließungen können bewirken, dass nun E-Learning einmal gründlich ausprobiert wird: In Bayern sind die meisten Schulen an die Lernplattform "mebis" angeschlossen. So kann man auch während der schulfreien Zeit "mit Schülern in einem virtuellen Klassenzimmer in Kontakt treten, Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen, Lernaufgaben erledigen und austauschen und Schülern Feedback geben", schreibt das Bildungsministerium mit.
  • Die Schulpflicht ist durch die Schulschließung in manchen Ländern nicht außer Kraft gesetzt: Wo keine Schließungen geplant sind, dürfen Eltern ihre Kinder also nicht einfach wegen des Corona-Virus von der Schule fernhalten. Die Entscheidung  sollten Eltern nur in Rücksprache mit einem Arzt treffen.

Wie weitere Bundesländer heute entscheiden, lest ihr auf unserer Seite.

Bildquelle: Getty Images/smolaw11
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