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Facebook Messenger Kids: So können Eltern jetzt genauer kontrollieren

Kontrovers

Facebook Messenger Kids: So können Eltern jetzt genauer kontrollieren

Der Messenger Kids von Facebook stand schon lange in der Kritik. Nun reagiert der Facebook-Konzern und gibt Eltern die Chance, genauer zu kontrollieren, was der Nachwuchs so schreibt.

Ein Messenger für Sechs- bis Zwölfjährige klingt irgendwie wie ein Schulrucksack für Drei- bis Vierjährige: Man weiß nicht so recht, was die Altersgruppe damit anfangen soll. Facebook schien aber einen Markt dafür zu sehen, als sie den Messenger Kids im Dezember 2017 speziell für die ganz junge Zielgruppe herausbrachte. Die Idee: Kinder können darüber mit Freunden und Familie chatten, während die Eltern die volle Kontrolle haben. So können die jungen Nutzer nur Leute kontaktieren, die von den Eltern zuvor freigegeben wurden.

Leider funktionierte das nicht so wie geplant und der Messenger Kids geriet immer wieder in heftige Kritik. Das Problem: Über die Gruppenchat-Funktion konnte man die Freigabe der Eltern umgehen, Minderjährige konnten auf diese Weise trotzdem an Fremde geraten. Auch Gesundheitsexperten bewerteten die App äußerst kritisch: In einem Brief forderten sie Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf, die App wieder vom Markt zu nehmen.

So soll der Messenger Kids nun sicherer werden

Facebook reagiert nun auf die Kritik: Im Messenger Kids gibt es für Eltern ab jetzt neue Funktionen, um ihre Kinder beim Chatten besser kontrollieren können. Dafür bekommen sie ab jetzt problemlos Einblick in die Chat-Historie, können gesendete und empfangene Bilder einsehen und nachschauen, wen ihr Kind blockiert hat. Zugriff haben sie dabei über das Parent Dashboard. Über dieses können Eltern ihre Kinder auch von anderen Geräten ausloggen.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Wieso sechs- bis zwölfjährige Kids einen Facebook-Messenger brauchen sollten, ist mir schleierhaft. Schließlich darf man sich nach Facebook-Richtlinie ja auch erst ab 16 Jahren einen eigenen Facebook-Account zulegen. Da der Konzern beim Release 2017 schon versprach, der Dienst sei zu 100 % sicher für kleine Kinderhände, würde ich persönlich auf das neue Versprechen, jetzt sei aber wirklich mal alles kindgerecht, nicht vertrauen. Wer sich unsicher ist und mehr Infos über eine kindgerechte Mediennutzung sucht, findet viele tolle Ratschläge bei der Initiative "Schau hin!", die sich speziell mit dem Themenfeld Familie und Mediennutzung auseinandersetzt.

Bildquelle: Getty Images/Rawpixel

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