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Kleine Heldin: 5-Jährige rettet ihrer Mama mit einem Anruf das Leben

Kleine Heldin: 5-Jährige rettet ihrer Mama mit einem Anruf das Leben

Epilepsie-Anfall

Ein fünfjähriges Mädchen aus England wurde für ihre Mutter zur Lebensretterin. Ihre Geschichte zeigt, dass es hilfreich sein kann, wenn euer Kind weiß, wie es in Notsituationen jemanden anrufen kann.

Beim Pfannkuchen braten, fällt die Mutter plötzlich um

Die 42-jährige Nicola Collins aus Birkenhead in England bereitet gerade in ihrer Küche für ihre Tochter Pfannkuchen zu. Da erleidet sich urplötzlich einen epileptischen Anfall und fällt um. Ihre 5-jährige Tochter weiß sofort, was zu tun ist und ruft Hilfe: Autumn Lanceley nimmt sich das Smartphone ihrer Mutter und ruft via Facetime-Messenger bei der besten Freundin der Mutter an. Am anderen Ende ist nicht beste Freundin, sondern deren Nichte. Die geistesgegenwärtige Autumn bittet das Mädchen am Telefon weiterzugeben, dass ihre Mutter einen Anfall hat.

Als Hilfe herbeieilt, ist die Haustür verschlossen

Laura, die beste Freundin von Nicola, erhält die wichtige Botschaft und macht sich gleich auf den Weg. Während sie am Haus ankommt, ruft sie einen Krankenwagen, doch die Haustür ist verschlossen. Autumn musste erst den Schlüssel suchen und für Laura durch den Briefkastenschlitz werfen. So konnte Laura eintreten und sah Nicole auf dem Küchenboden. Die Rettungskräfte trafen nach kurzer Zeit ein und brachten Nicola in ein Krankenhaus. Dort wurde sie beobachtet und konnte zum Glück am nächsten Tag entlassen werden.

Ein schwerer epileptischer Anfall kann tödlich enden ...

Mit ihrer geistesgegenwärtigen schnellen Reaktion hat das kleine Mädchen ihrer Mutter das Leben gerettet. Denn ein schwerer Anfall, auch "Grand Mal" genannt, der längere Zeit andauert und nicht von selbst aufhört, kann sehr schlimm enden. Die Kleine muss instinktiv gespürt haben, dass ihre Mutter diesmal Hilfe braucht.

Nicola Collins hat seit ihrer Kindheit Epilepsie und hin und wieder leichte Anfälle. Das heißt, ihre Tochter ist mit dieser Krankheit ihrer Mutter aufgewachsen und wusste Bescheid. Die meisten epileptischen Anfälle sind harmlos und enden schnell. Doch es gibt Ausnahmen, in denen schnelle medizinische Hilfe notwendig ist. Bei einem solchen Krampfanfall passiert im Gehirn eine Art Kurzschluss und alle Nervenzellen stehen unter Strom. Dabei entstehen die typischen Zuckungen und alle Muskeln verkrampfen sich.

Bei Anfällen beißt man sich auf die Zunge, so dass sie gesehen haben muss, wie Blut aus meinem Mund trat. Aber sie war so tapfer!

Nicola Collins

Auch kleine Kinder über Krankheiten aufklären

Diese Geschichte zeigt, dass es sinnvoll ist, auch kleine Kinder schon über eigene Krankheiten aufzuklären. So schwierig es auch sein mag, ist es wichtig, dass Kinder zunächst verstehen, was mit Mama oder Papa passieren kann. Man sollte sie nicht gänzlich im Dunkeln lassen, sondern verständlich mit einfach Worten erläutern, dass man krank ist. Sonst macht ihnen alles kommende Unbekannte noch weitere Angst und verursacht Verunsicherung.

Es kann zudem nicht schaden, dass ein Kind weiß, wie es das Smartphone bedienen kann, um einen Verwandten oder Freunde im Notfall anzurufen. Natürlich ist das Smartphone kein Spielzeug und das Wählen des Notrufs nicht als Spiel gedacht. Daher muss man als Elternteil gewissenhaft erklären, wen das Kind im Notfall kontaktieren darf und was es dafür tun muss. Dass der Notruf sonst unter allen Umständen tabu ist, gehört natürlich auch zur Elternerklärung dazu.

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Quelle: Daily Mirror, gesundheitsinformation.de

Tapferes Mädchen

Toll, dass das kleine Mädchen hier instinktiv richtig reagiert hat. Das zeigt, wozu Handys doch wirklich nützlich sind und dass es nicht schaden kann, auch den Kleinesten ab 5 Jahren schon zu zeigen, wie man Hilfe holt. Ich halte sonst gar nichts davon, kleinen Kindern schon ein Smartphone zu geben, auf dem sie herumspielen können. Doch diese wichtige Funktion macht wirklich Sinn.

Zudem finde ich es super, dass die Kleine wusste, was mit Mama passiert und dass man jetzt Hilfe holen muss. Man sollte solchen chronischen Krankheiten kleinen Kindern nicht verschweigen, sondern erklären, was da los ist. Dann wachsen sie damit auf und lernen, wie sie sich verhalten können.

Bildquelle: Getty Images/portishead1
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