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Lehrerverbandspräsident Meidinger fordert Maskenpflicht im Unterricht

Richtige Lösung?

Lehrerverbandspräsident Meidinger fordert Maskenpflicht im Unterricht

Bildungsministerin Anja Karliczek sprach sich am Dienstag für eine Maskenpflicht auch im Unterricht aus. Diesem Vorschlag stimmt auch Lehrerpräsident Meidinger zu und fordert noch strengere Coronamaßnahmen aufgrund der aktuellen Infektionszahlen.

Mehr als 300.000 Schüler*innen in Quarantäne

Seit Anfang November haben wir einen "Lockdown light" bei dem Restaurants, Bars, Fitnesscenter und Kultureinrichtungen geschlossen sind, aber Kitas und Schulen sind weiter offen. Kinder ab der Grundschule müssen bereits seit Sommer in den Schulen und auf dem Schulgelände Mundschutz tragen, um sich gegenseitig vor einer Infektion zu schützen.

Es seien jedoch laut Berichten der Bild-Zeitung aktuell mehr als 300.000 Schüler und Schülerinnen in Quarantäne und können nicht unterrichtet werden. Auch die Zahl der Lehrer*innen in Quarantäne steige immer weiter und liege aktuell bei ca. 30.000. Als Folge müssen immer mehr Schulen geschlossen werden.

"Die Vorsichtsmaßnahmen hochfahren"

Lehrerpräsident Heinz-Peter Meidinger warnt angesichts der aktuell deutlich steigenden Infektionszahlen auch an Schulen davor, so weiterzumachen wie bis jetzt und fordert bessere Schutzmaßnahmen für die Schüler*innen.

Wer Schulen im Gegensatz zu Gaststätten, Geschäften und Theatern im Lockdownmonat November offen halten will, muss auch etwas dafür tun.

Heinz-Peter Meidinger zu Watson.de

Man wisse zudem mittlerweile, dass die Dunkelziffer an infizierten Jugendlichen höher sei als gedacht. Denn viele hätten keine Symptome und würden sich demnach auch nicht testen lassen. Sie tragen das Virus demnach also eventuell weiter, ohne es zu wissen. Eine Maske könne hier helfen, andere Schüler*innen zu schützen.

Ohne Masken im Unterricht kein Schutz vor der Pandemie?

Damit eine Vollschließung der Schulen verhindert werden kann, müsse man ihm zu folge die Maßnahmen erhöhen: Das wäre für ihn eine Wiedereinführung der Abstandsregel, halbierte Klassen, einen Wechselbetrieb und auch die Maskenpflicht im Unterricht.

Wer ein neuerliches Wechseln in den Distanzbetrieb vermeiden oder möglichst lange hinausschieben will, kommt also an der Maskenpflicht auch im Klassenzimmer nicht vorbei.

Heinz-Peter Meidinger

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Der Politik wirft er Versäumen vor

Meidinger kritisiert, dass es einerseits darum gehe auf Biegen und Brechen die Schulen geöffnet zu lassen, aber auf der anderen Seite keine konkreten Hygienemaßgaben folgen würden. Es würde nur noch auf "konkrete Infektionsfälle an Schulen im Nachhinein reagiert". Der Bildungsministerin wirft der Lehrerverbandspräsident hingegen vor, sich klarer Ansagen zu entziehen und die Hygienestufenpläne trotz explodierender Infektionszahlen außer kraft gesetzt zu haben.

Quelle: Focus, Watson

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Schwierige Entscheidung

Mein Kind ist als Kitakind noch von der Maskenpflicht befreit. Doch ich kann die Eltern verstehen, deren Kinder sich nicht wohl fühlen, den ganzen Tag die Maske tragen zu müssen. Dennoch ist es fakt, dass es aktuell sehr wenige Schutzmöglichkeiten gibt. Eine erneute Komplettschließung der Schulen bis Weihnachten würde die Familien im Homeschooling wieder überfordern. Auf der anderen Seite könnte man denken, es gebe mittlerweile vernünftigere Hygienemaßnahmen für Schülerinnen und Schüler und bessere Möglichkeiten, Unterricht zumindest in Teilen durchzuführen, ohne dass die Infektionszahlen bei Lehrern und Schüler explodieren. Ob da eine Maskenpflicht im Unterricht ausreicht, alle vor dem Virus zu schützen, ist ebenfalls fraglich. Was meint ihr dazu?

Bildquelle: Getty Images/Imgorthand

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