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Diversität im Kinderbuch: "Julian, die schwarze Meerjungfrau"

Es tut sich was

Diversität im Kinderbuch: "Julian, die schwarze Meerjungfrau"

Diversität im Kinderbuch ist oft eine Randerscheinung. Leider, wie wir finden! Viele Verlage argumentieren, dass Eltern ihren Kindern gern Prinzessinnen- oder Rittergeschichten vorlesen. Jungs blau, Mädchen rosa – im Fachjargon: sehr heteronormativ! Aber langsam tut sich etwas und die Kinderbuch-Welt wird bunter.

Neustes Kinderbuch-Beispiel: Julian, die schwarze Meerjungfrau

Eines dieser neuen Kinderbücher, das mit Spannung erwartet wird, ist "Julian, die schwarze Meerjungfrau" (im englischen Original "Julian is a Mermaid"). Schon der Titel allein steht für Diversität im Kinderbuch. Eine schwarze Meerjungfrau, mit einem scheinbar männlichen Namen. Wie geht das denn?!

Diversität im Kinderbuch schon für die Kleinen

Klar geht das, sehr gut sogar. International kam "Julian is a Mermaid", wie das Buch im Original heißt, sensationell gut an. Die Autorin und Illustratorin Jessica Love hat ein Kinderbuch geschaffen, dass bereits für die Kleinen gut geeignet ist. Das Kinderbuch hat vergleichsweise wenig Text aber wunderschöne, bunte Bilder, die Kinder durch die Geschichte tragen und träumen lassen.

familie.de-Vorlesetipp: Julian ist eine Meerjungfrau: für Kinder ab 4 *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 7.7.2020 19:57 Uhr

Kinder haben weniger Grenzen im Kopf

Gerade jüngeren Kinder sind ja noch relativ frei in ihrem Ausdruck, da ziehen, so die Eltern das erlauben, Jungen Röcke an und Mädchen spielen Piraten oder Ritter. Wenn Eltern dies nicht verhindern, sondern fördern, dann wächst hoffentlich eine neue Generation offener Menschen heran, die über Geschlechterklischees weit hinaus sind.

Diversität im Kinderbuch kann dieses Heranwachsen unterstützen. Noch müssen Eltern hier nach Neuheiten suchen, es überwiegen weiterhin die geschlechterkonformen Bücher, in denen Prinzessinnen gerettet werden und männliche Helden nicht weinen dürfen.

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People of color im Kinderbuch

Was Diversität im Kinderbuch komplett ausklammert ist, dass nicht alle Kinder (und Eltern) weiß sind. People of color sind aber leider nach wie vor die große Ausnahme im Kinderbuch. Mit "Julian, die schwarze Meerjungfrau" kommt nun ein neues Buch in den Handel, dass zum einen eine Identifikationsfigur bieten kann. Zum anderen zeigt es aber allen Kindern: Hautfarbe spielt doch bei Heldinnen und Helden überhaupt keine Rolle.

Mehr Verlage brauchen Mut zur Diversität im Kinderbuch

Es bleibt zu hoffen, dass mehr, auch große Kinderbuchverlage entdecken, dass Diversität im Kinderbuch ein Muss ist. Kinder haben ein Recht darauf, die Welt in aller ihrer Vielfalt auch in Büchern abgebildet zu sehen. Und People of color sind selbstverständlich Teil der Gesellschaft und sollten sich deswegen auch in Kinderbüchern wiederfinden.

Quellen: www.knesebeck-verlag.de, Zeit.de,

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Es wird doch wirklich Zeit, dass sich im Kinderbuchmarkt etwas tut. Statt das 100. Buch über Paw Petrol oder Lego Ninjgo freue ich mich über Vielfalt. Und die beinhaltet natürlich unterschiedliche Lebenswelten und unterschiedliche Hautfarben. Die sehen sowieso eher wir Eltern als die Kinder. Für unseren Nachwuchs ist die Geschichte, sind die Bilder spannender als die Frage: Welche Hautfarbe hat das Kind? Und das ist genau richtig so!

Bildquelle: getty images / Rawpixel

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