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Dorothee Bärs geheimnisvolle „Bundeszentrale für Digitale Aufklärung"

Marketing-Stunt?

Dorothee Bärs geheimnisvolle „Bundeszentrale für Digitale Aufklärung"

Seit gestern gibt es die „Bundeszentrale für Digitale Aufklärung": Was es mit dieser Institution auf sich hat, wie sinnvoll sie für Kinder und Erziehende ist und wieso niemand so wirklich was davon mitbekommen hat. 

Was sicher sind meine Passwörter? Wie schütze ich meine Kinder vor Hasskommentaren in Sozialen Netzwerken? Ist 5G gefährlich? Und woran erkenne ich eigentlich Fake-News? Diese und viele weitere Fragen gehören zu unserer digitalisierten Lebenswelt dazu. Nur leider fehlt es vielen Menschen an Antworten.

Besonders fatal ist es, wenn Kinder in unserer digitalen Welt groß werden und durch mangelndes Wissen von Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen nur wenig Medienkompetenzen vermittelt bekommen.

Bundeszentrale für Digitale Aufklärung soll Medienkompetenz stärken

Um dafür zu sorgen, dass wir alle uns in der Digitalisierung besser zurecht finden, hat Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, nun laut verschiedenen Medienberichten eine neue Institution eingerichtet: Die Bundeszentrale für Digitale Aufklärung wurde am 30. Juli "eröffnet" und verfolgt laut Homepage der Bundesregierung das Ziel, „Ängsten und Vorbehalten der Bürgerinnen und Bürger vor neuen Technologien wie zum Beispiel 5G, Robotik, Künstliche Intelligenz und Deepfakes mit Aufklärung zu begegnen und zu zeigen, dass Bildung das wirksamste Mittel für Akzeptanz und gegen Desinformation ist."

Es sei wichtig, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger u. a. mit Cyber-Sicherheit, den verantwortungsvollen Umgang mit der Privatsphäre, die Frage nach dem "digitalen Nachlass" auseinandersetzen.

Bundeszentrale mal eben so nebenbei gelauncht

Wir alle wissen, wie wichtig Medienkompetenzen gerade für Kinder sind. Deswegen könnten wir jetzt eigentlich jubeln: Endlich wird in diesem Bereich mal etwas getan! Machen wir aber nicht. Denn bisher wissen wir sehr wenig über diese neue Institution.

Dorothee Bär launchte sie während einer Podiumsdiskussion an der Uni Würzburg zum Thema „Fake News – Desinformation und digitale Aufklärung in der Corona-Krise“. Und außer einem kleinen Informationstext auf der Homepage der Bundesregierung finden sich bisher keine weiteren Infos dazu. Keine eigene Homepage, keine öffentliche Bekanntmachung in den Medien, nichts.

Kostenfreie Bildungsangebote

Laut Bundesregierung soll die Bundeszentrale für digitale Aufklärung Aufklärungskampagnen durchführen und mit niederschwelligen, kostenfreien Angeboten alle Bürgerinnen und Bürger umfassend über Innovationen und Technologien informieren. Außerdem soll es spezielle Angebote zur Sensibilisierung und Aufklärung von Eltern, Lehrpersonal und Pädagogen über den Umgang mit Social Media, Datenschutz, Fake News, Hate Speech und Cybermobbing geben.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Alles nur heiße Luft? Oder ein Marketing-Gag?

Die Idee hinter der Bundeszentrale für Digitale Aufklärung begrüßen wir sehr! Aber eine Digitalisierungs-Institution ohne eigene Website? Das klingt mehr nach einem schlechten Scherz. Die Ambitionen, die auf der Seite der Bundesregierung so leidenschaftlich ausgeführt werden, sind aber hoch. Wir sind gespannt ...

Bildquelle: Getty Images/ julief514

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