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Snapchat: "Here for you" soll Nutzer mit psychischen Problemen unterstützen

Neue Funktion

Snapchat: "Here for you" soll Nutzer mit psychischen Problemen unterstützen

Essstörung, Depression, Suizid: Wer auf der Social Media Plattform Snapchat nach diesen Begriffen sucht, wird in Zukunft mehr als die entsprechenden Suchergebnisse bekommen: Snapchat startet jetzt eine Offensive, bei denen Nutzer, die sich mit sensiblen und heiklen Themen beschäftigen, Unterstützung bekommen.

"Here for you" heißt die neue Funktion, die bald von der gelben App mit dem Geist Icon angeboten wird. Suchen Nutzer nach heiklen Themen wie z. B. Essstörung oder Trauer, sollen ihnen zusätzliche Informationen und Ratschläge angezeigt werden. "Here For You soll Snapchattern, die möglicherweise unter einer psychischen oder emotionalen Krise leiden, proaktiven In-App-Support bieten. Auch Nutzer, die einfach neugierig sind, sollen mehr über diese Probleme erfahren und Tipps bekommen, wie sie betroffenen Freunden helfen können", lautet es in der Pressemitteilung vom Konzern.

Unterstützung vor allem für Teenager

Nachdem Instagram vor gut einem Jahr das Verbot aussprach, Fotos von selbstversetzendem Verhalten zu veröffentlichen, ist die Aktion von Snapchat nun die nächste, die Menschen in schweren Lebenslagen schützen soll. Snapchat wird hauptsächlich von Teenagern genutzt, die sich ja sowieso schon in einer sehr sensiblen Phase befinden und auf Themen wie die obig genannten ganz anders anspringen als Erwachsene.

Sucht nun also ein Snapchat-User zukünftig nach kritischen Schlagwörtern wie "Selbstverletzen" "Mobbing" oder "Magersucht", werden automatisch entsprechende Hinweise eingeschoben. Dort steht dann z. B., dass man sich im Fall der Fälle Hilfe suchen soll und wo man diese bekommt.

Laut Pressemitteilung soll die Funktion in den nächsten Monaten freigeschaltet wird. In welchen Ländern die Funktion als erstes getestet wird, ist nicht bekannt.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Ich finde die Aktion erstmal gut – jedes neue Hilfsangebot, das Jugendlichen dabei hilft, sensible Inhalte aus dem Netz einzuordnen und zu verarbeiten, ist wichtig. Es wäre schön, wenn die App ihren Usern ganz konkrete Hilfsangebote anzeigen würde, beispielsweise die Nummer gegen Kummer (116111), die Website FIDEO "fight depression online", oder die vertrauliche und kostenlose Online-Beratung der Jugendnotmail. Doch  nur Hilfsangebote von den Plattformen selbst reichen natürlich keineswegs aus: Wir brauchen dringend eine bessere Medienpädagogik, in der Kinder so früh wie möglich den richtigen Umgang mit Sozialen Netzwerken erlernen.

Bildquelle: Unsplash/Thought Catalog

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