Schüler mobben Lehrer: Klassenfahrt gestrichen, Strafanzeige erstattet

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Schüler mobben Lehrer: Klassenfahrt gestrichen, Strafanzeige erstattet

Kaum vorstellbar: Schülerinnen und Schüler eines Düsseldorfer Gymnasiums mobbten ihren Lehrer so sehr, dass die Schulleitung nun nicht nur die Klassenfahrt strich, sondern der betroffene Lehrer auch noch Strafanzeige erstattete.

Dass soziale Netzwerke einen neuen, abscheulichen Schauplatz für Mobbing schaffen, zeigt jetzt einmal mehr der Fall einer Düsseldorfer Schule: Die Kinder des Max-Planck-Gymnasiums veröffentlichten laut Informationen des Spiegels rufschädigende Fotos ihres Lehrers bei Instagram. Was genau auf den Fotos zu sehen ist, ist nicht bekannt, es handle sich aber zum Teil um Fotomontagen. Daraufhin strich die Schulleiterin die Klassenfahrt von zwei neunten Klassen, der betroffene Lehrer erstattete außerdem Strafanzeige bei den Justizbehörden. Laut Spiegel bestätigte die Schulleiterin, es habe sogar mehrere strafrechtlich relevante Beiträge gegeben.

Nicht das erste Mal

Die Schulleiterin des Gymnasiums hatte sich Ende Januar mit einem Brief an die Eltern gewandt: In den vergangenen Wochen seien zahlreiche Einträge in sozialen Medien entdeckt worden, die sich rufschädigender Art gegen mehrere Lehrende richteten. Die Aufnahmen wurden zum Teil während des Unterrichts aufgezeichnet. Doch nicht nur durch die Täter an sich, auch durch das bewusste Liken der anderen Schüler sei das Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrenden erheblich gestört.

Eltern reagieren zum Teil ohne Verständnis

Dass die Klassenfahrten gestrichen wurden, sorgt jedoch bei einigen Eltern für große Empörung. Daher haben sie laut Spiegel nun in einem Brief an die Schule und das Schulministerium Nordrhein-Westfalen die Absetzung der Schulleiterin gefordert.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Mobbing ist grausam, durch Cybermobbing wird das Ganze aber auf ein neues Level gehoben: Die Bloßstellung, Beleidigung und Bedrohung über Soziale Medien lässt Mobbingopfern keinen ruhigen Moment mehr. Durch die dauerhafte Erreichbarkeit endet das Mobbing nicht mehr am Schultor: Es ist ab jetzt weder an Ort noch Zeit gebunden. Hinzu kommt, dass das Publikum plötzlich unüberschaubar ist und die Anonymität andere zum Mitmachen anregt. Wenn ihr selbst betroffen seid oder jemanden kennt, ist es wichtig, dass ihr euch Hilfe sucht. Wer sich nicht traut, mit Familie oder Freunden darüber zu sprechen, der findet u. a. bei der Nummer gegen Kummer Hilfe. Das Beratungsangebot richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene und ist kostenlos.

Bildquelle: Getty Images/YakobchukOlena

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