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Achtung, Gefahr

Vorsicht: Diese 8 Dinge sind auf dem Schulweg echt gefährlich

Der Schulweg den unsere Kinder jeden Tag zurücklegen, ist oft Anlass für hitzige Diskussionen. Eigentlich sollte die Sicherheit unserer Kinder im Vordergrund stehen, aber dann streiten viele verschiedene Bedürfnisse miteinander, oft zum Nachteil der Kleinsten. Diese Dinge sind für uns allerdings echt gefährlich, wenn es um das Thema Schulweg geht.

1. Rücksichtslose Elterntaxis

Das Streitthema Nummer Eins sind wohl Elterntaxis. Denn viele Eltern bringen ihre Kinder, unabhängig von der Entfernung, mit dem Auto zur Schule. Das beraubt die Kinder aber nicht nur ein Stückweit ihrer Selbstständigkeit und der Möglichkeit Freund*innen zu finden, es gefährdet auch andere Kinder auf ihrem Schulweg. Denn kurz vor Schulbeginn laufen Kinder aus allen Richtungen an der Schule zusammen, nicht immer achten die jüngsten Verkehrsteilnehmenden auf die Gesamtsituation. Hier sind Eltern in der Pflicht vorausschauend und defensiv zu fahren. Leider ist das nicht immer gegeben und dann passieren schlimme Unfälle.

2. Übergriffe von Fremden

Eine der größten Ängste von Eltern ist wohl, dass das eigene Kind auf dem Schulweg verschwindet, dass es von Fremden angesprochen und entführt wird. Auch wenn das natürlich vorkommt, sind diese Übergriffe sehr viel seltener als wir alle glauben. Es ist wichtig, dass ihr mit euren Kindern klare Regeln verabredet. Sie müssen wissen, dass sie niemals, auch nicht wegen niedlicher Hundewelpen oder weil sie helfen wollen, mit Fremden mitgehen dürfen.

Andrea Zschocher

Codewort verabreden

Ich habe mit meinen Kindern schon sehr früh ein Codewort verabredet, nach dem jede*r gefragt werden soll, der meine Kinder abholen will. Die Regel lautet: Egal wer euch sagt, ich hätte ihn geschickt, um euch abzuholen, ihr fragt nach dem Codewort. Das gilt auch für (flüchtige) Bekannte, die meine Kinder vom Sehen kennen. Wenn die Person das individuelle Codewort nicht nennen kann, sollen meine Kinder sich sofort an einen Erwachsenen wenden und Hilfe suchen.

Außerdem haben wir entlang des Schulwegs verschiedene Läden besprochen, in die sie gehen und nach Hilfe fragen können, sollten sie sich einmal ängstigen. Meiner Meinung nach sind das Dinge, die man lieber einmal zu oft als einmal zu wenig bespricht, denn es nützt nichts, wenn die Kinder das theoretisch wissen, sich in der entscheidenden Situation aber nicht trauen würden, in den Bäcker zu gehen oder nach dem Codewort zu fragen.

Sprecht, auch wenn euch das vielleicht unangenehm ist, auch über Exhibitionisten. Die sind gerade vor Schulen leider häufiger anzutreffen, als dass Entführungen geschehen. Unsere Ängste diesbezüglich mögen geringer sein, für Kinder kann so eine Begegnung aber extrem verstörend sein.

3. Mobbing auf dem Schulweg

Niemand sollte mit Angst zur Schule gehen. Und doch ist Mobbing leider nicht nur in der Schule ein massives Problem, bereits der Schulweg kann davon überschattet werden. Oftmals wälzt die Schule das Problem auf die Eltern ab und lässt verlauten, dass die Schule nichts machen kann, wenn das Mobbing auf dem Schulweg passiert. Bleibt hier unbedingt hartnäckig und holt die Schule ins Boot. Mobbing, das auf dem Schulweg passiert, hört am Schultor nicht auf und eure Kinder haben ein Recht darauf eine Schulzeit zu erleben, die sie weder mental noch körperlich angreift.

Bleibt an dem Thema unbedingt dran, selten reicht ein Gespräch aus, um die Situation aufzulösen.

4. Unübersichtliche Verkehrssituation

Das Problem mit den Elterntaxis ist selbst dann nicht gebannt, wenn ihr sehr umsichtig fahrt. Denn durch durch die begrenzten Parkmöglichkeiten vor der Schule halten viele Eltern in zweiter Reihe oder setzen einfach kurz die Warnblinker, um ihre Kinder raus zu lassen. Daraus ergibt sich für alle Kinder eine sehr unübersichtliche Verkehrssituation, die sie dazu zwingt zwischen vielen Autos hindurchzugehen, ohne einen echten Überblick über die Gesamtsituation zu haben. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Schulkind überfahren wird, weil ein anderes möglichst bequem zur Schule gebracht werden soll. Und das kann niemals richtig sein.

Maike Mauer

Gefährliche Park-Situationen

Gerade heute wieder erlebt: Weil alles schon zugeparkt ist, quetscht sich ein Autofahrer in die Kurve. Das heißt für unsere Kids, dass sie schlicht nicht sehen können, ob da ein weiteres Auto oder Fahrrad kommt, bevor sie über die Straße gehen. Klar, wir bringen unseren Kleinen bei, ganz vorsichtig zu laufen, bis sie einen guten Überblick haben. Aber gerade Erstklässler*innen sind damit in der Regel noch überfordert. Also als Reminder an uns: Direkt den Fahrer ansprechen, wenn wir so etwas sehen – und nie selbst in Versuchung kommen. Auch wenn wir "nur ganz kurz halten" müssen. Es geht um die Sicherheit aller Schulkinder.

5. Lange Schulwege

Je nach Bundesland dürfen Schulwege unterschiedlich lang sein. Während in den Städten die Einzugs-Grundschule sich meist in maximal zwei Kilometern Entfernung befindet, sieht das auf dem Land häufig ganz anders aus. Hier können es auch mal 20 oder mehr Kilometer sein, die ein Schulkind von der Grundschule trennen. Das sorgt für sehr unfaire Ausgangsbedingungen für den Schulstart. Denn wer kurz vor Schulklingeln noch schnell frühstücken kann, weil der Weg ein Katzensprung ist, der ist natürlich wesentlich ausgeruhter als jemand, der schon vierzig Minuten Busfahrerei hinter sich hat. Und dann passieren im Alltag schneller Fehler oder Unfälle, weil die Aufmerksamkeit einfach irgendwann nachlässt.

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6. Verquatscht auf dem Schulweg

Wir alle kennen das von uns selbst: Wenn wir mit Freund*innen unterwegs sind, dann leidet die Konzentration ein wenig. Denn wir quatschen und lachen und haben eine gute Zeit miteinander. Das Problem gibt es natürlich auch bei Schüler*innen. Wenn sie mit Freund*innen zur Schule gehen oder mit dem Rad fahren, ist die Aufmerksamkeit nicht immer auf den Gehweg gerichtet.

Natalie Köhler

"Kein Quatsch auf der Straße!!!!!!"

Wie oft habe ich diesen Satz schon zu meiner großen Tochter gesagt? Ich bin nämlich manchmal schon etwas angespannt, wenn sie mit ihren Freundinnen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs ist. Habe Angst, dass sie nicht auf den Verkehr achten, sich gerade wieder wegwerfen vor Lachen und ein Auto übersehen, oder natürlich der Klassiker: nebeneinander Fahrrad fahren ... Wenn sie dann endlich zu Hause ist (denn klar, Umwege gehören zum Schulweg dazu) bin ich eigentlich immer wieder aufs neue erleichtert. Hoffentlich macht sie keinen Führerschein (war nur Spaß ... :-)).

Weil sich das aber nicht verhindern lässt, sprecht unbedingt mit euren Kindern darüber. Macht ihnen klar, dass ihr ihnen vertraut und auch wollt, dass sie eine gute Zeit haben. Dass aber beispielsweise an Ampeln oder Übergängen das Quatschen kurzzeitig unterbrochen werden muss, um sich ganz auf den Verkehr zu konzentrieren. Es wird außerdem niemals geschubst oder gerangelt in der Nähe einer Straße.

7. Verlaufen & Abkürzen

Wir sind gefühlte 100 mal mitgelaufen und trotzdem können wir nicht ausschließen, dass sich unsere Kinder, je nach Weglänge, auf dem Schulweg verlaufen. Oder sie nehmen eine Abkürzung, die nicht mit uns abgesprochen ist und über eine gefährlichere Route führt. Tatsächlich ist ja nicht immer der kürzeste Schulweg auch der sicherste. Sprecht mit euren Kindern zum einen über die Gefahren, die auf dem Weg lauern und erklärt, warum die von euch vorgegebene Route die beste ist.

Helft außerdem euren Kindern dabei sich markante Punkte auf ihrem Weg einzuprägen, sodass sie sich auch ohne euch gut orientieren können und sich nicht verlaufen.

8. Rücksichtslose Radfahrende

Neben den Elterntaxis werden auch rücksichtlose Radfahrer*innen und E-Rollernutzende immer mehr zu einem Problem. Obwohl es beiden nicht gestattet ist auf dem Gehweg zu fahren, machen es viele trotzdem. Oft sind die mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs. Kinder bewegen sich aber oft unberechenbarer, sodass es zu Zusammenstößen kommt, die vor allem für Kinder schlimme Folgen haben können.

Das Thema Mobbing belastet euch? Unser Video hat erste Tipps:

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