11. SSW - Pränatale Untersuchung

Ihr Baby wächst jetzt wahnsinnig schnell. Von einem winzigen Punkt in der Gebärmutter ist es zu einem kleinen Menschlein geworden. Es kann sich in der 11. SSW sogar schon selbstständig drehen. Bei Risikoschwangerschaften können jetzt auch die pränatalen Diagnose-Tests gemacht werden.


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11. SSW: Bei Risikoschwangerschaften können ab dieser Woche Untersuchungen zur Pränataldiagnostik gemacht werden.

Ihr Baby in der 11. SSW


In der 11. SSW ist der Fötus etwa 3 cm groß. Er wiegt circa 15 g.

Ihr Gewicht steigt in der 11. SSW (also 10+0 bis 10+6) weiter. Das liegt vor allem auch daran, dass Ihr Blutvolumen in der Schwangerschaft kontinuierlich steigt. Bis zur Geburt Ihres Babys erhöht sich die Blutmenge um bis zu 50 Prozent. Schließlich gilt es jetzt zwei Personen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Deshalb beschleunigt sich Ihr Kreislauf und Ihr ganzer Körper ist besser durchblutet. Vielleicht haben Sie schon gemerkt, dass sich Ihre Hände und Füße seit den letzten Wochen deutlich wärmer anfühlen.

Tipp: Achten Sie jetzt besonders auf die Zahnpflege. Denn das Hormon Progesteron macht das Zahnfleisch weicher, weshalb viele Frauen in der Schwangerschaft zu Zahnfleischbluten neigen.

Das Baby in der 11. SSW: Wachstumsschub


In den letzten Wochen ist Ihr Baby ein großes Stück gewachsen. Von einem schwarzen Punkt in der Gebärmutter hat es sich zu einem kleinen Menschlein entwickelt. Es hat nun ungefähr die Größe einer Feige. In den nächsten drei Wochen beginnt für den kleinen Fötus eine große Wachstumsphase, in welcher er sich rasant entwickeln wird. Seine Körperlänge wird sich in dieser Zeit fast verdoppeln.

Auch Nacken, Hände, Arme und Beine sind in der 11. SSW schon so weit ausgereift, dass Ihr Baby die Fäuste ballen oder die Ellenbogen beugen kann. Es kann sich sogar schon komplett drehen. Bald werden Sie diese Bewegungen zum ersten Mal spüren können.

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Tipps für 11. SSW: Pränatale Diagnostik

Ab der 11. SSW haben Sie die Möglichkeit, mehrere Untersuchungen zur Pränataldiagnostik durchführen zu lassen. Mit all diesen Tests lässt sich berechnen, wie hoch das Risiko einer genetischen Erkrankung für das Kind ist. Zu diesen Tests gehören:

➤ die Nackenfaltenmessung
➤ der Ersttrimester-Bluttest
➤ die Chorionzottenbiopsie
➤ die Amniozentese (ab der 14. SSW)
➤ ferner der Tripletest

In der Regel wird vom Arzt aber ein sogenanntes Ersttrimester-Screening vorgenommen. Dabei kombiniert Ihr Arzt verschiedene nicht-invasive Untersuchungsmethoden. Im Zentrum dieses Screenings steht die Messung der Nackentransparenz (NT) des Fötus. Bei einigen Chromosomenveränderungen, etwa Trisomie 21, aber auch einiger Herz- und anderer Fehlbildungen staut sich in der Nackenregion vermehrt Flüssigkeit. Diese ist im Ultraschallbild deutlich erkennbar. Zusätzlich misst der Frauenarzt Eiweiß- und Hormonwerte im mütterlichen Blut.

Die Kombination dieser Werte und dem Alter der Schwangeren erlaubt eine relativ zuverlässige Risikoberechnung, ob das Kind unter einer genetischen Erkrankung leidet. Dennoch geben diese Tests nur eine Risikoeinschätzung und keine endgültige Diagnose. Die aufgezählten Untersuchung gehören zu den sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Die Kosten dafür tragen Sie somit in der Regel selbst. Allerdings gibt es inzwischen auch Krankenkassen, die die Kosten zum Beispiel für die Nackenfaltenmessung übernehmen. Nachfragen kann sich also lohnen!

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Mit der Nackenfaltenmessung kann die Wahrscheinlichkeit für einen Gendefekt wie z.B. das Down-Syndrom gemessen werden. Hier erfahren Sie alles rund um die vorgeburtliche Untersuchung.


Zusätzlich bieten Ärzte die Chorionzottenbiopsie an. Diese Methode ist jedoch invasiv. Dabei wird das Gewebe punktiert, aus dem sich später die Plazenta entwickelt. Da diese Gewebeprobe das gleiche Erbgut trägt wie der Fötus, können Erbkrankheiten oder genetische Erkrankungen sehr gut diagnostiziert werden.

Der Triple-Test wird kaum noch durchgeführt – er ist veraltet und wurde von dem Ersttrimester-Screening weitestgehend ersetzt. Auch er kombiniert Blutwerte und Alter der Frau für eine Risikoberechnung. Er verzichtet jedoch auf die Nackenfaltung-Messung und gilt inzwischen als recht ungenau.

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