3. SSW - Schwanger?! Jetzt ist Folsäure wichtig

In der dritten Schwangerschaftswoche entscheidet sich, ob die Eizelle durch das Sperma befruchtet wird und sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Mit der Einnistung der Eizelle am Ende der 3. SSW beginnt deswegen die tatsächliche Schwangerschaft. Folsäure ist jetzt besonders wichtig.


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3. SSW: Die eingenistete Eizelle entwicklet sich jetzt schnell.

Ihr Baby in der 3. SSW


Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen – oder etwa nicht? In der Tat dauert die tatsächliche Schwangerschaft nur 38 Wochen. Denn zu der ersten tatsächlichen Schwangerschaftswoche werden zwei Wochen oben drauf gerechnet, um die Berechnung für den Arzt zu erleichtern. Wenn wir von Schwangerschaftswochen reden, sind die ersten zwei Wochen also quasi die Vor-Schwangerschaftswochen, die tatsächliche Befruchtung der Eizelle ereignet sich erst in der 3. SSW, wenn der Eisprung stattfindet.
 
Viele Frauen haben nämlich einen wechselnden Zyklus, weswegen sich der Tag des Eisprungs und somit der Befruchtung nicht genau bestimmen lässt. Deswegen beginnt die Berechnung der Schwangerschaft mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung, also etwa zwei Wochen vor dem Eisprung, da dieser Tag sich meistens leichter bestimmen lässt. Von diesem Zeitpunkt aus werden dann die 40 Schwangerschaftswochen berechnet. Wenn Ihnen Ihr Arzt also sagt, dass Sie beispielsweise in der 8. SSW sind, ist Ihr Baby tatsächlich gerade ungefähr sechs Wochen alt.

3. Schwangerschaftswoche: Das passiert jetzt


Wenn das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, wird diese undurchlässig, damit keine weitere Samenzelle eindringen kann. Bei der Verschmelzung von Eizelle und Spermium vereinigt sich auch dessen Genmaterial – und ein komplett neuer Chromosomensatz entsteht. Die meisten genetische Merkmale des Kindes, z.B. das Geschlecht des Babys, stehen deswegen schon in der 3. SSW fest. In diesem Stadium spricht man von der "Zygote".

Nach der Verschmelzung beginnt die Zellteilung. Am vierten Tag besteht der Embryo so schon aus 16 Zellen. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnet man den Embryo als "Morula" (aus dem Lateinischen für "Maulbeere"), weil er im Aussehen einer Maulbeere ähnelt. Etwa einen Tag später entwickelt sich die Keimblase, die aus zwei Zelltypen, den Embryoblasten und den Trophoblasten, besteht. Aus den Embryoblasten entsteht der Embryo und aus den Trophoblasten die Plazenta.
 
Innerhalb der dritten Schwangerschaftswoche wandert der Embryo vom Eileiter bis zur Gebärmutter, wo er sich Ende der 3. SSW / Anfang der 4. SSW einnistet. Zur Unterstützung der Einnistung und dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird nun auch das Gelkörperhormon Progesteron produziert, das für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft enorm wichtig ist.

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Das Risiko eines offenen Rückens lässt sich einfach vermeiden: Genügend Folsäure essen. Diese Lebensmittel sind ideal.


Tipps für die 3. SSW: Folsäure

Folsäure ist für die Ernährung in der Schwangerschaft besonders wichtig. Zum einen unterstützt sie den Embryo bei der Zellteilung, Blutbildung und bei der Entwicklung des Gehirns. Zum anderen beugt sie einer Fehlgeburt und besonders einem "Offenen Rücken" (Spina Bifida) vor.
 
Ein "Offener Rücken" ist eine Fehlbildung des Rückenmarks und der Wirbelsäule, die vor allem zu Beginn der Schwangerschaft (in der 3. SSW oder 4. SSW) entstehen kann. Schon in der frühen Phase der Schwangerschaft entwickelt sich das Neuralrohr, aus dem sich später Rückenmark und Gehirn bilden. Dabei kann es passieren, dass sich die Zellplatten nicht richtig entwickeln und sich nicht zu einem Rohr schließen. Dann bleibt der Wirbelkanal an seiner hinteren Seite offen – ein "Offener Rücken" ist entstanden.

Durch diese Fehlbildung können viele Krankheiten entstehen. Das kann bis zu einer kompletten Querschnittslähmung führen, einen Wasserkopf oder Inkontinenz verursachen.
 
Indem Sie zu Beginn Ihrer Schwangerschaft – eventuell auch schon vorher – Folsäure zu sich nehmen, können Sie einem "Offenen Rücken" gut vorbeugen. Folsäure kommt besonders reichlich in Gemüse wie Bohnen und Rosenkohl vor. Allerdings ist es schwer, die empfohlene Menge an Folsäure nur über die Nahrung zu sich zu nehmen. Daher macht es Sinn, etwa bis zur 12. SSW regelmäßig Folsäure-Tabletten einzunehmen.
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von Nicole Metz




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