40. SSW - Wann geht es endlich los?

Seien Sie nicht zu ungeduldig. Die meisten Babys verspäten sich und kommen dann zur Welt wenn sie es möchten. Mit Spaziergängen und warmen Bädern können Sie die Zeit bis dahin dennoch etwas verkürzen.


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40. SSW: Welches Geburtsgewicht ist ideal?

Ihr Baby in der 40. SSW


In der 40. SSW ist das Baby etwa 51 cm groß. Es wiegt circa 3400 g.

Die Anspannung, dass es jeden Moment losgehen kann, hält Sie die nächsten Tage ziemlich auf Trapp. Die meisten Schwangeren fühlen sich gestresst und kommen nicht zur Ruhe. Vielleicht beruhigt Sie der Gedanke, dass nicht einmal zehn Prozent aller Babys pünktlich zur Welt kommen. Die meisten wohnen lieber noch etwas länger in der warmen Gebärmutter. Ein Zeitraum von plus/minus 14 Tagen um den errechneten Termin für die Geburt ist durchaus normal.

Sobald der errechnete Geburtstermin überschritten ist, kontrolliert Ihr Arzt außerdem alle zwei Tage, ob es Ihnen und dem Baby gut geht. Wenn Ihr Baby länger als zehn Tage auf sich warten lässt, steht sogar täglich eine Untersuchung an.

Dabei misst Ihr Arzt unter anderem die Menge des Fruchtwassers. Es wird weniger, je näher die Geburt rückt. Um sicher zu gehen, dass Ihr Kind trotzdem noch gut versorgt ist, wird oft mit dem Herzton- und Wehenschreiber eine sogenannte Kardiotokographie (CTG) gemacht. Dabei misst der Arzt gleichzeitig Herztöne und Wehen und kann Risiken für das Baby und Sie gut einschätzen. 


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Der Geburtstermin ist überschritten – von Wehen keine Spur. Hier erfahren Sie, welche Untersuchungen anstehen und wann die Geburt eingeleitet wird.


Das Baby in der 40. SSW: Welches Gewicht ist ideal? 


Durchschnittlich wiegt ein Kind bei seiner Geburt 3,4 Kilogramm und ist etwa 51 Zentimeter groß. Doch das ist, wie gesagt, nur ein Durchschnittswert. Viele Kinder sind bei der Geburt kleiner, größer, leichter oder schwerer. Als normal gilt ein Gewicht zwischen 2.800 und 4.200 Gramm.

Wie groß und schwer das Neugeborene ist, wird vor allem durch die Erbanlagen bestimmt. Dabei spielen die ethnische Zugehörigkeit sowie Größe und Gewicht der Mutter eine Rolle. Mädchen sind zudem meist etwas leichter als Jungen.

Außerdem können äußere Faktoren wie eine Über- oder Unterversorgung über die Nabelschnur das Wachstum des Kindes beeinflussen. Ihr Arzt kontrolliert deswegen die ganze Schwangerschaft hindurch die Größe und das Gewicht Ihres Kindes.

Übrigens: Es ist vollkommen normal, dass (vollgestillte) Babys nach der Geburt erst einmal bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichts verlieren. Denn Neugeborene scheiden über Urin und Stuhlgang Flüssigkeit aus, nehmen in den ersten Tagen aber noch recht wenig Nahrung auf. Nach der anfänglichen Abnahme, steigt das Gewicht Ihres Kindes dann aber ziemlich rasant an: Innerhalb der ersten drei Lebensmonate verdoppelt Ihr Baby sein Gewicht.

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Tipps für die 40. SSW: Das Baby während und nach der Geburt
Genauso wie für die Mutter ist die Geburt auch für das Baby ziemlich anstrengend. Während der Wehen zieht sich die Gebärmutter von oben nach unten zusammen. Forscher gehen davon aus, dass Babys den Druck der Wehen als schmerzhaft empfinden. Aber so wie bei der schwangeren Frau auch wirken Hormonschwemme von Endorphin und Adrenalin beruhigend und dämpfen den Schmerz. Für das Baby sind die Wehen letztendlich sogar von Vorteil: Durch den Druck wird das Fruchtwasser aus der Lunge gepresst – so fällt dem Kleinen das Atmen leichter, wenn es das Licht der Welt erblickt.

Ist das Baby geboren, beginnt der Abnabelungsprozess. Dabei werden bei der Erstversorgung des Kindes Augen, Mund und Nase von Blut und Schleim gesäubert. Danach wird die Nabelschnur durchgetrennt – eine Aufgabe, die auch oft der frischgebackene Vater übernehmen darf. Die Nabelschnur enthält übrigens keine Nervenzellen, deswegen ist das Durchtrennen weder für das Kind noch für die Mutter schmerzhaft.

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Während sich das Neugeborene schon einmal in die Arme der frischgebackenen Mutter kuscheln kann, wird die Plazenta geboren und die Ärzte werden mögliche Geburtsverletzungen der Mutter versorgen, wie zum Beispiel einen Dammriss.
Im Normalfall befreit sich das Baby durch Husten und Niesen selbst vom restlichen Fruchtwasser und Schleim im Rachen. Hat das Kleine Probleme beim Schreien oder Atmen, helfen die Ärzte nach und das Fruchtwasser und der Schleim werden abgesaugt.

Direkt nach der Geburt gebadet werden Neugeborene heutzutage übrigens nicht mehr. Heutzutage werden sie nur kurz mit warmem Wasser abgewaschen, die restliche Käseschmiere in den Hautfalten zieht innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt von alleine in die Haut ein.

Um den Gesundheitszustand des neugeborenen Babys zu beurteilen, wird das sogenannte APGAR-Schema herangezogen. Dabei werden die Atmung, der Puls, der Grundtonus, d.h. die Muskelspannung, das Aussehen, also die Hautfarbe und die Reflexe mit je maximal zwei Punkten bewertet. Die Beurteilung wird insgesamt dreimal durchgeführt: Anfangs eine Minute, dann fünf Minuten und schließlich zehn Minuten nach der Geburt. Ab acht Punkten gilt das Kind als gesund. Bei weniger als acht Punkten muss das Kind ärztlich beobachtet werden.

Zu der weiteren Erstuntersuchung zählt auch eine Blutabnahme aus dem Nabelschnurrest. Wurde die Mutter nach der Geburt dann ausreichend gut versorgt, folgt eine gründliche Untersuchung (U1) des Neugeborenen. Bei dieser wird das Kind auf Fehlbildungen und Verletzungen untersucht und es werden die Funktionen von Herz, Lunge, Blase und Darm überprüft.

Da Säuglinge nach der Geburt noch nicht genug Vitamin K produzieren, wird dem neugeborenen Kind auch eine Vitamin-K-Prophylaxe verabreicht. Zum Schutz der Augen vor Keimen wird dem neugeborenen Kind außerdem häufig noch ein Antibiotikum verabreicht, das das Baby gegen eine Vielzahl an Keimen schützt.

Oft sucht das Baby schon 20 bis 30 Minuten nach der Geburt die Brust der Mutter, wo es auch schon angelegt werden kann. Zwar dauert der Milcheinschuss meist noch zwei bis vier Tage, doch steht dem Neugeborenen bereits das Kolostrum (die Vormilch) zur Verfügung. Dies ist besonders reich an Nährstoffen und Antikörpern.

Und nun geht es erst so richtig los: Das Leben mit dem kleinen Wunder, das einfach alles verändern wird. 

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