5. SSW - Positiver Schwangerschaftstest

Die Periode bleibt aus und der Schwangerschaftstest kann ein erstes zuverlässiges Ergebnis zeigen. In der fünften Schwangerschaftswoche wird es jetzt offiziell: Sie sind schwanger!


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5. SSW: Schwangerschaftstest liefert sicheres Ergebnis

Ihr Baby in der 5. SSW


In der 5. SSW ist der Embryo etwa 2 mm groß.

In der 5. SSW (das heißt 4+0 bis 4+6) sollte der Schwangerschaftstest bereits ein sicheres Ergebnis liefern, ob Sie wirklich schwanger sind. Am verbreitetsten ist dabei der Urintest, der in Apotheke und Drogerie erhältlich ist, und einfach zu Hause durchgeführt werden kann.

So stellt der Urintest eine Schwangerschaft fest
: Der Urintest reagiert auf das Schwangerschaftshormon hCG, welches von der befruchteten Eizelle ausgeschüttet wird, sobald sie sich in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Vorsicht: Urintests reagieren erst ab einer gewissen Menge an hCG im Urin. Wenn Sie den Schwangerschaftstest also sehr früh – beispielsweise direkt am ersten Tag der ausgebliebenen Regel – durchführen, kann es sein, dass der Test negativ ausfällt, obwohl Sie schwanger sind. Warten Sie dann am besten ein, zwei Tage ab, bevor Sie den Test noch einmal wiederholen.

Ein Bluttest beim Arzt ist in diesem Stadium am zuverlässigsten, da das Hormon hCG im Blut schon viel früher nachgewiesen werden kann. Er ist schon neun Tage nach der Befruchtung der Eizelle möglich und fast zu 100 Prozent genau.

Auch beim Ultraschall können Sie in der fünften Schwangerschaftswoche bereits etwas sehen – wenn auch nur einen kleinen schwarzen Fleck, der Embryo und Dottersack darstellt.

Das Baby in der 5. SSW: Der erste Herzschlag


Während Sie die Freude über Ihre Schwangerschaft genießen, arbeitet Ihr Körper bereits auf Hochtouren.

Der Embryo gleicht in der 5. Schwangerschaftswoche einer länglichen, wurmartigen Gestalt. Es wachsen nun die Nervenstränge heran, die das Gehirn und Rückenmark des Kindes bilden. Diese noch primitiven Nervenstränge steuern später die Körperfunktionen und schaffen die Vorrausetzungen für das Bewusstsein. Oft spricht man in der fünften Schwangerschaftswoche deswegen vom Beginn eines neuen Lebens.

In der 5. SSW findet noch ein ganz großes Ereignis statt: Etwa am 22. Tag nach der Befruchtung beginnt das Herz des kleinen Embryos zum ersten Mal zu schlagen. Und wie es schlägt: Ungefähr doppelt so schnell wie das der werdenden Mutter. 

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Die Mutter in der 5. SSW: Der Körper verändert sich

Rein äußerlich ist noch nichts von der Schwangerschaft zu erahnen, im Körper der werdenden Mutter verändert sich allerdings jede Menge. Die Gebärmutter wird größer und weicher. Alles fängt an zu zwicken und zu ziehen. Schuld sind die Hormone, auf die sich der Körper erst einmal einstellen muss. Außerdem lockert sich auch das Bindegewebe, was das Ziehen im Unterleib erklärt – das Sie während der gesamten Schwangerschaft immer mal wieder begleiten wird.

Andere Symptome und Beschwerden, die nun auftreten können:
• Brustspannen
• Dunkelfärbung der Warzenhöfe
• Verstärkter Ausfluss
• Müdigkeit
• Stimmungsschwankungen
• Veränderungen im Geruchs- und Geschmackssinn

Kleines Schwangerschafts-Lexikon
  • 1 / 8
    Embryo

    Ein anderes Wort für Embryo ist Keimling. Dieses Wort verdeutlicht besser, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Ihr Baby befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase und hat noch keinerlei menschliche Züge.

  • 2 / 8
    Fötus

    Sind alle wichtigen Organe angelegt und ganz, beziehungseise fast vollständig entwicklelt, dann spricht der Frauenarzt ab sofort von einem Fötus. Diesen entscheidenden Entwicklungsschritt macht das Baby etwa um die 9. SSW und die 10. SSW.

  • 3 / 8
    Scheitel-Steiß-Länge

    Die Scheitel-Steiß-Länge wird mit SSL abgekürzt. An ihr kann der Arzt die Entwicklung des Fötus  überprüfen. Vermessen wird das Baby immer vom höchsten Punkt des Kopfes bis zum Steiß. Wegen der gekrümmten Haltung wird die Beinlänge nicht berücksichtigt.

  • 4 / 8
    Lanugobehaarung

    Die Lanugobehaarung ist ein feiner, farbloser Flaum am ganzen Körper des Fötus. Sie wächst zwischen der 13. und 16. SSW und ist eine natürlicher Schutz für die Haut des Ungeborenen. Bis zum Ende der Schwangerschaft stößt das Baby seine Lanugobehaarung wieder ab.

  • 5 / 8
    Käseschmiere

    Die Käseschmiere ist ebenso wie die Lanugobehaarung eine Art Schutzfilm auf der Haut des Babys. Dank des Lanugo bleibt die Käseschmiere optimal haften. Sie sorgt dafür, dass das Fruchtwasser, in dem das Baby liegt, die Haut nicht aufweicht.

  • 6 / 8
    Fundusstand

    Als Fundus wird der obere Rand der Gebärmutter bezeichnet. Je nachdem, wo der Fundus "steht", lässt sich die Größe der Gebärmutter ertasten. Gemessen wird immer vom oberen Rand bis zum Bauchnabel. Am Anfang der Schwangerschaft liegt der Fundus etwa eine Hand unter dem Bauchnabel, am Ende kanpp unter den Rippen.

  • 7 / 8
    Schädellage

    Bei einer noramlen Schwangerschaft liegt das Baby kurz vor der Geburt in der sogenannten Schädellage. Das heißt, das Köpfchen ist schon in das Becken gerutscht und Ihr Baby wartet in optimaler Geburtsposition auf den Startschuss.

  • 8 / 8
    Steißlage

    In manchen Fällen bleibt das Baby auch kurz vor der Geburt einfach in der Gebärmutter sitzen und dreht sich nicht automatisch mit dem Kopf nach unten. Man spricht von den Steiß- oder Beckenlage. Bis zur 38. SSW lässt es sich von außen noch drehen. Ist der Zeitpunkt überschritten, wird oft zum Kaiserschnitt geraten.


Tipps für die 5. SSW: Vorsorgeuntersuchung planen

Jetzt, da Sie Gewissheit haben, dass Sie schwanger sind, sollte Sie Ihr nächster Weg zum Frauenarzt führen. Dieser wird die Erstuntersuchung vornehmen. Er wird die Schwangerschaft offiziell durch einen Bluttest bestätigen und eine erste Kontrolluntersuchung durchführen: Dabei stellt der Arzt Ihre Blutgruppe und den Rhesusfaktor fest und testet Sie vor allem auf HIV und Röteln. Jetzt bekommen Sie auch Ihren Mutterpass, in dem alle wichtigen Daten festgehalten werden und der Ihnen offiziell bestätigt: Sie werden Mama!

Solange die Schwangerschaft nicht als Risikoschwangerschaft eingestuft wird, steht jetzt bis zur 32. SSW alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung an. Ab der 33. SSW sind es sogar zwei pro Monat, nach dem errechneten Geburtstermin müssen Sie etwa alle ein bis zwei Tage zur Kontrolle.
 
Bei der Erstuntersuchung wird Ihr Frauenarzt Sie über die ärztliche Begleitung während der Schwangerschaft aufklären und Sie über mögliche Zusatzuntersuchungen, die von der Krankenkasse nicht oder nur teilweise übernommen werden (wie der Toxoplasmose-Test oder die Nackenfaltenmessung) informieren.

Auf diese Fragen sollten Sie vorbereitet sein:
  • Fragen zur bisherigen Krankheitsgeschichte: auch Allergien, Stoffwechsel-, Kinder- und Erbkrankheiten
  • Fragen zu bisherigen Schwangerschaften, Fehlgeburten, Abbrüchen
  • Fragen zu Impfungen: vor allem gegen Röteln. Nehmen Sie einfach Ihren Impfpass zur Untersuchung mit
  • Sammeln Sie Fragen, die Sie persönlich interessieren und klären sie mit Ihrem Arzt ab

Natürlich sollte eine erste Untersuchung zu Ihrer eigenen Sicherheit möglichst bald durchgeführt werden, allerdings muss das nicht in der 5. SSW passieren. Als Deadline gilt die 8. Schwangerschaftswoche.

Eric Steiner, Oberarzt der Frauenklink an der Uniklinik Mainz informiert über wichtige Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft.

>> In unserem Schwangerschaftstagebuch erzählt Daniela, wie sie die 5. SSW erlebt hat: Die 5. Woche schwanger

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