6. SSW - Chaos im Hormonhaushalt

Hormoncocktail und rasante Entwicklungen: In der sechsten Schwangerschaftswoche ist einiges los! Ihr Körper fängt an, sich auf die neue Situation umzustellen und die Schwangerschaftshormone bringen Ihr Körpergleichgewicht gehörig durcheinander. Nun können auch Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit Ihre Begleiter für die nächsten Wochen werden.


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6. SSW: Die Hormonumstellung belastet den Körper

Ihr Baby in der 6. SSW


In der 6. SSW ist der Embryo etwa 4 mm groß.

Bereits in der 6. SSW (also 5+0 bis 5+6) beginnt Ihr Körper sich zu verändern. Als erstes spüren Sie das an den Brüsten. Diese werden plötzlich praller und reagieren sehr empfindlich auf jede Berührung. Schuld daran ist ein Hormoncocktail aus Progesteron, Östrogen und Prolaktin, der Ihre Milchdrüsen stimuliert. Auch Ihr Gebärmutterhals verändert sich in diesen Tagen entscheidend: Er wird fester und ist damit weniger beweglich als normal. Für Ärzte und Hebammen ist das eines der ersten ertastbaren Anzeichen für die Schwangerschaft. 
Das Baby in der 6. SSW: Die kleine Kaulquappe
Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine kleine Bohne und sieht aus wie eine Kaulquappe mit einem kleinen Schwanz, der das Rückenmark darstellt. Der Embryo entwickelt sich von oben nach unten, weswegen sich in der 6. SSW vor allem der Oberkörper entwickelt – und weshalb der Kopf überdimensional groß erscheint.

Hat sich das Herz in der 5. SSW noch nicht ganz entwickelt, ist es spätestens jetzt soweit für den ersten Herzschlag des kleinen Geschöpfs. Danach setzt auch die Entwicklung der anderen Organe ein: Leber, Magen, Darm. Und auch das Gehirn beginnt sich zu entwickeln.

Auch die winzigen Gliederknospen, aus denen sich Arme und Beine entwickeln, sind schon erkennbar. Die Hände und Füße sehen aus wie kleine Paddeln.

Und: In der sechsten Schwangerschaftswoche bilden sich bereits die ersten Gesichtsmerkmale. Dunkle Punkte an den Stellen, an denen sich später mal Augen, Nase und Ohren entwickeln werden, deuten bereits jetzt die Gesichtszüge an.

Ultraschallbild 6. Schwangerschaftswoche

Der kleine weiße Punkt in der MItte ist das Herz des Embryos


© vision net ag
Parallel dazu entwickelt sich die Plazenta, über die das Baby in den kommenden Monaten über die Nabelschnur mit allem, was es zum Leben braucht, versorgt wird.
Die Mutter in der 6.SSW: Übelkeit und Erbrechen

Bis Ihr Körper die schnelle Hormonumstellung verkraftet hat, wird es einige Wochen dauern. Bis dahin müssen Sie sich auf Schwangerschaftsübelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit einstellen: alles typische Schwangerschaftsanzeichen und ein sicherer Beweis, dass wirklich ein kleiner Mensch in Ihnen heranwächst.

Das hilft bei Übelkeit in der Schwangerschaft
  • 1 / 5
    Der richtige Start in den Tag

    Versuchen Sie noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu Essen: eine Scheibe trockenes Brot, Zwieback, Kräcker oder Trockenfrüchte.

  • 2 / 5
    Tee trinken

    Kamille- oder Pfefferminztee können das flaue Gefühl im Magen ebenfalls lindern.

  • 3 / 5
    Ingwer beruhigt

    Auch Ingwer beruhigt den Magen. Egal ob als Tee oder Pastille – der Inhalt ist entscheidend.

  • 4 / 5
    Kleine Portionen essen

    Essen sie lieber mehrere kleine Portionen am Tag. Diese vertragen Sie jetzt besser als ein großes Menü. Guten Snacks sind: Zwieback, rohe Haferflocken, Nüsse auch Obst wie Bananen. Das bindet die Magensäure und hilft gegen die Übelkeit.

  • 5 / 5
    Viel trinken

    Vergessen Sie nicht viel zu trinken. Beim Erbrechen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Sie könnten dehydrieren.


Viele werdende Mamas machen sich auch Gedanken, weil Sie zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft immer wieder ein Ziehen im Unterleib spüren. Meist ist dies aber völlig harmlos. Die Gebärmutter wächst und der Unterleib wird stärker durchblutet – das kann schon einmal ein bisschen ziehen. In den meisten Fällen also kein Grund zur Sorge – falls die Angst Sie dennoch nicht loslässt, gehen Sie auf Ihren Arzt zu und fragen Sie nach! Dafür ist er schließlich da.

In kurzer Zeit ändert sich in Ihrem Körper so viel, geben Sie ihm also Zeit, sich auf die Schwangerschaft einzustellen. Rechnen Sie damit, dass viele Dinge nun nicht mehr so schnell und glatt von der Hand gehen. Wichtig ist, Ihrem Körper jetzt nicht zu viel ab zu verlangen. Gönnen Sie sich regelmäßige Pausen und ruhige Momente zum Durchatmen.

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Folge 4: Unsicherheiten und Ängste plagen Daniela. Aber: So schlimm ist das alles gar nicht, es braucht nur Zeit und Austausch.


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von Nicole Metz




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