9. SSW - Die ersten Bilder vom Baby

In dieser Woche können Sie Ihr Baby zum ersten Mal sehen: Eine Ultraschalluntersuchung ist jetzt endlich möglich. Doch bis Ihre Schwangerschaft auch für andere sichtbar ist und sich der Babybauch rundet, dauert es noch eine Weile.


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9. SSW: der erste Ultraschall steht an

Ihr Baby in der 9. SSW


In der 9. SSW ist der Embryo etwa 2 cm groß.

Mit der 9. SSW (das heißt 8+0 bis 8+6) läuten Sie den dritten Schwangerschaftsmonat ein! Meist ist Ihre Schwangerschaft in der neunten Schwangerschaftswoche noch nicht zu erkennen. Sie selbst merken vielleicht schon, dass Ihr Bauch größer wird, bis anderen auffällt, dass sich der Babybauch rundet, dauert es aber noch ein bisschen.
Das Baby in der 9. SSW: Der Körper streckt sich
Mit der 9. Schwangerschaftswoche hat Ihr Baby die Embryonalperiode fast abgeschlossen: An Armen und Beinen entstehen Handgelenke, Ellenbogen und Knie. Auch einzelne Finger und Zehen sind inzwischen deutlicher zu erkennen – allerdings sind sie immer noch mit Schwimmhäuten verbunden. Das Baby ist inzwischen fast zwei Zentimeter groß -  gemessen vom Scheitel bis zum Steißbein. Der Arzt spricht dabei von der sogenannten Scheitel-Steiß-Länge oder kurz der SSL.

Achtung: Die Angaben zu Größe und Gewicht sind nur eine Richtlinie.
Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft entwickelt sich das Baby immer individueller. Daher können Größen- und Gewichtsangaben nur einen Durchschnittswert angeben. Ihr Nachwuchs kann gut und gerne ein bisschen kleiner oder größer sein – das ist kein Grund zur Sorge. Ihr Frauenarzt hat die Entwicklung Ihres Babys immer im Blick.

Die Mutter in der 9. SSW: Gewichtszunahme


Die erste deutliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft merken Sie etwa ab der 12. SSW. Nun geht es aber schon langsam los: Bis zum Ende des ersten Trimesters kann Ihr Körpergewicht um zwei bis drei Kilo steigen.

Das Baby hat daran nur einen geringen Anteil. Gebärmutter, Plazenta, Fruchtwasser und die größere Brust sorgen für die zusätzlichen Kilos. Bis zum Ende der Schwangerschaft werden Sie insgesamt zwischen zwölf und 18 Kilo zugenommen haben.

Allerdings ist die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft bei jeder Frau unterschiedlich. Der Body-Mass-Index (BMI) hilft, sich zu orientieren, wenn das Körpergewicht in der Schwangerschaft zunimmt.

Als Richtschlinie gilt:
Je dünner Sie sind, umso mehr sollten Sie zunehmen. Bei einem BMI unter 20 sind das 12 bis 18 Kilo, bei einem BMI von 20 bis 26 sind es 11,5 bis 16 Kilo und bei einem BMI von 26 bis 29 sind es 7 bis 11,5 Kilo. Ist Ihr BMI höher als 29 sollten Sie nur bis zu 9 Kilo zunehmen. Das gilt natürlich nicht für Zwillingsschwangerschaften. Hier können Sie (bei normalem BMI) am Ende bis zu 20 Kilo mehr auf die Waage bringen.

Die Hebamme Anke Kieltyka informiert über die wichtigsten Fakten zur natürlichen Gewichtszunahme in der Schwangerschaft:

Termine in der 9. SSW: Der erste Ultraschall
Zu den Vorsorgeuntersuchungen während Ihrer Schwangerschaft gehören drei Ultraschalluntersuchungen (Sonografien). Die erste erfolgt zwischen der 9. Schwangerschaftswoche und 12. Schwangerschaftswoche. Die zweite Ultraschall-Untersuchung wird zwischen der 19. SSW und der 22. SSW durchgeführt und die dritte zwischen der 29. SSW und der 32. SSW. Bei diesem ersten Ultraschall untersucht der Arzt, ob das Baby richtig in der Gebärmutter liegt, ob das Herz regelmäßig schlägt und ob das Baby groß genug ist. Und ganz wichtig: Mama und Papa erhalten das erste Bild von ihrem kleinen Schatz. Beim Ultraschall können Sie auch bereits – je nach Lage des Babys – zum ersten Mal den Herzschlag Ihres Babys hören sowie Ihrem Nachwuchs dabei zuschauen, wie er immer aktiver wird und sich immer mehr bewegt. Parallel dazu wird auch die zweite Vorsorgeuntersuchung durchgeführt.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass in den ersten Wochen nur eine leere Fruchthöhle beim Ultraschall zu sehen war, im Laufe der 9. Schwangerschaftswoche sollte sich jedoch zeigen, ob es sich um einen "Eckenhocker" handelt, also um einen Embryo, der sich an den Rand der Gebärmutter zurückgezogen hat, oder ob die Fruchthöhle tatsächlich leer ist und es sich um ein Windei handelt.

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Hallo Baby: Die Ultraschall-Untersuchungen sind ein unvergleichliches Erlebnis. Endlich können Sie Ihr Baby (wieder) sehen!


Wenn Sie älter als 35 Jahre sind, ist der Arzt verpflichtet, Sie auf pränatale Diagnostik hinzuweisen. Es liegt allerdings ganz allein bei Ihnen, ob Sie dieses Angebot wahrnehmen oder nicht. Sinnvoll ist es, sich früh darüber Gedanken zu machen, ob das Baby untersucht werden soll. Zu den Untersuchungen der Pränataldiagnostik zählen die Nackenfaltenmessung, die Fruchtwasseruntersuchung oder die Chorionzottenbiopsie. Diese dienen der Erkennung von Chromosomenanomalien wie Trisomie 21.

Zur Vorsorgeuntersuchung können Sie auch zur Hebamme gehen. Nur für den Ultraschall brauchen Sie einen extra Termin beim Frauenarzt. Egal, zu wem Sie gehen, die Krankenkasse zahlt Routineleistungen und notwendige Behandlungen. In Einzelfällen, wie zum Beispiel bei einem Bluttest, können Kosten auf Sie zukommen.

>> Bilder-Nachschub bei Daniela. Sie ist fasziniert, wie viel man doch schon erkennen kann. Die neue Folge des Schwangerschaftsbuches lesen Sie hier: 9. Woche schwanger.

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