Mutterpass: Tabellen entziffern

Wiegen, Urinprobe und eine Untersuchung des Babybauches - und anschließend wird alles irgendwie im Mutterpass dokumentiert. Was bei den Untersuchungen genau germessen wird und wie Sei die Tabellen entziffern können.


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Mutterpass: Seite 7 und 8


Bis zur 32 SSW ist pro Monat ein Besuch beim Gynäkologen oder bei der Hebamme vorgesehen, danach wird alle zwei Wochen der Stand der Dinge ins sogenannte Gravidogramm eingetragen. Für die Messungen muss Mama: '

auf die Waage,
auf die Toilette,
zur Blutabnahme,
ihr Bauch wird abgetastet und -gehört.
Nachdem all diese "Pflichten" erfüllt sind, werden die gemessenen Daten in den Mutterpass eingetragen. Doch wie genau entschlüsselt Mama diese Tabellen im Mutterpass? 
Der Fundusstand ist der Abstand der oberen Gebärmutterkante (Fundus) zum Schambein (Symphyse), später zum Nabel (Na) und zum Rippenbogen (Rb oder Ribo). Er dokumentiert das Wachstum der Gebärmutter. Gemessen wird in Querfingern (QF). Daran kann der Arzt und die Hebamme abmessen, ob die Schwangerschaft gesund verläuft. Früher war das die einzige Methode, um das festzustellen. Inzwischen kann der Ultraschall das viel gernauer messen.

Die Kindslage ist entweder eine Schädellage (SL), eine Querlage (QL) oder eine Beckenendlage bzw. Kopflage (BEL oder KL).

Mit Plus- und Minuszeichen dokumentieren der Arzt oder die Hebamme die Herztöne und Kindsbewegungen und kontrollieren, ob Ödeme (Wassereinlagerungen) oder Varizen (Krampfadern) vorliegen. Auch Gewicht und Blutdruck der Schwangeren werden eingetragen.

In der Spalte Hb im Mutterpass geht es um den Eisenwert im Blut. Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, dem in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) enthaltenen Farbstoff. Er transportiert den Sauerstoff. Um ihn herzustellen, braucht der Körper Eisen. Durch die Zunahme des Blutvolumens bei Schwangeren sinkt deren Eisenwert. Ab einem Wert von 10,5 helfen Eisenpräparate, die Sauerstoffversorgung des Babys zu sichern.

Unter Sediment im Mutterpass werden die Urinbefunde eingetragen. Weder Eiweiß, Zucker, Nitrit noch Blut sollten enthalten sein. Positive Werte zeigen mögliche Blasen- , Nieren- oder Zuckerkrankheiten an.

Die vaginale Untersuchung ermittelt, wie lang der Gebärmutterhals ist und ob der Muttermund noch geschlossen ist. Wichtig, um eine Frühgeburt vorauszusehen.

Hebammentipp:
Mit einer bewussten Ernährung haben Sie einen schlappen Eisenwert schnell im Griff. Vitaminreiches Getreide, Fleisch, Obst und Gemüse helfen. Beachten Sie allerdings, dass  Kaffee, Milchprodukte und schwarzem Tee die Eisenaufnahme hemmt.