Schlafen in der Schwangerschaft: die besten Tipps gegen Schlafstörungen

Gesegnete Nachtruhe!

Schlafen in der Schwangerschaft: die besten Tipps gegen Schlafstörungen

Wie wichtig ein entspannter Schlaf ist, merkt man erst dann, wenn man auf ihn verzichten muss. Fast alle Schwangeren sind von Schlafstörungen betroffen. Wir haben ein paar Tipps, wie dein Schlaf auch in der Schwangerschaft erholsam und ungestört bleibt.

Viele Schwangere leiden unter Schlafstörungen.

Viel Ruhe, Entspannung und ein paar extra Stunden Schlaf. Gerade während der Schwangerschaft wird das oft empfohlen. Denn das kommt nicht nur der werdenden Mutter zugute, deren Körper Höchstleistungen absolviert. Auch das Ungeborene braucht die Ruhestunden für seine Entwicklung im Mutterleib. Doch für viele Frauen ist es gar nicht so einfach, erholsamen Schlaf zu finden. Es gibt viele Gründe, warum vor allem Schwangere nachts immer wieder aufwachen oder gar nicht erst einschlafen können.

  • Beim Einschlafen drehen sich die Gedanken nur um das Baby, und der Kopf will einfach nicht zur Ruhe kommen.
  • Die hormonelle Umstellung sorgt bereits zu Anfang der Schwangerschaft für schlaflose Nächte.
  • Häufiger Harndrang auch schon zu Schwangerschaftsbeginn lässt dich keine Nacht durchschlafen.
  • Der dicke Babybauch lässt es kaum zu, eine bequeme Schlafposition zu finden.
  • Das Baby tritt und bewegt sich gerade dann, wenn du schlafen möchtest.

Welche Schlafpositionen sind in der Schwangerschaft erlaubt?

Gerade die richtige Schlafposition ist wichtig, wenn du zur Ruhe kommen möchtest. Das ist während der Schwangerschaft - vor allem im dritten Trimester - gar nicht mehr so einfach. Grundsätzlich gilt: So lange es bequem ist, kannst du deine Schlafposition frei wählen.

Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Bauch

Du kannst gerne in Bauchlage schlafen, wenn es für dich gemütlich ist. Deinem Baby schadet diese Position nicht, denn es ist durch das Fruchtwasser gut gepolstert und wird nicht gedrückt. Je nachdem, wie schnell der Babybauch an Umfang zulegt, wird diese Position jedoch irgendwann unangenehm für dich. Weder ganz von allein, noch unbewusst im Schlaf wirst du dich dann noch auf den Bauch drehen, um zu schlafen.

Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Rücken

Auch in der Rückenlage wirst du eher nicht bis zum Ende der Schwangerschaft durchhalten können. Das Gewicht des Bauches drückt auf die Nerven, die inneren Organe und die großen Gefäße wie die untere Hohlvene. Diese gehört zu den wichtigsten Venen im Körper und transportiert das Blut vom unteren Teil des Körpers bis zum Herzen. Außerdem unterstützt sie die Nieren dabei, Schadstoffe aus dem Körper zu filtern. Wird sie lange eingeengt, hat das Folgen: Der Blutfluss in deinem Körper wird gedrosselt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch für das Baby gefährlich werden, denn seine Versorgung kann dadurch ebenfalls reduziert werden. Normalerweise wirst du nachts wach, wenn du dich hochschwanger unbewusst auf den Rücken gedreht hast, denn der Körper reagiert zum Glück auf die Veränderung des Blutflusses. Kurze Phasen in der Rückenposition sind nicht bedenklich.

Schlafen in der Schwangerschaft: auf der Seite

Um deinen Bauch und die inneren Organe zu entlasten und zu tiefem, erholsamem Schlaf zu finden, solltest du dir angewöhnen, auf der Seite zu schlafen. Gewöhne dir dabei frühzeitig an, vor allem auf der linken Seite zu liegen. In dieser Position wird der Druck von der unteren Hohlvene genommen, das Blut zirkuliert frei, und für dich bedeutet das: keine dicken Beine mehr am Morgen. Ein Stillkissen oder viele kleine Sofakissen helfen außerdem dabei, trotz dickem Bauch eine angenehme Seiten-Schlaflage zu finden und sie zu halten. Verteile die Kissen zwischen deinen Beinen, unter deinem Bauch und hinter deinem Rücken. Das nimmt den Druck von den Muskeln rund um Hüfte und Becken. Statt vieler Kissen kannst du auch einfach ein Schwangerschaftskissen* verwenden. Der Vorteil: Später kannst du es auch als Stillkissen benutzen!

Neben der richtigen Position können dir auch Rituale helfen, um gut in den Schlaf zu kommen:

  • Gönn dir ein entspannendes Bad vor dem Schlafengehen.
  • Schalte mindestens 30 Minuten vor der Nachtruhe deinen Computer & das Smartphone aus.
  • Lasse die Geschehnisse des Tages vor dem Schlafengehen noch einmal Revue passieren oder schreibe sie nieder, um den Kopf frei zu bekommen.
  • Trinke vor dem Schlafengehen nicht zu viel, damit du nachts nicht zu oft auf die Toilette gehen musst.
  • Benutze dein Stillkissen zur Entlastung des Bauches und deiner Muskeln.

Die schlechte Nachricht trotz aller guten Tipps: In den letzten Wochen vor der Geburt hat ein Großteil der Schwangeren Schlafprobleme, die sich auch nicht mehr mit kleinen Kniffen ausgleichen lassen. Jetzt hilft nur noch die Devise: Durchhalten, es dauert nicht mehr lang!

Was uns geholfen hat: tagsüber, wann immer es geht, kleine Pausen einzulegen. Ein kurzes Nickerchen von etwa 20 Minuten kann dabei Wunder wirken.

*gesponerter Link

Bildquelle:

Getty Images

Galerien

Lies auch

Teste dich