22. SSW - Das Baby legt zu

Ein Schritt nach dem anderen. Das gilt für dich jetzt vor allem morgens. Denn auch deinem Kreislauf macht die Schwangerschaft zu schaffen. Gib deinem Körper also Zeit, in Schwung zu kommen und stehe nur langsam auf.

22. SSW: Das Baby legt sich eine Fettschicht zu.

Dein Baby in der 22. SSW


In der 22. SSW ist der Fötus etwa 28 cm groß. Er wiegt circa 475 g.
In der 22. SSW (also 21+0 bis 21+6) der Schwangerschaft und darüber hinaus kannst du unter häufigem Schwindel leiden. Ursache ist ein kurzzeitiger Blutmangel im Gehirn, weil das Blut in die Beine sackt: Dir wird schwarz vor Augen oder die Ohren rauschen. Stehe deshalb immer langsam auf und gib deinem Kreislauf vor allem morgens Zeit, in Schwung zu kommen. Für dein Baby sind die kurzen Schwindelanfälle keineswegs schädlich. Es wird weiterhin mit genug Sauerstoff versorgt.

Hält der Schwindel dauerhaft an, dann solltest du zum Arzt gehen, um eine Blutarmut ausschließen zu können. Die sogenannte Anämie entsteht durch einen Eisenmangel. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann dieser öfter auftreten, da sowohl Mutter als auch Kind ausreichend versorgt werden müssen. Aber keine Angst: Dein Arzt hat deine Blutwerte im Blick, da du bei den Vorsorgeuntersuchung kontrolliert wirst.

Das Baby in der 22. SSW: Wonneproppen

Bis jetzt war dein Fötus nur damit beschäftigt zu wachsen. In den nächsten Wochen wird er im wahrsten Sinne auch „fetter“. Der Längenwachstum wird geringer und das Gewicht deines Babys steigt: Unter der Haut bildet sich nämlich nach und nach eine Fettschicht, die für das Baby nach der Geburt ein wichtiger Wärme- und Energiespeicher ist. Man spricht vom "braunen Fettgewebe", das besonders schnell in Energie verwandelt werden kann.

Mit diesem ist der Körper des Babys auch bald in der Lage, seinen Wärmehaushalt in den Ansätzen selber zu regulieren. Dadurch ist die Haut jetzt auch weniger durchscheinend als in den frühen Phasen der Schwangerschaft. Spannend: Auch als Laie kannst du den Herzschlag des Kindes ab diesem Zeitpunkt herum mit der Hilfe eines kleinen Verstärkers – wie einem Hörrohr - wahrnehmen.

Die Mutter in der 22. SSW: Schwangerschaftsbeschwerden

Bei vielen Frauen treten in der 22. Schwangerschaftswoche wieder Schwangerschaftsbeschwerden auf. Da dein Unterkörper stärker mit Blut versorgt wird, könntest du mehr vaginalen Ausfluss haben – und öfter zur Toilette müssen. Einige Frauen leiden auch an Krampfadern oder Hämorrhoiden.

Ab der 22. SSW steigert sich auch dein Magnesiumbedarf – da dein Kind einen großen Anteil deiner Magnesiumzufuhr benötigt. Magnesiummangel äußert sich durch Muskelschmerzen und Magen- und Muskelkrämpfen. Dein Arzt wird einen Mangel am Blutbild feststellen können und dir ggf. Nahrungsergänzungsmittel empfehlen bzw. dich dazu anhalten, besonders magnesiumreiche Nahrungsmittel zu dir zu nehmen.

Tipps für die 22. SSW: Auf die Geburt vorbereiten

In der 22. Schwangerschaftswoche wird es langsam Zeit, dass du dir konkrete Gedanken über die Geburt machen und diese mit deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme besprichst. Vielleicht hilft es dir, wenn du einen Geburtsplan erstellst, in dem du alle wichtigen Informationen und Wünsche einträgst. Du solltest dich mit solchen Fragen beschäftigen, wie: Wen möchtest du bei der Geburt dabei haben? Welche medizinischen Eingriffe kommen für dich in Frage?

Hier findest du eine Vorlage für einen Geburtsplan zum Ausdrucken.

Und vor allem: Wo soll die Geburt stattfinden? Wähle den für dich passenden Geburtsort, der Sicherheit und Geborgenheit gibt.

Krankenhaus: In Deutschland kommen die meisten Kinder im Krankenhaus zur Welt. Die freiberufliche Hebamme, die dich auch in der Schwangerschaft betreut hat, ist in der Klinik ebenfalls für dich da.


Eric Steiner, Oberarzt der Frauenklinik an der Uniklinik Mainz informiert über die Geburt im Krankenhaus:

Geburtshaus: Das Geburtshaus ist ideal, wenn du das Baby nicht im Krankenhaus zur Welt bringen willst, aber dennoch nicht auf medizinische Sicherheit verzichten möchten. Hebammen und auch Frauenärzte leiten die Geburtshäuser.

Perinatalzentrum: Ein Perinatalzentrum gibt es meisten nur in größeren Städten. Der Vorteil: Perinatalzentren verfügen in der Regel über neuste Technik, um dein Frühchen bestmöglich zu versorgen.

Hausgeburt: Der Vorteil einer Hausgeburt liegt darin, dass sich die Geburt in vertrauter, familiärer Atmosphäre abspielt. Hebammen führen dich durch die Geburt und sind darauf geschult, Gefahren zu erkennen. Wenn es medizinisch notwendig ist, wirst du sofort ins Krankenhaus gebracht.

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