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STIKO empfiehlt Keuchhusten-Impfung für Schwangere

Krankenkasse zahlt

STIKO empfiehlt Keuchhusten-Impfung für Schwangere

Keuchhusten kann für Säuglinge lebensbedrohlich sein. Daher empfiehlt die STIKO nach neuesten Studien die Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft, um das Neugeborene zu schützen. Der Gemeinsame Bundesausschuss macht nun den Weg frei, dass diese Schutzimpfung eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen wird.

Studien belegen: Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft schützt Neugeborene

Pertussis bzw. Keuchhusten ist immer noch eine weltweit häufige Erkrankung bei Kindern und Säuglingen. In Deutschland gibt es jährlich ca. 12.000 Fälle von Keuchhusten. Kinder, die an Keuchhusten erkranken, leiden unter quälenden Hustenattacken und zähem Schleim in den Lungen, den sie nicht loswerden können. Ein wenige Wochen alter Säugling würde daran sterben. Trotz hoher Impfquoten von Frauen ein paar Jahre vor der Schwangerschaft führte dies nicht zu dem notwendigen Nestschutz der Mehrzahl der Säuglinge. Mütter, die in ihrer Schwangerschaft bereits die Keuchhusten-Impfung erhielten, bekamen deutlich seltener Säuglinge, die an Keuchhusten erkrankten.

So wichtig ist die Keuchhusten-Impfung während der Schwangerschaft

Ein Impfung für Säuglinge ist erst ab dem Alter von zwei Monaten möglich. Daher ist es so wichtig, dass die Keuchhusten-Impfung bereits in der Schwangerschaft erfolgt, damit der Säugling durch den Nestschutz der Mutter profitieren kann. Die Impfung sollte laut STIKO in den letzten Monaten der Schwangerschaft durchgeführt werden, genauer gesagt ab der 28. Schwangerschaftswoche. Wenn bei euch eine Frühgeburt wahrscheinlich ist, solltet ihr im zweiten Drittel der Schwangerschaft die Impfung erhalten. Zudem sollte die Keuchhusten-Impfung in jeder erneuten Schwangerschaft aufgefrischt werden, auch wenn die Mutter zwischendurch eine Keuchhusten-Impfung erhielt. Nur dann ist die Antikörperkonzentration im Körper der Mutter ausreichend hoch, um den wichtigen Schutz an das Baby weiterzugeben.

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Krankenkassen müssen Keuchhusten-Impfung bezahlen

Die Keuchhusten-Impfung gehört ab sofort zu den Schutzimpfungen, die von der Krankenkasse gezahlt werden. Da der GBA die Empfehlung der STIKO umgesetzt hat, müssen die Krankenkassen jetzt die Pertussis-Impfung in ihren Katalog der Schutzimpfungen aufnehmen und jeder Schwangeren diese Leistung bezahlen. Zusätzlich  sollen auch alle Personen, die zur Familie und zum engen Kontaktkreis des Babys gehören, Anspruch auf die Impfleistung haben. Wenn du aktuell schwanger bist oder ihr gerade an der Familienplanung arbeitet, dann fragt am besten eure Gynäkologin oder den Gynäkologen nach der neuen Kassenleistung und sprecht ihn auf die Impfung an.

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Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Mein Fazit

Als ich 2018 schwanger war, gehörte die Keuchhusten-Impfung während der Schwangerschaft noch nicht zu den Pflichtleistungen dazu. Meine Gynäkologin checkte lediglich meinen Impfpass, ob ich gegen Keuchhusten geimpft worden war, empfahl aber keine Auffrischung. Dass das jetzt anders ist und nach entsprechenden Studien angepasst wird, ist wichtig für alle Schwangeren, die ihr Neugeborenes gegen Keuchhusten schützen möchten. Ich finde das sehr wichtig.

Bildquelle: Getty Images/AndreyPopov

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