Einnistungs-Symptome: Was ist die Einnistungsblutung?

Wenige Tage nach der Befruchtung der Eizelle nistet sich diese in der Gebärmutter ein – dieser Vorgang wird auch Einnistung oder Nidation genannt. Wann genau das passiert, wie und ob du die Einnistung spüren kannst und wann und woran du merkst, dass es geklappt hat, erfährst du hier.

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Die Einnistung kann sich durch ein leichtes Ziehen bemerkbar machen.


Jeden Monat zur Zyklusmitte, also etwa am 14. Tag, wandert eine Eizelle vom Eierstock durch den Eileiter und in Richtung Gebärmutter. Wird sie in dieser Zeit von einer Samenzelle befruchtet, setzt sie sich in der Gebärmutter fest und verbindet sich hier über die Gebärmutterschleimhaut mit dem Blutkreislauf der Mutter. Dieser Vorgang wird auch Nidation oder Einnistung genannt und dauert im Schnitt 5 bis 7 Tage. Ob eine Einnistung stattgefunden hat, lässt sich mit einem Schwangerschaftstest nach Ausbleiben der Periode, im Schnitt 14 Tage später feststellen. Während viele Mamas so von ihrer Schwangerschaft erfahren, nicht wenige erst Wochen und Monate später, haben andere bereits Schwangerschaftssymptome vor dem Ausbleiben der Periode. Einige glauben sogar, sie können die Einnistung der Eizelle spüren, wenn sie passiert. Woran erkennst du also, ob es mit der Einnistung geklappt hat?

Wann findet die Einnistung statt?

Die Einnistung findet in der zweiten Zyklushälfte etwa 5 bis 7 Tage nach der Befruchtung statt – bei einem 28-Tage-Zyklus also am 19. bis 21. Tag. Die Zykluslänge selbst kann von Frau zu Frau aber stark variieren, bei den meisten Frauen liegt sie zwischen 25 und 32 Tage, aber auch weniger und Zyklen über 40 Tage sind möglich. Dazu kommt, dass die Länge deines Zyklus von Monat zu Monat unterschiedlich sein kann. 

Wie bestimme ich den Zeitpunkt der Einnistung?

Mit unserem Eisprungrechner kannst du den durchschnittlichen Zeitpunkt deines Eisprungs berechnen lassen, der auf deiner Zykluslänge basiert, aber jeden Monat natürlichen Schwankungen unterliegt. Mit einem Ovulationstest kannst du den Zeitpunkt des Eisprungs im Vorfeld bestimmen und somit den Termin herausfinden, an dem die Einnistung wahrscheinlich sein wird, wenn es diesen Monat klappen sollte.

Was sind die Symptome der Einnistung?

Ob und woran du eine Einnistung spüren kannst, hängt von einigen Faktoren ab. So haben einige Frauen ein sehr starkes Gespür für kleinste Veränderungen in ihrem Körper, während andere eine sehr hohe Schmerzgrenze haben. Wenn ihr aktiv versucht, ein Baby zu bekommen, achtest du wahrscheinlich auf alle möglichen Anzeichen und hörst mehr in dich hinein, als wenn du überhaupt nicht mit einer möglichen Schwangerschaft rechnest. Genauso wenig lässt sich hundertprozentig sagen, dass die Symptome, die du verspürst, mit der Einnistung und nicht mit PMS, einem Infekt oder einer stressbedingten hormonellen Schwankung zusammenhängen. So laufen ca. 65 % der Einnistungen ohne Symptome ab. In den anderen 35 % kommt es zu einer leichten Blutung, die ohne Schmerzen verläuft. Zusätzlich können folgende Anzeichen bei der Einnistung auftreten: 

  • leichtes Ziehen im Unterleib
  • Ziehen im unteren Rücken
  • leichte Übelkeit
  • das Gefühl, als würde sich eine Blasenentzündung anbahnen
  • leichte bis mittlere Schmierblutung an den folgenden Tagen

Was ist die Einnistungsblutung?

Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet, werden kleine Blutgefäße in der Gebärmutterwand verletzt und somit eine leichte ungefährliche Blutung verursacht. 

Manchmal entsteht so ein leichtes Hämatom in der Gebärmutter, das dann vaginal abblutet. Nach einigen Tagen lässt sich so eine Schmierblutung, die Einnistungsblutung, feststellen. Je nach Größe des Hämatoms können es nur ein paar rosa Striemen oder aber eine Perioden-ähnliche Blutung sein. Woran kann man also zwischen Einnistungsblutung und Periode unterscheiden?

Einnistungsblutung oder Periode: Woran merkt man die Einnistungsblutung?

Besonders, wenn dein Zyklus 28 Tage oder kürzer ist, tritt die Einnistungsblutung häufig zu dem Zeitpunkt auf, an dem deine Periode fällig ist, plus minus einige Tage: Bei über 70 % aller Frauen tritt sie zwischen 7 und 13 Tagen nach dem Eisprung auf. Die meisten Frauen haben eine Schmierblutung an den Tagen vor der Periode, bis dann die eigentliche Monatsblutung einsetzt. Auch ist es nicht ungewöhnlich, dass die Periode manchmal sehr schwach ausfällt. So kommt es, dass einige Frauen ihre Einnistungsblutung für die Regelblutung halten und umgekehrt. Ob es sich bei deiner Blutung um eine Einnistungsblutung oder deine Periode handelt, kann ggf. deine Gynäkologin feststellen, indem sie einen Bluttest macht. Bereits 5 Tage nach dem Eisprung lässt sich eine Schwangerschaft so nachweisen. Genauso sicher und einfacher ist es, bis zum Tag der ausbleibenden Periode, im Schnitt 14 Tage nach dem Eisprung bzw. dem 29. Zyklustag, zu warten und zu Hause einen Schwangerschaftstest zu machen. Ein Schwangerschaftsfrühtest kann auch schon 11 Tage nach dem Eisprung ein positives Ergebnis anzeigen, die Wahrscheinlichkeit liegt aber nur bei 50 bis 60 %.

Schwanger ohne Einnistungsblutung?

In fast zwei Drittel der Schwangerschaften kommt es zu keiner Einnistungsblutung. Wenn dein Schwangerschaftstest positiv ist, macht das also keinen Unterschied: Das Ausbleiben der Einnistungsblutung hat nichts mit der Wahrscheinlichkeit, schwanger zu sein oder der Gesundheit der Schwangerschaft zu tun. Häufig wird das Blutgerinnsel aufgelöst, bevor es die Gebärmutter verlässt. Bei der Mehrzahl der schwangeren Frauen tritt somit keine Einnistungsblutung auf. 

Quellen: 
Berufsverband der Frauenärzte e. V. 
American College of Obstetricians and Gynecologists

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