Babynahrung im Test: Babybrei-Testsieger von Stiftung Warentest

Nur 3 mit “Gut”

Babynahrung im Test: Babybrei-Testsieger von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat Babynahrung in Form von 19 fertigen Babybreien für den Abend getestet und nur drei schnitten mit “Gut” ab. Vier Babybreie erzielten gar nur ein “Ausreichend”.

Mit der Frage im Kopf “Tut der Brei dem Baby gut?” analysierte Stiftung Warentest Abendbreie verschiedener Marken zum Anrühren und aus dem Glas und kam zu einem gemischten Ergebnis, dass manchen Eltern (aber hoffentlich nicht den Kindern) Bauchschmerzen bereiten dürfte.

So hat Stiftung Warentest die Babynahrung getestet

Die Experten von Stiftung Warentest haben 19 Milch-Getreide-Breie, davon 12 Pulver zum Anrühren mit heißem Wasser (darunter 8 Bioprodukte) und 7 Fertigbreie im Gläschen (darunter 6 Bioprodukte) unter den Gesichtspunkten Ernährungsphysiologische Qualität (50%), Einfluß auf die Geschmacksprägung (5%), Kritische Stoffe (20%), Mikrobiologische Qualität (5%), Verpackung (5%) und Deklaration (15%) getestet. Die Produkte wurden alle im März 2019 im regulären Handel gekauft. Die Preise wurden im Juli 2019 durch eine Anbieterbefragung ermittelt.

Die Testergebnisse im Überblick

Für Eltern dürfte das Ergebnis beim Babynahrungs-Test eher ernüchternd sein: Viel zu viele Babybreie enthielten in Babynahrung nicht erwünschte Substanzen wie Zucker und Fruchtpulver oder gar Arsen, Chlorat, Isododecan und 3-MCPD-Ester. Alles Dinge, die wir Eltern lieber nicht unserem Kind füttern wollen.
Es gibt aber natürlich auch Babynahrung, die ihr eurem Baby mit gutem Gewissen füttern könnt: die drei Testsieger stammen alle aus dem Bio-Sortiment und werden vom Abendbreipulver Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks* angeführt, das den Gesamtsieg holte.

Die Testsieger: Babynahrung mit Bio-Siegel von Hipp überzeugt im Stiftung Warentest

Die drei Testsieger im Stiftung Warentest 2019 sind alle drei Bio-Babynahrung. Zwei der Babybreie sind zum Anrühren und einer aus dem Glas. Mit der Note “Gut” (1,9) holte sich das Abendbreipulver Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks den Gesamtsieg*, gefolgt vom Breipulver Babylove Bio Milchbrei Grieß von dm mit ebenfalls der Note “Gut” (2,1). Drittplatzierter, ebenfalls mit “Gut” (aber nur 2,4) wurde der Alnatura Abendbrei Grießbrei Pur.

Die drei Testsieger im Detail

Babynahrung im Test: Hipp Milchbrei Kinderkeks BIO

1. Platz: Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks

Die Babynahrung zum Anrühren von Hipp klingt mit dem Wort "Kinderkeks" im Namen zwar ungesund, ist aber mit einer Bewertung von "gut" (1,9) der Gesamtsieger im Stiftung Warentest Babybrei für den Abend geworden.
Der Babybrei überzeugte mit einem sehr niedrigen Zuckergehalt. Der Einfluss auf die Geschmacksprägung des Kindes ist gering, da der Babybrei nur eine sehr leichte Vaniellenote hat. Auch bei den Tests zu den kritischen Stoffen und der mikrobiologischen Qualität schnitt der Hipp Bio-Milchbrei mit "gut" und "sehr gut" ab. Einzig bei der Verpackung und der Deklaration erhielt die Babynahrung im Test nur jeweils ein "befriedigend". Der Milchbrei enthält Weizen und Mais.

Preis: Der Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks kostet pro 100g ca. 0,79 € und wird laut Deklaration ab dem 6. Monat empfohlen. Im Vorratspack (4x 450g) für 15 € bei Amazon erhältlich*.

Babynahrung im Test: dm babylove Bio Milchbrei Grieß

2. Platz: dm Baby-love Bio Milchbrei Grieß

Der zweitplatzierte Babybrei für den Abend von dm Baby-love ist auch Bio, nährt euer Kind mit Grieß und ist ebenfalls zum Anrühren. Mit einer Bewertung von "gut" (2,1) liegt er nur knapp hinter dem Brei von Hipp.
Im Test zeigte sich, dass auch die Babynahrung von dm einen sehr geringen Zuckergehalt aufweist, was sehr positiv ist. Allerdings wurde ebenfalls ein niedriger Eisengehalt gemessen, was eher ungünstig ist. Wie der Testsieger hat der Babybrei ebenfalls eine nur leichte Vanille-Note und nimmt so keinen zu prägenden Einfluß auf den sich entwickelnden kindlichen Geschmack. Die Deklaration schnitt hier besser ab als bei Hipp und auch die Verpackung wurde etwas besser bewertet.

Preis: Der dm Baby-love Bio Milchbrei Grieß kostet 0,48 € pro 100 Gramm und kann laut Verpackung ab dem 6. Monat gegeben werden. Im 600g-Vorteilspack für 2,85 € im Online-Shop oder Ladengeschäft von dm erhältlich.

Babynahrung im Test: Milchbrei Griesbrei Pur BIO

3. Platz: Alnatura Abendbrei Grießbrei pur BIO

Auf dem dritten Platz landet im Test Babynahrung im Glas: der Abendbrei Griesbrei pur von Alnatura schneidet ebenfalls mit "gut" (2,4) ab.
Der Babybrei für den Abend sättigt mit Weizen(-grieß) und enthält ebenfalls wenig Zucker. Wie der Brei von dm ist aber auch hier sehr wenig Eisen enthalten, was negativ bewertet wurde.

Der Name PUR ist hier Programm und so kommt der Babybrei völlig ohne aromagebende Zutaten aus. Bei der Bewertung des Einfluß auf die Geschmacksprägung erzielt diese Babynahrung im Test ein "sehr gut" (1,0).
Auch bei allen anderen Testmerkmalen kommt der Abendbrei von Alnatura immer auf ein "gut" oder gar "sehr gut". Die Babynahrung landet bei Stiftung Warentest nur deshalb nicht ganz oben auf dem Siegertreppchen, weil die ernährungsphysiologische Qualität wegen des sehr niedrigen Eisengehalts nur "befriedigend" ist.

Preis: Der Alnatura Abendbrei Grießbrei pur kostet 0,52 € pro 100 Gramm und kann laut Verpackung ab dem 6. Monat gegeben werden. Im 6 Gläschen-Vorteilspack für 5,94 € im Online-Shop oder Ladengeschäft von alnatura erhältlich.

Die Verlierer: Die meiste Babynahrung im Test enthielt zu viel Zucker, Fruchtpulver und einige sogar Schadstoffe

Mit nur “ausreichend” wurden gleich vier Babybreie bewertet, aber nur zwei davon mit einer vier vor dem Komma. Den vorletzten Platz belegte der Abendbrei Keks von Bebivita, der von allen getesteten Breien am meisten Zucker enthielt, in Kombination mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, sehr wenig Eisen und wenig Jod.
Auf dem allerletzten Platz mit einer Bewertung von 4,5, also gerade noch “ausreichend”, landete mit Abstand der Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann. Der Babybrei enthält einen mittleren Zuckergehalt, vor allem Fructose, und schnitt auch bei den enthaltenen kritischen Stoffen am schlechtesten ab.

Einige Produkte enthielten Schadstoffe, die nur knapp unterhalb der Grenzwerte lagen. Besonders in den Breien mit Reispulver wurden nennenswerte Mengen von Arsen gefunden. Arsen gilt als krebserregend und hat in unserer Nahrung nichts zu suchen – und schon gar nicht in Babynahrung. Neben Arsen wurden in verschiedenen Produkten auch noch folgende Schadstoffe gefunden: der als krebserregend geltende Stoff 3-MCPD-Ester, Chlorat und das Lösungsmittel Isododecan.

Aber nicht nur chemische Stoffe oder Verbindungen im Babybrei können unseren Kindern schaden. Auch Zucker und Fruchtpulver ist für so kleine Kinder keine adäquate Zutat.

In Deutschland ist es erlaubt, dass bis zu 30 % der Energie in Babykost aus zugesetztem Zucker kommen darf. Diesen Grenzwert schöpft der Abendbrei Keks von Bebivita mit 27% fast aus. Die Babynahrung erhält im Test daher nur die Note "ausreichend" (4,0) und landet damit auf dem letzten Platz der Babybreie für den Abend aus dem Glas.

Auch Fruchtpulver bringt unnötige Süße in den Brei und kann damit die langfristige Geschmacksprägung unserer Kinder negativ beeinflussen. Besonders der Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann schmeckte den Testern deutlich zu süß und künstlich fruchtig, weshalb sie im Test Minuspunkte vergaben. Die Babynahrung von Rossmann ist deshalb mit einer Bewertung von gerade noch "ausreichend" (4,5) das Schlusslicht bei den Babybreien zum Anrühren. Hier wurden, wie oben schon erwähnt, außerdem auch noch Schadstoffe gefunden und die Deklaration war gar "mangelhaft".

Den gesamten Abendbrei-Test findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 09/2019 und als kostenpflichtiger Download bei Stiftung Warentest.

Familie.de-Kaufberatung für Babynahrung im Bereich Babybrei

Der Alltag mit Baby ist anstrengend und oft stressig, deshalb schaffen auch wir es nicht immer, die Babynahrung für unser Kind immer frisch zuzubereiten. Die drei Babynahrungen im Test, die alle mit "gut" abgeschnitten haben, würden wir daher auch ohne Bedenken kaufen.

Unser Tipp: Babybrei selber machen

Nicht nur wir, auch Stiftung Warentest, rät Eltern dazu, den Babybrei einfach selber zu machen – mit frischen Früchten, Milch und einem für Babys passenden Getreide mit möglichst hohem Nährstoffgehalt, wie z. B. Haferflocken und Hirse, ist das gar nicht schwer und schnell gemacht.

Mit den richtigen Zutaten ist das sogar auf Vorrat möglich, damit ihr nicht jeden Abend in der Küche stehen müsst. Dabei helfen euch die richtigen Küchengeräte: ein guter Pürierstab, z. B. von Bosch für ca. 30 €* oder ein Standmixer, z. B. von Philips für 125 €* (der macht auch gleich stärkende Smoothies für Eltern und ältere Kinder) und praktische Behälter zum Aufbewahren, Einfrieren, Aufwärmen und Mitnehmen, z. B. BPA-frei von Deik für 20 €*.
Wir kennen auch viele Eltern, die zur Herstellung von eigener Babynahrung auf einen Thermomix oder ähnliches (etwas günstigeres) Gerät, z. B. den Krupps Prep & Cook Classic für 455 €*, schwören. Damit haben wir in der Redaktion keine Erfahrung, aber freuen uns über eure Meinung dazu auf unserer familie.de-Facebookseite.

Babybrei Rezepte zum Nachkochen

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Bildquelle:

Getty Images

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