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eBike Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

4 x "gut"

eBike Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

eBikes kosten ein kleines Vermögen, deswegen will der Kauf gut überlegt sein. Denn im eBike Test der Stiftung Warentest waren nur vier von zwölf Rädern wirklich gut.

Sie erleichtern uns den Weg zur Kita, lassen uns die Einkäufe ohne Mühe nach Hause bringen und machen aus Radtouren eine angenehme Spazierfahrt: eBikes, auch bekannt als Pedelecs, sind schon lange kein Rentner-Fahrzeug mehr, sondern ein beliebtes Verkehrsmittel für alle, die gerne mehr Zeit auf dem Rad verbringen möchten, ohne seine Kondition vor zu große Herausforderungen zu stellen. Allerdings sind die akkubetriebenen Fahrräder nicht gerade günstig, sie liegen deutlich im vierstelligen Bereich. Der neueste eBike-Test der Stiftung Warentest gibt bei der Wahl gute Orientierung.

So lief der eBike Test der Stiftung Warentest ab

Für den eBike Test nahm Stiftung Warentest insgesamt zwölf eBikes genauer unter die Lupe. Die zwölf Pedelecs waren alle mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen, Wave-Rahmen und mit voll integriertem Akku, bevorzugt mit 500 Wattstunden, ausgestattet. Preislich lagen alle eBikes recht nah beieinander: zwischen 2.150 € und 3.500 €.  Gekauft wurden alle Modelle von November 2019 bis Januar 2020. Im Test wurde bei allen Pedelecs das Fahren (40 %), der Antrieb (20 %), die Handhabung (20 %) sowie die  Sicherheit und Haltbarkeit (20 %) getestet.

eBike Test: Die Testergebnisse im Überblick

Nur vier der insgesamt zwölf getesteten eBikes erhielten die Note "gut". Drei erhielten immerhin ein "Befriedigend". Bei drei weiteren Modellen reichte es gerade mal für ein "Ausreichend", zwei waren sogar mangelhaft und fielen im Test durch. Das lag daran, dass diese beiden Räder keinen hohen Temperaturen standhalten konnten und anfingen zu brennen. Nur ein Fahrrad, der Testsieger von KTM, erhielt für die Fahreigenschaften die Bestnote, fast alle schafften hier aber immerhin ein "Gut".

Die Testsieger:

Die beste Gesamtnote (1,7) aller eBikes bekam das Rad KTM Macina Tour 510. Es ließ sich von allen Rädern am besten fahren und erhielt sogar ein "Sehr gut" für seine Fahreigenschaften. Dahinter landet das Modell E-Courier PT5 der Marke Stevens (Note 2,3). Hier gab es immerhin ein "gut" für die Fahreigenschaften. Gleiches gilt für das Modell Pegasus Premio Evo 10 Lite (Gesamtnote 2,4). Etwas schlechter fuhr das eBike Raleigh Kent 9, das aber insgesamt trotzdem die Note 2,4 bekam.

Die vier Testsieger des eBike Tests im Detail

Der Testsieger: KTM Macina Tour 510

KTM Macina Tour 510

Mit einer Gesamtnote von 1,7 schneidet das eBike von KTM am besten ab. Es war der klare Favorit aller Testerinnen und Tester. Im Test zeigte es sich als wendiges Rad, das als einziges ein "Sehr gut" für seine Fahreigenschaften abstaubte. Sowohl mit als auch ohne Gepäck zeigte sich das Rad sehr stabil, Sattelstütze und Gabel sind gefedert. Der eingebaute Bosch-Motor unterstützt das Fahren kraftvoll. Der Akku hält für ca. 55 km. Einziges Manko: Mit 26 kg ist das Rad recht schwer und lässt sich daher bei Bedarf nicht gut tragen. Alle anderen Räder im Test waren aber ungefähr genauso schwer.

Preis: Das eBike von KTM kostet bei Lucky Bike etwa 2.800 €. 

Stevens E-Courier PT5

Das eBike E-Courier PT5 von Stevens erhielt die zweitbeste Bewertung: Es überzeugte im Test und erhielt dafür die Gesamtnote 2,3. Es soll etwas weniger wendig als andere Räder aus dem Test sein und sich durch die Nabenschaltung bergauf etwas schwerer tun. Dennoch fährt es laut Stiftung Warentest insgesamt gut und vor allem leise. Auch hier ist ein Bosch-Antrieb eingebaut. Der Akku des Stevens-eBike hält etwa 51 km und soll schnell aufladen. Auch dieses Rad bringt es auf stolze 27 kg und ist daher nicht leicht zu tragen.

Preis: Das eBike von Stevens kostet ca. 3.000 €.

Pegasus Premio Evo 10 Lite

Pegasus Premio Evo 10 Lite

Dicht hinter dem eBike von Stevens landet das Modell Premio Evi 10 Lite von Pegasus (Gesamtnote 2,4). Laut Stiftung Warentest hat man hier eine aufrechte Sitzposition beim Fahren. Das Rad ist fahrstabil, auch mit viel Gepäck. Der Bosch-Motor ist laut Test kraftvoll und sinnvoll abgestuft. Allerdings soll dieses eBike sehr laut sein. Der Akku hält etwa 55 km. Die 28 kg dieses Rads lassen sich an der Querstrebe am Motor wohl etwas besser heben als bei den anderen eBikes.

Preis: Das eBike von Pegasus kostet etwa 3.100 €.

Raleigh Kent 9

Raleigh Kent 9

Last but not least das eBike von Raleigh, das es ebenfalls auf eine Gesamtwertung von 2,4 brachte. Es fährt sich laut Testbericht durch den breiten Lenker sportlich und gut, mit Gepäck wird es aber schnell unsicher. Gefährlich wird es aber nicht, deshalb gab es für den Testbereich "Fahren" immerhin die Note "befriedigend". Durch den Bosch-Motor wird man beim Fahren sehr kraftvoll unterstützt. Der schnell aufladbare Akku hielt im Test für 52 km. Abzug gab es für den Sattel, den man leider nicht so einfach einstellen kann. Das Rad bringt ein Gewicht von 26 kg auf die Wage und lässt sich auch nur schwer tragen.

Preis: Das eBike von Raleigh kostet etwa 2.800 €.

Die vollständigen Testergebnisse der Stiftung Warentest gibt es hier.

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Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

familie.de-Fazit

Für Eltern besonders wichtig: Kann man bedenkenlos einen Kindersitz auf den Gepäckträger schnallen? Erlaubt ist es. Dafür bieten sich wohl die eBikes von KTM und Pegasus am besten an, denn laut Stiftung Warentest sind sie sehr stabil. Vom Modell der Marke Raleigh ist in diesem Fall abzuraten, denn es soll mit Gepäck nicht so stabil zu fahren sein. Wichtig ist, wenn ihr mit Kindersitz unterwegs seid, ein voller Akku. Denn die Räder sind schon so nicht leicht und mit Kind hinten auf dem Rad wird es sonst ganz schön anstrengend.

Bildquelle: Getty Images/Viktorcvetkovic

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