Elektrische Zahnbürsten im Test: Testsieger bei Stiftung Warentest

9 von 11 "gut"!

Elektrische Zahnbürsten im Test: Testsieger bei Stiftung Warentest

Viele Kinder (und Erwachsene) finden es cooler, die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste zu putzen. Zahnärzte haben schon lange ihr Go für diese Putzhilfen gegeben. Elektrische Zahnbürsten im Test: Stiftung Warentest hat mal wieder elektrische Zahnbürsten unter die Lupe genommen, allerdings nur Modelle unter 100 €. Das erfreuliche Ergebnis: Neun schneiden mit “gut” ab! 

Für manche Eltern ist sie die Rettung im täglichen Zahnputzkampf mit dem Kind: die elektrische Zahnbürste! Und auch viele Eltern putzen mittlerweile “unter Strom”. Wer vom Handbetrieb auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen oder seine alte ersetzen will, ist mit dem Test von Stiftung Warentest aus der Ausgabe 12/2019 optimal beraten. Besonders spannend finden wir, dass der Fokus auf elektrischen Zahnbürsten unter 100 € liegt. Das schont die Familienkasse. Und die günstigeren Zahnbürsten kommen gut weg: keine der elf getesteten elektrischen Zahnbürsten schnitt schlechter als “befriedigend” ab.

So hat Stiftung Warentest die elektrischen Zahnbürsten getestet

Stiftung Warentest hat sich für seinen Elektrische Zahnbürsten-Test elf Zahnbürsten vorgenommen, spezielle nur für Kinder ausgewiesene elektrische Zahnbürsten wurden nicht untersucht. Die getesteten Modelle sind aber ohne Probleme auch für ältere Kinder verwendbar. Die Produkte wurden in den Kategorien Zahnreinigung (60 %), Handhabung (30 %), Haltbarkeit & Umwelteigenschaften (10 %) überprüft.

Die Testergebnisse im Überblick

Von den im aktuellen Test 12/2019 geprüften elf Zahnbürsten schnitten neun mit dem Urteil “gut” ab. Zwei erzielten eine Bewertung von “befriedigend”, weil sie insbesondere in den Bereichen Zahnreinigung schlechter abschnitten als die Konkurrenz.

Die Testsieger: Stiftung Warentest zeigt, dass gute Qualität nicht teuer sein muss

Es ist erfreulich zu sehen, dass die elektrischen Zahnbürsten unter 100 € eigentlich durch die Bank weg, bis auf zwei Ausnahmen, mit “gut” bewertet wurden. Die ersten vier Plätze werden von Produkten in ganz verschiedenen Preiskategorien belegt: Platz eins belegte mit einer Bewertung von 1,9 ganz klar die Braun Oral-B 900 Sensi Ultra Thin, die mit 95 €* aber in der oberen Preisliga der getesteten Zahnbürsten spielt. Platz zwei teilen sich, mit der Note 2,1, die günstige Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional von dm für günstige 16 € und das teuerste Modell im Test, die Silk’n SonicSmile für 100 €*. Diese Modelle wurden bereits im Elektrische Zahnbürsten Test in der Ausgabe 01/2019 getestet, bei dem Stiftung Warentest auch teurere Produkte weit über 100 € getestet hat.

Neu getestet und direkt auf Platz 3 landen mit einem Ergebnis von 2,2 die elektrischen Zahnbürsten Oral-B Pro 2 2000N von Braun für 50 €*, die Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional von Budnikowsky für 16 € und die günstigste elektrische Zahnbürste Nevadent Professional Care batteriebetriebene Zahnbürste von Lidl für unschlagbare 8 €. Achtung: Die elektrische Zahnbürste von Lidl ist aber nur Aktionsware und nicht durchgehend im Handel erhältlich.

Die Testsieger im Detail

Oral-B 900 Sensi UltraThin von Braun

Die Oral-B PRO 900 Sensi Ultrathin ist mit einem praktischen Timer ausgestattet und putzt die Zähne professionell zwei Minuten lang. Alle 30 Sekunden ertönt ein Signal, damit man die Putzzone im Mund wechselt. Das ist selbst für Kinder einfach umzusetzen. Der runde Bürstenkopf entfernt laut Hersteller bis zu 100 % mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste und schafft es angeblich auch,  Oberflächenverfärbungen zu entfernen. Die Zahnbürste hat zahnfleischschonende weiche Borsten und kann in drei Reinigungsmodi angewendet werden: Tägliche Reinigung, Sensitiv und Aufhellen.

Preis: Die Oral-B PRO 900 Sensi Ultrathin von Braun wird mit einer Ladestation, zwei Aufsteckbürsten (Sensi UltraThin und 3D White) geliefert und ist über Amazon schon für günstige 54 € erhältlich statt der von Stiftung Warentest über den Hersteller angegebenen 95 €*.

Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional von dm

Auch die elektrische Zahnbürste Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional ist mit einem Timer ausgestattet. Sie kann im Reinigungs- und Sensitive-Modus genutzt werden und warnt mit einer visuellen Andruck-Leuchte, wenn beim Putzen zu viel Druck auf die Zähne gegeben wird. Der Bürstenkopf bewegt sich mit 8.800 Oszillationsbewegungen pro Minute.

Preis: Die Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional ist für 16 € im Drogeriemarkt dm oder über den dm-Onlineshop erhältlich.

SonicSmile von Silk’n

Die elektrische Zahnbürste Silk’n SonicSmile putzt mit Schall-Technologie. Dafür macht die aufladbare Zahnbürste 31.000 vibrierende Putzbewegungen pro Minute. Sie ist laut Hersteller auch für empfindliche Zähne, Zahnimplantate, feste Zahnstabilisatoren oder Zahnspangen geeignet. Die teuerste Zahnbürste im Test bietet fünf Programme für weißere Zähne, das Entfernen von Zahnbelag, zum Polieren, für eine Zahnfleisch-Massage und zur Gewöhnung mit leichter Steigerung des Vibrationsgrades. Ihren Saft erhält die elektrische Zahnbürste über eine Induktions-Ladestation mit USB-Kabel. Auch die SonicSmile ist mit einem 30 Sekunden Intervall-Timer ausgestattet.

Preis: Die SonicSmile von Silk’n ist für ca. 90 € über Amazon erhältlich* statt wie von Stiftung Warentest angegeben für 100 €.

Oral-B Pro 2 2000N von Braun

Die zweite elektrische Zahnbürste im Test von Braun, die Oral-B Pro 2 2000N, verfügt ebenfalls über eine visuelle Andruckkontrolle, was besonders für Kinder wichtig ist. Die Putzgeschwindigkeit wird reduziert, wenn man mit zu viel Druck putzt. Auch bei der Oral-B Pro 2 2000N sorgt ein Timer für eine optimale Putzdauer von zwei Minuten mit einem Positionswechsel alle 30 Sekunden. Die Zahnbürste verfügt über zwei Modi: Tägliche Reinigung und Zahnfleischschutz.

Preis: Die Oral-B Pro 2 2000N von Braun gibt es für 50 € z. B. über Amazon*.

Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional von Budnikowsky

Die elektrische Zahnbürste von Budnident ist, wie das Produkte von dm, eine Eigenmarke des Drogeriemarktes Budni. Sie ist ebenfalls mit einem Zwei-Minuten-Timer ausgestattet und sorgt mit ihren abgerundeten Borsten für zahnfleischschonendes und gründliches Putzen. Eine visuelle Andruck-Leuchte warnt vor zu viel Druck beim Putzen und auch dieses günstige Modell verfügt über zwei Putzmodi: Reinigung und Sensitiv.

Preis: Die Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional von Budnikowsky kostet 16 € und ist nur in der Budni-Drogerie erhältlich. Ein digitaler Einkauf ist hier nicht möglich.

Die Verlierer: Gute Verlierer mit einer Bewertung von “befriedigend”

Beim elektrischen Zahnbürsten Test unter 100 € gibt es nur zwei Verlierer, die mit einer Bewertung von “befriedigend” auch nicht wirklich als echte Verlierer zählen. Dennoch muss erwähnt werden, dass die beiden elektrischen Zahnbürsten Newgen medicals Elektrische Slim-Schallzahnbürste und die Philips Sonicare 4500 Protective Clean nur die Note 2,9 bzw. 3,2 erhielten. Ausschlaggebend hierfür waren jeweils nur befriedigende Ergebnisse im Putzergebnis und der Handhabung. Die Zahnbürste von Newgen schnitt zudem bei Haltbarkeit & Umwelteigenschaften nur mit “ausreichend” ab.

Den gesamten Test “Elektrische Zahnbürsten unter 100 €” findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 12/2019. Den Test könnt ihr in Kombination mit den Ergebnissen der anderen elektrischen Zahnbürsten Tests (insgesamt 83 Produkte) für 3 € online herunterladen.

Elektrische Zahnbürsten im Test: Familie.de-Kaufberatung für elektrische Zahnbürsten

Es ist schön zu sehen, dass Qualität nicht unbedingt einen hohen Preis haben muss, wie der elektrische Zahnbürsten Test von Stiftung Warentest zeigt. Aber braucht man überhaupt eine elektrische Zahnbürste?

Elektrische Zahnbürsten besser als Handzahnbürsten?

Natürlich kann man auch mit einer Handzahnbürste seine Zähne gründlich putzen, aber es ist etwas mühevoller und man muss gut auf die richtige Putztechnik achten. Gerade Kindern fällt dies noch schwer. Elektrische Zahnbürsten nehmen uns dieses Problem ab und putzen absolut vorbildlich – wenn man sie richtig verwendet. Deshalb werden elektrische Zahnbürsten auch von vielen Zahnärzten empfohlen. Kleinkinder sollten allerdings noch mit der Hand putzen, bzw. Eltern sollten bei ihnen mit Hand (nach-) putzen.

Was ist der Unterschied oszillierenden und schall-aktiven Zahnbürsten?

Bei elektrischen Zahnbürsten gibt es zwei verschiedene Modelle: die einen putzen  oszillierend-rotierend (manche zusätzlich sogar noch pulsierend) und die anderen mit Schall bzw. Vibration. Aber was ist besser? Stiftung Warentest gibt darauf die einfach Antwort: beides gut!

Oszillierend-rotierende Zahnbürsten erkennt man an den runden Bürs­tenköpfen. In der Minute machen sie in der Regel ca. 8.800 seitliche Schwing­bewegungen und rotieren dabei in einem Winkel von 50 bis 70 Grad. Manche Zahnbürsten kombinieren dies zusätzlich noch mit pulsierenden Bewe­gungen, wie die beiden elektrischen Zahnbürsten von Braun im Test. Mit den oszillierend-rotierenden Zahnbürsten muss jeder Zahn einzeln geputzt werden. Wichtig zu wissen: Oszillierend-rotierende Zahnbürsten sind relativ laut.

Mit den länglichen Bürstenköpfen, an denen man schall­aktive Zahnbürsten einfach erkennt, lassen sich mehrere Zähne gleich­zeitig putzen. Diese elektronischen Zahnbürsten machen pro Minute deutlich mehr Bewegungen, nämlich zwischen  13.000 bis 40.000 und vibrieren dabei. In ihrer Putz­technik ähneln schall­aktive Zahnbürste der von Handzahnbürsten. Der Geräuschpegel einer schall­aktiven Zahnbürste ist wesentlich leiser, sie gibt eher einen sirrenden Ton ab.

Welches Modell für euch geeignet ist, müsst ihr selbst entscheiden. Leider ist Ausprobieren bei einem Produkt wie elektrischen Zahnbürsten nicht möglich, aber mit den richtig günstigen Modellen kann man beim Kauf eigentlich auch nicht viel falsche machen.

Spartipp: Eine für alle

Praktischerweise kann man bei allen elektrischen Zahnbürsten die Bürstenköpfe austauschen. Das ist nicht nur wichtig, wenn sie abgenutzt sind, sondern ist auch für Familien ein praktisches Feature, da so alle die gleiche elektrische Zahnbürste benutzen können – mit jeweils eigenen Bürstenköpfen. Allerdings ist hier zu bedenken, dass Zähneputzen dann nur nacheinander möglich ist. Wenn ihr alle gleichzeitig ins Bett geht oder es am Morgen schnell gehen muss, solltet ihr vielleicht doch besser in zwei oder drei elektrische Zahnbürsten investieren.

Charoline Bauer
Das sagtCharoline Bauer:

Unser Familien-Fazit

Meine persönliche Erfahrung mit elektrischen Zahnbürsten dürfte für eure Kaufentscheidung keine große Hilfe sein. Ich habe als Kind und auch als Erwachsene später mehrere Anläufe mit dem Putzen mit elektrischen Zahnbürsten gehabt, aber ich scheitere immer daran, dass mich die Vibrationen so sehr in der Nase kitzeln, dass ich sie dabei die ganze Zeit festhalten muss. Dass macht mich so kirre, dass ich bis heute bei der guten alten Handzahnbürste geblieben bin und mir dafür extra viel Mühe gebe absolut vorbildlich zu putzen.

Ich kann mir aber gut vorstellen, es unseren Sohn in Zukunft mal mit einer elektrischen Zahnbürste versuchen zu lassen. Das würde ihm sicher gefallen. Ich bin dann echt gespannt, ob er das Nasenkitzel-Problem von seiner Mama geerbt hat. Wer weiß? Bis es soweit ist, putzt er vor und wir nach. Das funktioniert für uns auch sehr gut. Der Zahnarzt hatte bisher weder bei ihm noch bei mir etwas zu meckern!

Bildquelle: Getty Images/ InnerVisionPRO, Amazon, Hersteller

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