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Fahrradträger für Anhängerkupplungen im Test: Vier Modelle sind sicher, drei fallen durch

Fahrradträger für Anhängerkupplungen im Test: Vier Modelle sind sicher, drei fallen durch

Stiftung Warentest

Beliebt, praktisch – aber nicht immer sicher: So lautet das Urteil der Stiftung Warentest zum aktuellen Test von Fahrradträgern. Drei Träger für die Anhängerkupplung erhielten die Note "Gut"  doch genauso viele Modelle fielen mit der Bewertung "Mangelhaft" durch. Das sind die sicheren Testsieger.

Auf dem Fahrrad die Umgebung erkunden oder eine größere Tour zu unternehmen – das liegt voll im Trend. In Corona-Zeiten wuchs der Fahrradmarkt noch einmal signifikant. Um neue Radstrecken auch außerhalb der direkten Umgebung zu erkunden, ohne sich stundenlang abzustrampeln, nehmen Sie das Fahrrad einfach mit – und zwar huckepack am Auto. Die beliebteste Methode sind dabei Fahrradträger für die Anhängerkupplung. In der aktuellen "test"-Ausgabe 02/2021 hat die Stiftung Warentest acht Modelle untersucht.

Fahrradträger für die Anhängerkupplung: So testet die Stiftung Warentest

Acht Fahrradträger für die Anhängerkupplung zu Preisen von 400 bis 600 Euro hat die Stiftung Warentest untersucht. Sie bieten Platz für jeweils zwei Räder und können mit bis zu 60 Kilogramm Zuladung auch E-Bikes transportieren.

Wichtigste Kriterien im Test waren die Sicherheit und Handhabung. Im Crashtest wurden die Träger in 50 Millisekunden auf 30 km/h beschleunigt. Träger und Befestigungen durften sich dabei nicht lösen. Zusätzlich gab es einen Stabilitätstest mit schnellen Fahrmanövern direkt am Auto. Bei der Handhabung wurden die Beladung und die Montage untersucht. Zusätzlich prüften die Tester die Haltbarkeit.

Fahrradträger im Test: Vier Modelle sind sicher, drei fallen durch

Der Testsieger mit der Note "Gut (1,9)" ist der Träger Thule EasyFold XT 2. Er ist mit über 500 Euro zwar der teuerste, aber laut den Testern der "mit Abstand sicherste und beste Fahrradträger" im Test.

Dagegen sind die beiden anderen mit "Gut (2,5)" bewerteten Modelle Eufab Premium II Plus und Oris Traveller II etwas günstiger. Als empfehlenswert erachten die Tester auch den Westfalia-Automotive Bikelander, der die Note "Befriedigend (2,6)" erhielt. Diese drei Modelle absolvierten den Crashtest problemlos, zeigten sich in weiteren Prüfungen aber etwas weniger stabil als der Testsieger von Thule. Alle vier sicheren Fahrradträger für Anhängerkupplungen zeigen wir nachfolgend im Detail.

Drei Fahrradträger fallen im Test mit der Note "Mangelhaft" komplett durch. Teils lösten sich die Träger beim Crashtest völlig vom Auto, sodass von ihnen "ein zusätzliches Risiko für die Menschen im Verkehr ausgehen" könne, schreibt die Stiftung Warentest. Mit unseren vorgestellten Fahrradträger sind Sie dagegen sicher unterwegs.

Der Testsieger: Thule EasyFold XT 2 Fahrradträger

Thule 933100 Fahrradträger EasyFold XT, 2 Bikes, 13 pin

Thule 933100 Fahrradträger EasyFold XT, 2 Bikes, 13 pin

Der mit Abstand sicherste und beste Fahrradträger im Test ist der Thule EasyFold XT 2. Er erreicht das test-Qualitätsurteil "Gut (1,9)". Mit über 500 Euro ist er jedoch auch das teuerste Modell im Feld. Der Träger übersteht den Crashtest problemlos, die Tester loben zudem die robusten Befestigungselemente. Auch bei der Handhabung sammelt er Bestnoten und überzeugt mit einer Anklappfunktion. So kommen Sie auch mit montierten Rädern an den Kofferraum.

Für hohen Komfort beim Montieren der Räder gibt es optional eine Auffahrschiene. Die ist vor allem für schwere E-Bikes praktisch. Dank der maximalen Zuladung von 60 Kilogramm ist der Thule-Fahrradträger auch für zwei E-Bikes geeignet.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Oris Traveller II

Oris (ehemalig BOSAL Fahrradträger Traveller II FÜR Zwei FAHRRÄDER 070-562

Oris (ehemalig BOSAL Fahrradträger Traveller II FÜR Zwei FAHRRÄDER 070-562

Deutlich günstiger als der Testsieger und ebenfalls sicher im Crashtest ist der Heckträger von Oris. Er erreicht das test-Qualitätsurteil "Gut (2,5)". Die Bewertungskategorien Handhabung und Haltbarkeit bewerten die Tester ebenfalls mit "gut". Der Oris Traveller II kann wie die Konkurrenz zwei Räder aufnehmen und schafft eine maximale Zuladung von 60 Kilogramm. Somit ist auch dieser Träger für E-Bikes geeignet. Prüfen Sie vor der Montage jedoch immer das genaue Gewicht Ihres Fahrrads.

Im Stabilitätstest zeigte der Träger leichte Schwächen im Vergleich zum Testsieger von Thule. Es löste sich eine der Klemmen für das Fahrrad bei schnellen Fahrmanövern. Sicher ist der Träger dennoch, da mehrere Klemmen das Fahrrad befestigen. In der Teilkategorie Sicherheit erhielt das Modell daher die Note "befriedigend".

Preiswert und sicher: Eufab Premium II Plus

EUFAB 11523 Heckträger Premium ll Plus für Anhängekupplung, für E-Bikes geeignet

EUFAB 11523 Heckträger Premium ll Plus für Anhängekupplung, für E-Bikes geeignet

Auch der Fahrradträger von Eufab ist deutlich günstiger als der Testsieger, erreicht jedoch gute Testnoten. Das test-Qualitätsurteil lautet "Gut (2,5)". Damit liegt er auf ähnlichem Niveau wie die Konkurrenz von Oris. Der Heckträger für die Anhängerkupplung kann zwei Räder transportieren mit einer maximalen Zuladung von 60 Kilogramm. Er besteht den Crashtest und punktet mit einem großen Abklappwinkel. So kommen Sie an die Heckklappe heran, auch wenn die Fahrräder bereits montiert sind.

Im Härtetest löste sich bei diesem Träger eine Klemme fürs Fahrrad, die Tester bewerten die Sicherheit mit der Note "befriedigend". Insgesamt gilt dieser Fahrradträger trotzdem als sicher. Das Eufab-Modell ist auch für E-Bikes geeignet und überzeugt mit einer guten Handhabung.

Ebenfalls empfehlenswert: Westfalia-Automotive Bikelander

Westfalia Automotive bikelander Premium - LED-Hybrid-Leuchten - Zusammenklappbarer Kupplungsträger für 2 Fahrräder

Westfalia Automotive bikelander Premium - LED-Hybrid-Leuchten - Zusammenklappbarer Kupplungsträger für 2 Fahrräder

Der Kupplungsträger von Westfalia Automotive erreicht das test-Qualitätsurteil "Befriedigend (2,6)". Er erzielt gute Ergebnisse beim Crashtest, verliert bei der Handhabung und im Stabilitätstest jedoch leicht Punkte: Es löste sich auch hier eine Klemme bei der Stabilitätsprüfung.

Der Heckträger für die Anhängerkupplung bietet Platz für zwei Räder und erreicht eine maximale Zuladung von 60 Kilogramm. So ist auch dieses Modell für E-Bikes geeignet.

Der Träger selbst und auch die Fahrräder lassen sich wie bei der Konkurrenz abschließen und somit vor Diebstahl sichern. Für einen geringen Platzbedarf ist der Fahrradträger klappbar.

Fazit zum Test: Diese vier Fahrradträger sind sicher

Wenn Sie häufiger Fahrradtouren unternehmen, lohnt es sich, das Geld für einen teureren und vor allem sicheren Träger auszugeben. Der mit Abstand beste und sicherste Fahrradträger für Anhängerkupplungen ist der Thule EasyFold XT 2. Als günstigere Alternativen sind vor allem die Träger von Eufab und Oris zu empfehlen. Sie überzeugen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und guten Testnoten.

Wissenswertes zu Fahrradträgern

Was sollten Sie vor der Montage eines Fahrradträgers beachten?

Ein Fahrradträger wird direkt auf die Anhängerkupplung gesetzt und zusätzlich gesichert. Achten Sie auf die maximale Stützlast der Kupplung. Damit die Fahrräder und der Träger beim Parken nicht vom Fahrzeug gestohlen werden, gibt es bei vielen Modellen ein Sicherheitsschloss. Achten Sie zudem auch auf die maximale Zuladung der Träger und prüfen Sie das Gewicht Ihrer Fahrräder.

Unser Tipp: Probieren Sie die Montage des Trägers und der Räder vor der ersten Fahrt unbedingt in Ruhe aus. So haben Sie keinen Stress am Abfahrtstag.

Welcher Fahrradträger ist für E-Bikes geeignet?

Die meisten Fahrradträger sind auch für E-Bikes geeignet. Achten Sie jedoch auf die maximale Belastung. Da E-Bikes deutlich schwerer als herkömmliche Fahrräder sind, können die Träger in einigen Fällen nur für den Transport eines einzelnen E-Bikes geeignet sein.

Welche Vorteile hat ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung?

Heckträger für die Anhängerkupplung sorgen für einen geringeren Kraftstoffverbrauch als bei der Dachmontage. Zudem ist die Befestigung der Bikes wegen der geringeren Höhe deutlich komfortabler. Bei der Fahrt müssen Sie auch nicht auf die Höhe des Fahrzeugs achten. Zur einfachen Montage können Sie die Räder ganz einfach mit einer zusätzlichen Schiene auf den Träger schieben.

Wie schnell dürfen Sie mit einem Fahrradträger fahren?

Passen Sie die Geschwindigkeit grundsätzlich an die Bedingungen der Straße an und achten Sie auch auf die Beladung. Mit einem Fahrradträger dürfen Sie meist nicht schneller als 130 km/h fahren. Schauen Sie in der Bedienungsanleitung des Herstellers nach genauen Angaben.

Brauchen Sie einen zusätzlichen Stromanschluss für den Fahrradträger?

Falls der Fahrradhalter die Rückbeleuchtung des Fahrzeugs verdeckt, muss eine zusätzliche Beleuchtung vorhanden sein. Dafür brauchen Sie Strom. In der Regel besitzen die meisten Trägermodelle einen 13-poligen-Stecker. Am Auto ist der Stecker bei der Anhängerkupplung dabei. So verbinden Sie den Fahrradträger mit dem Bordnetz des Autos.

Wenn die Fahrräder auch das KFZ-Kennzeichen verdecken, brauchen Sie ein weiteres Schild am Fahrradträger. Die passenden Schilder gibt es im Internet ab zehn Euro.

Bildquelle: IMAGO / Petra Schneider

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