Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Fitnesstracker Test 2020: Diese Sieger im Stiftung Warentest zählen richtig

Wie fit bist du?

Fitnesstracker Test 2020: Diese Sieger im Stiftung Warentest zählen richtig

Eine normale Uhr am Handgelenk? Das reicht heutzutage vielen nicht mehr. Wer auf sein eigenes Handgelenk oder das von Freunden schaut, entdeckt dort in den meisten Fällen einen Fitnesstracker, auch Smartwatch, Fitnesscomputer, Fitnessarmband oder Fitnessuhr genannt. Stiftung Warentest hat in seiner Ausgabe „test 7/2020 21” Fitnesstracker getestet. Das ernüchternde Ergebnis: Nur drei der getesteten Fitness-Uhren schnitten mit “gut” ab!

So hat Stiftung Warentest die Fitnesstracker getestet

Stiftung Warentest hat 21 Fitnesstracker getestet, darunter acht neu geprüfte Fitnessarmbänder, vier Smartwatches und neun weitere, noch käufliche Smartwatches aus dem Test 12/2019. Besondere Prüfkriterien waren dabei die Genauigkeit der Messwerte zum Puls, Kalorienverbrauch und Streckenlänge. Abwertungen gab es bei mangelndem Datenschutz und Datensicherheit.

So setzt sich das Prüfergebnis zusammen: 40 % Fitness, 15 % Kommunikation und weitere Funktionen (sofern vorhanden), 30 % Handhabung, 5 % Stabilität sowie 10 % Datenschutz und Datensicherheit. Schadstoffe wurden auch getestet, flossen aber nicht die Gesamtbeurteilung mit ein. Bis auf vier Produkte erzielten hier aber auch alle Fitnesstracker die Note “sehr gut”.

Die Testergebnisse des Fitnesstracker Tests 2020 im Überblick

Im Fitnesstracker Test 2020 schafften nur drei der 21 getesteten Fitnesstracker das Urteil “gut”, wobei dieser drei Fitness-Uhren alle zur Kategorie Smartwatch zählen. Bei den reinen Fitnesstrackern beginnen die Bewertungen erst bei “befriedigend”, welche Note vier der acht überprüften Fitnesstrackern erhielten.

Generell schnitten die Smartwatches mit Fitnesstracker-Funktion besser ab. Sie liegen aber preislich auch deutlich über den reinen Fitness-Armbändern. Die drei Testsieger von Apple und Garmin (2x) sind nicht unter 300 € zu haben. Während bei den besten reinen Fitnesstrackern die Preise bei  38 € beginnen (Platz 2: Fitnessarmband von Honor) und 120 € nicht übersteigen (Platz 1: Fitnessarmband Fitbit Charge 3).

Die Testsieger Smartwatches: Nur drei Fitnesstracker messen genau

Auf das Siegertreppchen beim Fitnesstracker Test schaffen es nur Smartwatches und keines der reinen Fitnessarmbänder. Der Testschwerpunkt lag bei allen Produkten auf der Messgenauigkeit, sodass die Smartwatches gegenüber den Fitnessarmbändern prinzipiell keinen Vorteil hatten. Dennoch zeigte sich im Test: Qualitativ gute Technik und ein damit höherer Preis lohnt sich.

Der Testsieger, die Apple Watch, ist mit 500 € zugleich auch Preissieger und das teuerste Produkt im Test (es gibt sie aber z. B. bei Amazon schon deutlich günstiger – sie unten). Dafür erreichte die Smartwatch beim Tracken von Puls, Kalorienverbrauch und zurückgelegten Wegstrecken aber auch ein Gesamturteil von 1,8.

Die zweitplatzierte Smartwatch mit Fitnesstracker-Funktion, das Modell Forerunner 245 Music von Garmin, ist mit 330 € schon deutlich günstiger, mit der Endnote 2,2 aber nicht viel schlechter.

Den dritten Platz belegt ebenfalls ein Fitnesstracker von Garmin, nämlich die Vivoactive 4 für nur minimal günstigere 305 € (Beide Garmin-Modell sind bei Amazon schon reduziert zu haben – siehe Links unten).

Fitness Test: Wie fit ist dein Wissen zu Sport und Ernährung?

Fitness Test: Wie fit ist dein Wissen zu Sport und Ernährung?
Quiz starten

Testsieger Fitnessarmbänder: Drei günstige Alternativen mit befriedigenden Note

Die reinen Fitnessarmbänder erzielten im Test nur die Höchstnote “befriedigend”. Zu den besten Fitnesstrackern ohne zusätzliche Smartwatch-Funktionen gehören die Fitbit Charge 2 für 120 €, das Fitnessarmband von Honor für 38 € und die Samsung Galaxy Fit für 83 € - alle drei mit dem Testergebnis 3,3.  (Auch hier: Preise bei Amazon bereits deutlich gesenkt – siehe unten).

Smartwatches mit Fitnesstracker-Funktion: Die drei Testsieger im Detail

Apple Watch Series 5

Fitnesstracker Test

Der Testsieger von Apple hat einen stolzen Preis, aber auch das mit Abstand beste Testergebnis von 1,8. Bei den Messwerten beim Joggen lieferte die Apple Watch bei Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Strecke jeweils befriedigende (Puls), gute (Kalorienverbrauch) und sehr gute (Strecke) Ergebnisse. Ähnliche Ergebnisse gab es beim Radfahren und Schwimmen. Nur beim Gehen maß die Apple Watch nur zweimal befriedigend – bei Puls und Kalorienverbrauch. Die Streckenlänge wurde aber auch hier sehr gut erfasst. Das brachte in dieser Testkategorie das Urteil 1,8. Auch in den anderen Bereichen erzielte der Fitnesstracker von Apple Ergebnisse von sehr gut und gut. Nur bei der Datensicherheit hapert es ein bisschen – hier gab es nur ein “befriedigend”.

Preis: Die Apple Watch Series 5 gibt es schon ab ca. 397 €* (Preis je nach Größe, Farbe und technische Spezifikationen).

Apple Watch Series 5 (GPS, 40 mm) mit Aluminiumgehäuse in Space Grau

Apple Watch Series 5 (GPS, 40 mm) mit Aluminiumgehäuse in Space Grau

Forerunner 245 Music von Garmin

Wenn es um die Genauigkeit der Messwerte geht, kann sich auch der Fitnesstracker, bzw. die Smartwatch Forerunner 245 Music von Garmin sehen lassen. Das Modell erzielte eine Gesamtnote von 2,2 und lag mit der Bewertung von 2,5 für die Messgenauigkeit am nächsten am Testsieger und deutlich vor dem drittplatzierten Fitnesstracker.

Während die Apple Watch bei Kommunikation und weiteren Funktionen eine glatte Eins erzielt, schafft die Smartwatch von Garmin hier nur ein “befriedigend”. Wer darauf also wert legt, sollte vielleicht doch etwas mehr Geld investieren. Zwei Dreien gab es für Datenschutz und Schadstoffe, wobei Letzteres nicht in das Gesamturteil einfloss. Dennoch interessant zu wissen, schließlich trägt man seinen Fitnesstracker ja täglich direkt auf der Haut.

Preis: Die Forerunner 245 Music von Garmin  kostet bei Amazon ab ca. 305 €*.

Garmin GPS-Laufuhr Forerunner 245 Music mit Armband Mint

Garmin GPS-Laufuhr Forerunner 245 Music mit Armband Mint

 

Vivoactive 4 von Garmin

Fitnesstracker Test vivoactiv 4 Garmine

Der Hersteller Garmin schafft es noch mit einem weiteren Produkt auf das Siegertreppchen im Fitnesstracker Test. Die Vivoactive 4 bekommt mit einer Gesamtnote von 2,5 gerade noch die Note “gut”. Im Vergleich zum Konkurrenten aus dem eigenen Haus misst der etwas günstigere Fitnesstracker mit Smartwatch-Funktion aber nicht ganz so genau – hier gibt es nur ein “befriedigend”. Bis auf den Datenschutz, hier gibt es nur die Note 3,0, hat die Vivoactive 4 aber sonst nur Noten von “sehr gut” bis “gut”. Selbst bei den Schadstoffen gibt es eine 1,0.

Preis: Die Vivoactive 4 von Garmin kostet ab ca. 282 € und ist z. B. über Amazon erhältlich*.

Garmin vívoactive 4: wasser-dichte GPS-Fitness-Smartwatch

Garmin vívoactive 4: wasser-dichte GPS-Fitness-Smartwatch

Reine Fitnessarmbänder: Die drei Testsieger im mit eher schlechten Noten

Bei den generell schlechter abschneidenden Fitnessarmbändern stehen gleich drei Fitnesstracker gleichauf auf dem Siegerpodest – alle mit der Note 3,3.

Wir stellen die Vorzüge und Mängel der drei Fitnesstracker im Test in alle Kürze vor

Fitbit Charge 3

Fitnesstracker Test Fitbit

Das Fitnessarmband hat zwar die gleich Endnote wie seine gleich bewertenden Konkurrenten, aber schneidet bei den wichtigsten Messwerten für Puls, Kalorienverbrauch und Streckenlänge nur mit “ausreichend” ab. Gut zu wissen, schließlich ist das die Hauptfunktion, für die man sich einen Fitnesstracker kauft. In den restliche Werten liegt das Fitnessarmband zwischen “sehr gut” (Stabilität), “befriedigend” (Kommunikation und weitere Funktionen und Handhabung) und “ausreichend” (Datenschutz). Bei den Schadstoffen gab es ein “sehr gut”

Preis: Die Fitbit Charge 3 ist schon ab 90 €, z. B. über Amazon zu haben*.

Fitbit Unisex-Adult Charge 3: Gesundheits-und Fitness-Tracker in Schwarz/Aluminium

Fitbit Unisex-Adult Charge 3: Gesundheits-und Fitness-Tracker in Schwarz/Aluminium

Honor Band 5

Fitnesstracker Test honor

Der unschlagbar günstige Fitnesstracker Honor Band 5 schneidet zumindest bei der Messgenauigkeit mit einem “befriedigend” (3,2) ab. Damit liegt sie in dieser Kategorie eine Note vor ihren beiden Mitstreitern von Fitbit und Samsung. Für Handhabung gab es die Note “gut” und für die Stabilität sogar ein “sehr gut”. Bei Kommunikation und weitere Funktionen reichte es nur für die Note 3,9. Leider ist auch der Datenschutz nur mit “ausreichend” bewertet.

Preis: Die Honor Band 5 ist schon ab 35 €, z. B. über Amazon zu haben*.

HONOR Band 5 Fitness Armband mit Pulsmesser, Wasserdicht

HONOR Band 5 Fitness Armband mit Pulsmesser, Wasserdicht

Samsung Galaxy Fit

Fitnesstracker Test Samsung

Am dritten “Testsieger” bei den Fitnessarmbändern zeigt sich, dass man es mit schlechten Noten auf Platz 1 bringen kann, wenn die Konkurrenten nur noch schlechter sind. Für die Genauigkeit der Messungen von Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Streckenlänge bekommt der Fitnesstracker von Samsung nur ein “ausreichend” (3,8). Auch sonst bekleckert sich der Fitnesscomputer der Marke durchaus renommierten Marke Samsung nicht mit Ruhm: Note “ausreichend” für Kommunikation und weitere Funktionen, “befriedigend” für die Handhabung und den Datenschutz sowie immerhin ein “sehr gut” für die Stabilität (wie Honor und Fitbit).

Preis: Die Samung Galaxy Fit  ist schon ab 43 €, z. B. über Amazon zu haben*.

Samsung Galaxy Fit Fitnesstracke in schwarz mit Bluetooth

Samsung Galaxy Fit Fitnesstracke in schwarz mit Bluetooth

Fitnesstracker Test: Eher raten als messen

Die Ergebnisse für die meisten der 21 Fitnesstracker im Test sind eher bescheiden und bewegen sich gerade mal zwischen “befriedigend” und “ausreichend” – egal, ob Fitnessarmband oder Smartwatch. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf gut überlegen, was von seinem Fitnesstracker erwartet: Wer wirklich Wert auf korrekte Messergebnisse legt, der muss etwas mehr Geld in die Hand legen und in eine Smartwatch, am besten von Apple oder Garmin, investieren. Wer das Fitnessarmband nur als kleine Spielerei benutzen will, für den tut es vielleicht auch ein günstiges (und ungenaues) Fitnessarmband.

So sieht es auch Stiftung Warentest und rät: „Von 21 geprüften Fitnesstrackern liefern nur zwei Smartwatches stimmige Werte: die Apple Watch 5 für 500 Euro und Garmin Forerunner 245 Music für 330 Euro. Auf die Fitnessarmbänder ist wenig Verlass. Das Honor Band 5 für 38 Euro misst zumindest einige Werte  richtig: den Puls beim Radfahren, den Kalorienverbrauch beim Joggen und Gehen sowie die Strecke beim Gehen und Schwimmen.”

Den kompletten Fitnesstracker Test aus der Test-Ausgabe 07/2020 könnt ihr gegen Gebühr hier herunterladen. Weitere Produkttests findet ihr in unserer Getest-Rubrik, z.B. ebike Test 2020, Trampolin Test 2020, Wassersprudler Test, Familienzelt Test, etc.

 

Charoline Bauer
Das sagtCharoline Bauer:

Meine Erfahrung

Ich besitze selbst eine Smartwatch mit Fitnesstracker-Funktion, nämlich die Samsung Galaxy Gear Fit, die in diesem Stiftung Warentest gar nicht mehr vorkommt, weil es sich um ein älteres Modell handelt. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Uhr und glaube, dass sie auch relativ genau misst. Während ich mit dem Modell sehr gute Erfahrungen gemacht habe, kommt meine Freundin, die das gleiche Modell besitzt, zu einem ganz anderen Ergebnis: Ihre Galaxy Smartwatch war schon viermal zur Reparatur bei Hersteller und liefert immer wieder falsche Werte oder spinnt total rum.

Wer wirklich wissen will, wie gut es um seine Fitness bestellt ist und wie aktiv er so ist, der muss wirklich etwas tiefer in die Tasche greifen und sich eine Smartwatch leisten. Ich würde das Geld immer wieder investieren, denn ich liebe meinen Fitnesstracker und möchte nicht mehr ohne. Eine normale Uhr am Handgelenk kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Ich bin aber auch ein kleiner Datenfreak und tracke gerne Dinge (Essen, Symptome in der Schwangerschaft, Fitness, etc.).

Bildquelle: Amazon, Getty Images/martin-dm

Galerien

Lies auch