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Kindermatratzen-Test 2021: Testsieger der Stiftung Warentest

Kindermatratzen-Test 2021: Testsieger der Stiftung Warentest

Sicher schlafen

Wenn wir unsere Kleinen schlafen legen, wünschen wir ihnen vor allem zwei Dinge: süße Träume – und einen sicheren Schlaf. Die Angst, dass nachts was passieren kann, gehört zum Elternsein dazu. Und es gibt einige Faktoren, die Einfluss auf die Schlafsicherheit unserer Babys haben. Zum Beispiel die Matratze im Kinderbett. Stiftung Warentest hat im Kindermatratzen-Test 14 Produkte getestet.

Kindermatratzen-Test: Die Testsieger im Überblick

Fünf Produkte im Test schnitten mit dem Testurteil “gut” ab. Den ersten Platz mit der Note 2,1 belegte die Matratze Paradies Mariella Hygienica mit sehr guter Sicherheit, Haltbarkeit und Handhabung. Auf dem zweiten Platz mit der Note 2,2: Pinolino Luna Cloud, die vor allem im Bereich Sicherheit, Handhabung und Deklaration und Werbung ein “sehr gut” erhielt. Platz 3 geht an Ikea Himlavalv mit der Note 2,3, die am besten bei der Sicherheit abgeschnitten hat.

Modell Gesamtnote Mittlerer Onlinepreis Wo zu kaufen
Paradies Mariella Hygienica 2,1 149 € z. B. bei Babyshop
Pinolino Luna Cloud 2,2 119 € z. B. bei Babymarkt

Ikea Himlavalv

2,3 139 € z. B. bei Ikea

Kinder- und Babymatratze: Testsieger Paradies Mariella Hygienica

Bildquelle: Stiftung Warentest

Beide Seiten der Schaumstoffmatratze Paradies Mariella Hygienica (z. B. bei Babyshop für 149 €), die mit Note 2,1 Testsieger der Baby-und Kindermatratzen wurde, sind für Babys und Kleinkinder geeignet. Die Tester*innen bescheinigen ihr gute Liegeeigenschaften sowohl für Babys, als auch für Kleinkinder. Außerdem gehört die Matratze mit knapp drei Kilogramm zu den leichtesten in diesem Test.

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Kindermatratzen-Test Platz 2: Pinolino Luna Cloud

Bildquelle: Stiftung Warentest

Die Schaumstoffmatratze Pinolino Luna Cloud (z. B. bei Babymarkt für 119,93 €) punktete insbesondere mit geprüfter Sicherheit und Handhabung. Auch diese Matratze ist für Babys und Kleinkinder geeignet. Sie hat laut den Tester*innen eine sehr harte Babyseite und eine harte für Kleinkinder.

Kindermatratzen-Test Platz 3: Ikea Himlavalv

Bildquelle: Stiftung Warentest

Die Baby- und Kindermatratze Ikea Himlavalv (z. B. bei Ikea für 139 €) war die einzige im Test mit einem Kern aus sehr luftdurchlässigem Kunststoffvlies, das an Filz erinnert. Besonders hervor stach die Sicherheit der Matratze. Die Matratze ist sehr hart und damit optimal für Babys und Kleinkinder geeignet. Wärme und Feuchtigkeit machten sie weicher.

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Kinder- und Babymatratzen-Test: Die Verlierer

Erschreckend war auch bei diesem Test, dass so viele Premiumprodukte in puncto Sicherheit durchfielen – auch, wenn beim Thema Haltbarkeit und Gesundheit und Umwelt alle 14 Produkte im Test überzeugten. Überprüft wurde beispielsweise, ob Babys Kleinteile von der Matratze ablösen und verschlucken können. In diesem Fall droht Erstickungsgefahr! Weil dies bei vier Kindermatratzen der Fall war – und zwar bei Modellen von Aro, Baumberger, Prolana und Träumeland – fielen sie im Test durch. Beim Kugeltest haben im aktuellen Test dagegen alle Anbieter bestanden. 2018 waren noch sechs Matratzen durchgefallen.

Der komplette Kindermatratzen-Test ist in der Stiftung Warentest-Printausgabe 10/2021 erschienen und kann unter www.test.de/kindermatratzen für 4 € heruntergeladen werden.

So hat die Stiftung Warentest Baby- und Kindermatratzen getestet

Bisher mussten wir Eltern uns vorrangig auf Herstellerangaben verlassen, was die Sicherheit von Baby- und Kindermatratzen angeht. Seit 2018 ist das anders: Erstmals trat mit Din 16890 eine Norm in Kraft, die Matratzen als ungefährlich kennzeichnet. Produkte müssen Kinder vor dem Ersticken, Einklemmen sowie dem Verschlucken und Einatmen von Kleinteilen schützen.

Teil der Norm ist auch der sogenannte Kugeltest. Den hat Stiftung Warentest im Kindermatratzen Test 2018 bei 14 Produkten angewendet: Eine Kugel, die den Kopf eines Babys simuliert, wird mit einer Schablone auf die Kindermatratze gelegt. Sinkt sie zu tief ein, besteht für Babys, die sich auf den Bauch drehen, eine reelle Erstickungsgefahr.

Im aktuellen Test von Stiftung Warentest wurden auch wieder 14 Kindermatratzen überprüft (Größe: 70x140 Zentimeter). Zehn Produkte waren aus Schaumstoff, drei aus Kokos und eine aus einem Kunststoffvlies. Überprüft wurden folgende Kategorien:

  • Liegeeigenschaften (35 %)
  • Haltbarkeit (25 %)
  • Sicherheit (10 %)
  • Bezug (10 %)
  • Handhabung (5 %)
  • Deklaration und Werbung (10 %)
  • Gesundheit und Umwelt: (5 %)

Gekauft wurden die Matratzen zwischen März und August 2021.

Babymatratzen und plötzlicher Kindstod

Von zu weichen Babymatratzen geht nicht nur eine Erstickungsgefahr aus, wenn die Kleinen mit dem Köpfchen zu tief einsinken. Auch das Risiko des plötzlichen Kindstodes (SIDS) ist erhöht, weil das Einsinken eine erhöhte Rückatmung begünstigen kann. Mit zunehmendem Alter und Körpergewicht sinkt das Risiko selbst bei den Verlierer-Matratzen wieder. Stiftung Warentest empfiehlt aber ausdrücklich, die Produkte nicht vor dem ersten Geburtstag zu verwenden.

Familie.de Kaufberatung für Kinder- und Babymatratzen:

Wenn ihr eine Babymatratze oder Kindermatratze kaufen möchtet, sind erstmal die Maße entscheidend, denn Babybettchen gibt es sowohl in Größe 120 x 60 cm als auch 140 x 70 cm. Beide sind auch für Kleinkinder passend. Checkt zuerst, ob die Matratze Din 16890 entspricht. So könnt ihr sie sicher im ersten Lebensjahr eures Babys verwenden.

Baby- und Kindermatratzen sollten vergleichsweise “hart” sein, damit Kinder auch mit ihrem geringeren Körpergewicht nicht einsinken. Trotzdem ist eine gewisse Flexibilität des Materials wichtig. Im Test schnitten Produkte der Härtegrade hart, mittel und mittel/weich als sicher ab. Weiche/sehr weiche Produkte fielen durch. Dabei ist der Härtegrad alleine aber kein Indikator: auch ein Produkt mit “mittel” war mangelhaft und verpatzte den Kugeltest.

Stabile aber elastische Materialien wie (Natur-)Latex und Kokosfaser haben gute ergonomische Eigenschaften und stützen die Wirbelsäule der Kleinen. Wolle ist besonders atmungsaktiv, wärmeregulierend und gleicht Feuchtigkeit aus. Die natürlich antibakterielle Wolle und festes Latex haben auch den Vorteil, dass sie für Hausstaubmilben unattraktiv sind.

Neben der Sicherheit sind auch Pflege und Handhabung wichtig. Toll ist, wenn der Bezug abnehmbar und waschbar ist. Ein Bezug aus Baumwolle ist besonders weich und atmungsaktiv. Zwar darf laut Herstellerangaben auch Synthetik bei 60 Grad gewaschen werden, Baumwolle steckt es meist aber besser weg.

Wenn ihr zusätzlich einen Matratzenschoner verwenden möchtet, empfiehlt sich auch hier ein Produkt aus atmungsaktiver (und dennoch wasserfester) Baumwolle, z. B. die Molton-Betteinlage von Bierbaum, hier je nach Größe für ca. 14 ‎€ bei Amazon. Denn auch zusätzliche Polyester- und Plastikschichten verringern die Atmungsaktivität der Matratze stark und können das SIDS-Risiko erhöhen. Oft reicht es auch, eine dünne Molton-Windel im Kopf- und Windelbereich unter dem Bettlaken zu fixieren. Extra-Tipp: Eure neue Matratze am besten ein paar Tage auslüften, bevor ihr sie für euer Baby verwendet.

Bierbaum Matratzenschoner Molton-Betteinlage Premium
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Quellen: Stiftung Warentest

Wenn euer Baby Schwierigkeiten hat beim Einschlafen, dann gibt es tatsächlich ein paar Möglichkeiten, ihm dabei zu helfen. Hier im Video findet ihr einige Methoden:

Unser Familien-Fazit:

Nach vielen Recherchen haben wir uns im Frühling 2017 für die Dr. Lübbe Air Plus von Julius Zöllner entschieden. Sie schien mit Abstand eine der sichersten, wenn auch teuersten Babymatratzen auf dem Markt zu sein. Neben der Schadstofffreiheit war uns besonders wichtig, dass die Matratze hart und atmungsaktiv und die Erstickungsgefahr besonders gering ist. Unser “Baby” war zur Erscheinung der Testergebnisse der kritischen Periode schon entwachsen – und auch wenn die Ergebnisse sehr erschreckend sind, war die Kindermatratze bei uns zum Glück lange kein Thema, weil wir uns nach Ankunft unseres Sohnes doch zum Co-Sleeping entschieden.

Bei den Großeltern verwenden wir die zweitplatzierte Ikea Skönast, mit der wir vollends zufrieden sind – und auch kein Knirschen bemerken. Meine Kollegin Charoline hatte sich noch vor uns für den damaligen Ökotest-Sieger Kati Plus entschieden und ist froh, dass das Produkt auch im neueren Kugeltest gut abschnitt – gerade, weil ihr Sohn Bauchschläfer ist.

Mein persönliches Fazit ist, dass ich umso froher bin, dass es jetzt endlich eine Richtlinie für die Matratzentauglichkeit gibt, an der wir Eltern uns unabhängig der Versprechen der Hersteller orientieren können.

Bildquelle: Getty Images, Stiftung Warentest

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