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Überraschender Babybrei-Test: Laut Öko-Test sind lediglich 2 von 20 Babybreigläschen "gut"

Überraschender Babybrei-Test: Laut Öko-Test sind lediglich 2 von 20 Babybreigläschen "gut"

Giftig!?

Bei der ersten festen Nahrung für ihren Schatz sind Eltern meist eher wählerisch. Wer nicht täglich selbst kochen mag oder kann, greift gern mal zu Fertiggläschen. Doch hält der Gemüsebrei im Glas, was er verspricht? Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte über 20 Babybreigemüsegläschen und fand in den meisten leider zu viele Stoffe, die dem Baby bei häufigem Verzehr langfristig schaden könnten.

Öko-Test hat sich die Inhaltsstoffe von 20 Gemüsebabybreigläschen einmal genauer angeschaut. Im Labor wurden die Produkte auf Pestizide, Schwermetalle und Keime untersucht und es wurde der Nitrat- und Nitritgehalt geprüft, der bei bestimmter Höhe die Sauerstoffbindung im Blut beeinträchtigen kann.

Ein wichtiger Punkt war auch das Vorhandensein von Furan: Dieser Stoff entsteht, wenn Gemüse erhitzt wird und lässt sich bei Fertigbreigläschen leider kaum vermeiden. Das Ergebnis lässt einen erschrecken: Nur zwei der 20 Babybreigläschen waren hinsichtlich all dieser Werte okay und erhielten die Note "gut" und nur fünf wurden mit "befriedigend" bewertet.

Diese zwei Alnatura Gemüsebrei-Gläschen erhalten die Bestnote "gut"

Einen deutlichen Vorsprung gegenüber den 18 anderen Gemüsebreisorten hat die Marke Alnatura. Lediglich hier konnte Ökotest im Vergleich insgesamt am wenigsten problematische Inhaltsstoffe finden. Wenn auch hier der Gehalt an Furan leicht erhöht war, konnten die Testergebnisse der anderen Inhaltsstoffe überzeugen. Um diese zwei Babybreie handelt es sich:

  • Alnatura Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter 0,89 € pro 190 g, ab dem 4. Monat
  • Alnatura Pastinaken mit Zucchini und Blumenkohl, Demeter 0,89 € pro 190 g, ab dem 5. Monat
Alnatura Demeter Bio Gemüse mit Süßkartoffel, 6er Pack (6 x 190 g)
Alnatura Demeter Bio Gemüse mit Süßkartoffel, 6er Pack (6 x 190 g)

Diese Breie kann man seinem Säugling bedenkenlos füttern. Das heißt nicht, dass alle anderen Babybreigläschen nicht genießbar sind. Es kann jedoch hier zu häufigem Verzehr eher langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Diese zwei Babybreisorten sind bei Öko-Test durchgefallen

Ganze zwei Babybrei-Gläschen erhielten im Test die Note "ungenügend". Sie sind absolut nicht zum Verzehr für Säuglinge empfohlen. Es handelt sich einmal um den Babydream Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse, den man bei Rossmann kaufen kann. Hier sind Nitrat, Furan und Cadmium gefunden wurden, weswegen Öko-Test davon abrät. Eine weitere Biomarke fällt leider auch durch: Der Holle Kartoffeln, Kürbis und Zucchini-Brei von Demeter genügt ebenfalls nicht den Ansprüchen von Öko-Test, weil er zu viel Nitrat und Furan erhält.

Hinweis: Die vollständigen Testergebnisse und weitere Details könnt ihr euch bei Ökotest Ausgabe 3/2021 ansehen.

Warum so viele fertige Fertig-Gemüsebreie problematisch sind

Die Probleme lagen insgesamt darin, dass die Werte der enthaltenen Inhaltsstoffe teilweise zu oft problematisch waren und bei häufigem Verzehr für Babys gesundheitsschädigend sein könnten. Mit diesen Inhaltsstoffen ist nicht zu spaßen:

  • Furan: In vielen der Fertiggläschen mit Gemüse sei zu viel Furan enthalten. Dieser Stoff würde sich beim Erhitzen bilden und entsteht auch beim Sterilisieren von Babyfläschchen. Die WHO würde ihn als möglicherweise krebserregend einstufen, da bei Tieren in Versuchen Organschäden entstanden und bei sehr hohen Dosen Furan sogar Leberkrebs verursacht wurde. Doch zu viel Furan war leider in fast allen Gläschen enthalten. Ökotest fordert die Hersteller auf, dies insgesamt zu reduzieren, um dem Säugling nicht zu schaden, wenn der Brei erhitzt wird.
  • Nitrat: Ein paar der Fertigbreie enthielten auch einen erhöhten Nitratgehalt. Aus Nitrat kann im Mund oder Magen Nitrit entstehen, das den Sauerstofftransport im Blut behindern würde. Ökotest kritisiert hier die ihrer Meinung nach zu hohen Gehalte, die zwar unter dem gesetzlichen Höchstwert liegen, bei einem Brei für Säugling wäre jedoch ein deutlich niedrigeres Vorkommen besser.
  • Cadmium: Ein weiterer Stoff, der kritisch betrachtet wird, ist das Schwermetall Cadmium, das auf Dauer die Nieren schädigen könne. Es wurde im Test in einem Gläschen nachgewiesen und könne bei dauerhaftem Verzehr die tolerierbare Höchstaufnahmemenge deutlich überschreiten.

Ökot-Test betont, dass die getesteten Breisorten alle insgesamt nicht gegen Gesetze verstoßen oder ungesund wären. Kritisiert wird lediglich, dass sich die Inhaltsstoffe teilweise an der oberen Grenze der Toleranzwerte befinden, was für einen Säuglingsbrei eher problematisch ist.

Wir sollten unseren Babys Nahrungsmittel geben, die möglichst frei von solchen Stoffen sind, damit sie gesund aufwachsen. Wenn man mal auf Gläschen zurückgreift, ist das kein Weltuntergang. Doch man sollte am ehesten versuchen, die Babynahrung so oft es geht, frisch zuzubereiten, dann hat man die sicherste und gesündeste Babykost.

Babybrei-Rezepte: 8 leckere Ideen für Babybrei zum Nachkochen

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Bildquelle: Getty Images/vitapix

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