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Verhütungsmittel im Test: Diese Mittel sind am besten geeignet

Verhütungsmittel im Test: Diese Mittel sind am besten geeignet

Stiftung Warentest

Wer (noch) keine Kinder will, der braucht ein sicheres Verhütungsmittel. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Pille, Spirale, Diaphragma, Hormonpflaster, das Messen der Basaltemperatur und vieles mehr. Stiftung Warentest hat in einem neuen Test verschiedene Mittel unter die Lupe genommen. 

So lief der Verhütungsmittel-Test ab

Beim Test von Stiftung Warentest wurden insgesamt 141 Mittel zur Empfängnisverhütung überprüft, darunter über 100 Anti-Baby-Pillen. Bewertet wurden aber auch Spiralen, Vaginalringe, Spritzen, Implantate und Pflaster. Insgesamt sind laut Stiftung Warentest 58 Mittel, also nicht mal die Hälfte, als Verhütungsmittel geeignet. Die Tester*innen begründen das aber nicht mit der Wirksamkeit der Mittel, sondern mit der Verträglichkeit.

Verhütungsmittel-Test: Diese Anti-Baby-Pillen empfiehlt Stiftung Warentest

Kommen wir zunächst mal zu den Anti-Baby-Pillen, die Stiftung Warentest untersucht hat. Generell gilt die Pille als eines der sichersten Verhütungsmittel und sie ist einfach anzuwenden. Es wird unterschieden zwischen Ein-, Zwei- oder Dreiphasen-Präpareten und der Minipille. Die Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel und enthält als Kombi-Pille meist zwei Hormone: Östrogen und Gestagen. Die Minipille ist ein Monopräparat und enthält nur Gestagen. Die Wirkung ist aber dieselbe: Die Pille stört den Menstruationszyklus und verhindert so eine Schwangerschaft.

Ärzt*innen verschreiben das geeignete Mittel

Welche Pille für dich geeignet ist, sollte am besten dein Frauenarzt bzw. deine Frauenärztin abklären. Für einige Frauen sind Präparate besser geeignet, die kein oder möglichst wenig Östrogen enthalten. Viele Frauen wollen aber auch einfach so wenig Hormone wie möglich zu sich nehmen, setzen aber trotzdem auf die Pille. Deshalb haben wir hier für euch einige der Anti-Baby-Pillen mit keinem bzw. wenig Östrogengehalt aufgelistet, die Stiftung Warentest als geeignet einstuft. Es handelt sich allerdings nur um eine Auswahl.

Verhütungsmittel im Test: Diese Anti-Baby-Pillen gehören zu den geeignetesten

Mittel Welches Präparat Preis Rezeptpflichtig Wo zu kaufen

Maexeni 20

Einphasenpräparat mit geringem Östrogengehalt 18,60 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Swingo 30 mite Einphasenpräparat mit geringem Östrogengehalt 18,04 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Levina Stada 30 Einphasenpräparat mit geringem Östrogengehalt 16,49 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Einphasenpräparat mit geringem Östrogengehalt 21,46 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Einphasenpräparat mit sehr geringem Östrogengehalt 18,40 € (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Einphasenpräparat mit sehr geringem Östrogengehalt 23,48 €* (21 Stück) Ja bei DocMorris
Einphasenpräparat mit sehr geringem Östrogengehalt 18,40 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
MAEXENI 20 Einphasenpräparat mit sehr geringem Östrogengehalt 18,60 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
Novastep Dreistufenpräparat 26,97 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris
28 Mini Minipille 34,39 €* (3 x 21 Stück) Ja bei DocMorris

*Preis kann sich später ändern

Wie sicher ist die Pille?

Die Pille gilt als sehr verlässliches Verhütungsmittel. Wirklich sicher ist sie aber nur, wenn sie alle 24 Stunden eingenommen wird. Einige Pillen können auch bis zu 12 Stunden verspätet eingenommen werden. Bei der Minipille habt ihr weniger Spielraum (maximal drei Stunden) und solltet wirklich auf die gleiche Tageszeit achten.

Welche Nebenwirkungen kann die Pille haben?

Vor allem wenn ihr gerade erst damit beginnt, die Pille zu nehmen, muss sich euer Körper erstmal darauf einstellen. Schließlich wirbelt sie euren Hormonhaushalt ziemlich durcheinander. Deshalb können Übelkeit, Zwischenblutungen, Brustspannen, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen häufig auftreten. Äußerst selten kommt es zu Thrombosen oder Lungenembolien. Die Pille kann aber auch positive Effekte haben wie: weniger Schmerzen vor und nach der Periode, schwächere und kürzere monatliche Blutung oder eine bessere Haut.

Verhütungsmittel im Test: So schneidet die Spirale ab

Die Spirale wird in die Gebärmutter eingesetzt. Bis zu fünf Jahre liegt sie dort. Frauen*ärztinnen müssen aber regelmäßig überprüfen, ob damit noch alles in Ordnung ist. Man unterscheidet zwischen Hormonspiralen und Kupferspiralen. Sie verändern die Gebärmutterschleimhaut so, dass Eizellen nicht befruchtet werden oder sich einnisten. Stiftung Warentest bewertet beide Varianten als geeignet und als langfristiges Verhütungsmittel. U.a. diese Mittel empfehlen die Tester*innen:

Mittel Art der Spirale Preis Rezeptpflichtig Wo zu kaufen
Jaydess Hormonspirale 173,68 €* Ja bei DocMorris
Kyleena Hormonspirale 209,82 €* Ja bei DocMorris
Kupferspirale 20,47 €* Ja bei DocMorris
 Kupferspirale 29,95 €* Ja bei DocMorris

*Preis kann sich später ändern

Für wen ist die Dreimonatsspritze geeignet?

Die Handhabung: Ein Gestagen, das den Eisprung verhindert, wird alle drei Monate in den Po-Muskel gespritzt. Die Tester*innen von Stiftung Warentest finden, dass dieses Verhütungsmittel nur für sehr wenige Frauen geeignet ist. Und zwar für diejenigen die keine andere Methode vertragen oder nicht richtig anwenden können. Die Dreimonatsspritze gilt zwar als sehr sicheres Verhütungsmittel, hat aber auch einige Nebenwirkungen. Außerdem kann es nach Absetzen der Spritze relativ lange dauern schwanger zu werden.

Verhütungsmittel-Test: Implantat, Ring und Pflaster

Auch das Implantat hält Stiftung Warentest für wenig geeignet. Das hormonhaltige Stäbchen wird in den Oberarm eingepflanzt und wirkt ähnlich die Dreimonatsspritze. Bedenklich ist laut der Expert*innen das Thrombose-Risiko. Außerdem kann es beim Entfernen des Stäbchens zu Schwierigkeiten kommen, weil es sich möglicherweise nicht mehr dort befindet, wo es eingesetzt wurde.

Ring und Pflaster ähnlich wie die Pille, aber mit erhöhtem Risiko

Der Vaginalring wird in die Scheide eingeführt und setzt Östrogen und Gestagen frei. Das Verhütungspflaster wird auf die Haut geklebt und gibt so die Hormone ab. Die Arzneimittelexpert*innen von Stiftung Warentest finden beides wenig geeignet als Verhütungsmittel. Sie bemängeln bei beiden Mitteln das Thrombose-Risiko, das höher als bei der Anti-Baby-Pille ist. Außerdem kann es beim Pflaster zu Hautreizungen und beim Ring zu Scheibenentzündungen kommen.

Wie kann ich verhüten, wenn ich keine Hormone zu mir nehmen will?

Viele Frauen entscheiden sich ganz bewusst gegen eine hormonelle Empfängnisverhütung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auch anders eine Schwangerschaft zu verhindern. Dazu gehören unter anderem:

Der komplette Verhütungsmittel-Test ist in der Stiftung Warentest-Printausgabe 04/2021 erschienen und kann unter www.test.de/verhuetungsmethoden für 2 € heruntergeladen werden.

Quelle: Stiftung Warentest

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Bildquelle: Getty Images/Witthaya Prasongsin

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